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05. Jänner 2021 ― Lesezeit: 5 Minuten

Wildunfall: Welche Versicherung zahlt?

Alle sieben Minuten passiert ein Wildunfall auf Österreichs Straßen. Viel zu oft. Was kann man tun, um Wildunfälle zu vermeiden? Wie verhält man sich im Fall des Falles? Und welche Versicherung übernimmt den Schaden? Wir haben die Antworten für Sie zusammengefasst.
Hirsch auf der Straße

Ein Wildtier auf der Straße: Was tun?

Besonders in der Morgen- und Abenddämmerung kommt es häufig zu Wildwechsel. Die meisten Wildunfälle – nämlich knapp die Hälfte – passieren aber dennoch im Dunkeln. Um einem Wildunfall vorzubeugen, sollten Sie zu diesen Tageszeiten daher besonders achtsam fahren. Das heißt: ausreichend Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern einhalten und aufmerksam bleiben.

Was tun, wenn Sie nun ein Wildtier in Fahrbahnnähe erkennen? Einfach abbremsen? Achtung, jetzt wird’s kompliziert: Damit könnten Sie sich mitschuldig machen – und dabei kommt es auf die Größe des Tieres an. Bei Kleintieren – wie Eichhörnchen oder Hasen - wird eine Vollbremsung laut Rechtsprechung für den Nachfolgeverkehr gefährlicher angesehen als ein Zusammenstoß mit dem Tier. Wenn es durch die Bremsung zu einem Auffahrunfall kommt, müssen Sie einen Teil des Schadens selbst übernehmen.

Wenn vor Ihnen aber ein größeres Tier – wie Wildschwein, Reh oder Hirsch – über die Straße läuft, ist die Vollbremsung laut Gesetz gerechtfertigt: Die Gefahr für den Lenker ist bei einem Zusammenstoß mit dem Tier größer als bei einem Auffahrunfall.

Generell gilt: Wenn Sie ein Wildtier in Fahrbahnnähe erkennen, verlangsamen Sie das Tempo, blenden Sie das Fernlicht ab und hupen Sie mehrmals. Vermeiden Sie riskante Ausweichmanöver – dabei könnte viel Schlimmeres passieren.

 

Wildunfall: Wie verhalte ich mich richtig?

Nun ist es doch passiert: Ein Reh, vielleicht auch ein Wildschwein, ist Ihnen vor das Auto gelaufen – allen Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz. Aber was ist zu tun, wenn man ein Wildtier angefahren hat?

Zuallererst muss – wie bei jedem anderen Unfall auch – die nötige Sicherheit geschaffen werden. Schalten Sie die Warnblinkanlage ein, legen Sie die Warnweste an und sichern Sie die Unfallstelle mit einem Pannendreieck ab. So sind andere Verkehrsteilnehmer gewarnt und weitere Unfälle können vermieden werden.

Der nächste Schritt: Verständigen Sie die Polizei oder die örtliche Jägerschaft. In Österreich gilt bei einem Wildunfall nämlich die Meldepflicht – verletzen Sie diese, machen Sie sich strafbar. Auch das Mitnehmen von verletzten oder getöteten Wildtieren ist nicht erlaubt.

Generell gilt: Berühren Sie verletzte oder getötete Tiere nicht, sondern warten Sie auf das Eintreffen der Polizei bzw. des Jagdpächters. 

 

Wird ein Wildunfall von der Versicherung übernommen?

Gleich vorweg: Als Wildunfall gelten nur Unfälle, die auch tatsächlich durch ein Wildtier entstanden sind.

Und zahlt bei einem Wildunfall die eigene Versicherung den Schaden? Das kommt auf die Versicherung an: Bei der GRAWE sind Schäden am eigenen Pkw, die durch einen Wildunfall entstehen, in allen Teil- und Vollkaskovarianten mitversichert.

Den Unfall können Sie online melden - legen Sie der Versicherung dabei unbedingt die polizeiliche Meldebestätigung des Unfalls vor.

 

Werde ich bei einem Wildunfall in der Versicherung hochgestuft?

Sie hatten einen Wildunfall und melden den Schaden Ihrer Versicherung. Heißt das, dass Sie jetzt hochgestuft werden – also mehr zahlen müssen? Wenn Sie bei der GRAWE kaskoversichert sind, dann ist die Antwort ein klares nein. Bei der Kaskoversicherung, die den Wildschaden übernimmt, gibt es nämlich keine Stufen. Somit erübrigt sich die Frage – und Sie können einen Wildunfall im Fall des Falles bedenkenlos bei Ihrer Versicherung melden.

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