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Müde, keine Lust zum Spielen, traurig ohne erkennbaren Grund ? all das sind bei Kindern mögliche Anzeichen für eine Depression. Dennoch wird die Krankheit häufig nicht erkannt, lange wurde sogar angezweifelt, dass es Depressionen bei Kindern überhaupt gibt.
Stattdessen bekommen die Kinder zunächst Vitamine und Eisenpräparate gegen die Müdigkeit und der Rest ? so glauben viele ? wird sich schon auswachsen. Tatsache ist aber: Schwere depressive Störungen sind bei Kindern und Jugendlichen langwierig, Rückfälle sind häufig. Je früher eine Depression einsetzt, desto schlechter ist die Prognose.
Kleine Kinder drücken ihre Gefühle eher durch Verhalten als durch Worte aus. Statt in den klassischen Symptomen wie Niedergeschlagenheit oder Antriebslosigkeit, zeigt sich eine Depression bei Kindern manchmal in Form von Wutausbrüchen, starkem Weinen oder ständigem Anklammern an die Eltern.
Erschwerend kommt hinzu, dass vor allem die Kleinsten eine Depression als "Bauchweh" oder "Kopfweh" beschreiben, weil ihnen noch die Fähigkeit fehlt, Niedergeschlagenheit zu benennen. Eltern und Ärzte geraten damit auf eine vollkommen falsche Fährte.
Je älter die Kinder sind, desto mehr entsprechen ihre Symptome denen von Erwachsenen. Doch selbst bei Jugendlichen gilt es, gut zu differenzieren. Denn in der Pubertät kommen eine gewisse Traurigkeit und Verzweiflung als Teil der normalen Entwicklung vor. Diese Beschwerden verschwinden nach einiger Zeit wieder. Dennoch müssen sie ernst genommen werden.
Folgend finden Sie eine Übersicht möglicher Symptome, die auf eine Depression bei Kindern oder Jugendlichen hinweisen:
Nicht alle Symptome lassen zwangsläufig auf eine depressive Erkrankung schließen. Um sicherzugehen oder wenn Sie auch nur den Verdacht haben sollten, dass Ihr Kind unter einer Depression leidet, ist professionelle Hilfe gefragt. Wenden Sie sich an Familien- oder Jugendberatungsstellen oder suchen Sie einen Kinder- und Jugendpsychiater auf.
Eine besonders schwere und tragische Form der Depression wird als anaklitische Depression bezeichnet. Diese Art der Depression beobachtete der Entwicklungsforscher René Spitz bei Säuglingen in Heimen und Krankenhäusern im letzten Jahrhundert.
Sind Kinder im ersten Lebensjahr drei bis fünf Monate oder länger von ihrer Bezugsperson, in der Regel der Mutter, getrennt, zeigen sie starke körperliche und seelische Beeinträchtigungen. Die Bindung spielt gerade in den ersten Jahren der Entwicklung eine entscheidende Rolle. Auch bei medizinisch guter Versorgung verkümmern Kinder, wenn sie keine Liebe und Geborgenheit erfahren.
In der ersten Zeit der Trennung weinen die Säuglinge viel, später verweigern sie den Kontakt zu anderen Personen. Dauert die Trennung länger an, verschlimmert sich die Depression. Die Kinder weinen nicht mehr und verhalten sich apathisch. Sie zeigen kaum Gesichtsausdruck und interagieren nicht mit anderen Menschen. Säuglinge mit einer anaklitischen Depression haben eine höhere Krankheitsanfälligkeit und die körperliche Entwicklung verlangsamt sich. Haben Kinder länger als fünf Monate keine Bezugsperson, besteht die Gefahr, dass sie sterben.
Ob Kind oder Erwachsener ? die Mechanismen der Depressionen sind noch immer nicht vollständig geklärt. Es handelt sich jedoch um ein komplexes Zusammenspiel aus genetischen, anderen biologischen und Umwelteinflüssen.
Die Gene spielen sicher eine Rolle bei der Entstehung einer Depression. Bei Kindern, deren Eltern unter Depressionen leiden, ist das Risiko, ebenfalls zu erkranken, deutlich erhöht.
Man geht jedoch inzwischen davon aus, dass es letztlich Umweltfaktoren sind, die maßgeblich dazu beitragen, dass Depressionen bei Kindern ausbrechen. Bei Kindern spielt die Familie eine entscheidende Rolle. Leistungsdruck, Scheidung oder Tod der Eltern, aber auch Hänseleien in der Schule, Armut und sexueller Missbrauch gelten als mögliche Auslöser depressiver Erkrankungen. Dabei ist nicht nur die Stärke der Belastung ausschlaggebend, sondern auch, wie gut das Kind gelernt hat, Krisen zu verarbeiten, Probleme zu lösen oder sich Hilfe zu suchen.
Häufiger als bei Kindern sind Depressionen bei Jugendlichen. Die Pubertät birgt ein besonderes Risiko. Diese Zeit ist mit vielen Veränderungen, großen Herausforderungen und dadurch mit einem erhöhten Stresslevel verbunden. Jugendliche sind auf der Suche nach ihrer eigenen Identität, sie grenzen sich stärker von den Eltern ab und suchen Zugehörigkeit bei den Gleichaltrigen ("Peers"). Auch der Körper und das äußere Erscheinungsbild verändern sich stark in dieser Zeit.
Eine große Rolle spielen vermutlich darüber hinaus die hormonellen Turbulenzen in dieser Lebensphase. Die großen Verunsicherungen, die der Umbruch mit sich bringt, tragen zum Ausbruch einer Depression bei Jugendlichen bei.
Eine Depression zu erkennen, ist schon bei Erwachsenen nicht einfach. Noch schwieriger gelingt dies bei jungen Menschen, da die Symptome oft nur schwer von alterstypischen "normalen" Problemen zu unterscheiden sind.
Im Grunde erfolgt die Diagnostik von Depressionen bei Kindern und Jugendlichen jedoch nach dem gleichen Schema wie die Diagnose bei Erwachsenen. Basis der Diagnose ist hier das ICD 10, die "Internationale statistische Klassifikation" der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, die drei Hauptsymptome anführt: depressive Stimmung, Interessensverlust sowie Antriebslosigkeit und Müdigkeit.
Daneben gibt es außerdem sieben Nebensymptome, darunter Schuldgefühle, Schlafstörungen und Appetitveränderungen.
Diese werden vom Arzt oder Therapeuten anhand standardisierter Fragebögen erfasst. Hinzu kommen körperliche Untersuchungen, die eine physiologische Ursache der Auffälligkeiten ausschließen sollen.
Ist die Depression bei einem Kind erst einmal erkannt, lässt sie sich entsprechend behandeln. Antidepressiva holen viele kleine Patienten mit schweren Depressionen aus dem "schwarzen Loch" heraus. Sie werden allerdings nur mit äußerster Umsicht und ergänzend zu anderen therapeutischen Maßnahmen eingesetzt. Abhängig machen Antidepressiva nicht.
Problematisch ist aber, dass viele Mittel gegen Depressionen, die Erwachsenen helfen, für die Behandlung von Kindern noch nicht ausreichend untersucht sind. Vor allem bei sehr jungen Kindern ist der Einfluss von Medikamenten und Therapien bisher zu wenig erforscht worden.
Dann muss vor allem zu Beginn der Behandlung auf das Verhalten der Kinder geachtet werden. Denn manchmal lösen Antidepressiva bei jüngeren Patienten Aggressionen sowie Suizidgedanken oder -versuche aus.
Daher sollten Kinder mit einer leichten bis mittleren Depression bevorzugt mittels einer Psychotherapie behandelt werden. Psychotherapeuten sind wichtige Begleiter auf dem Weg aus der Depression. Meist empfiehlt es sich, Familienmitglieder im Rahmen einer Familientherapie mit einzubeziehen.
Für jüngere Kinder kommt eine Spieltherapie infrage: Sicherheit und Selbstbewusstsein werden durch das Spielen in geschützter Umgebung gestärkt und neue Verhaltensmöglichkeiten spielerisch erprobt.
Bei älteren Kindern und Jugendlichen eignet sich die Kombination aus kognitiver Verhaltenstherapie und Medikamenten ebenso bei schwerer Depression. Jugendliche werden im Rahmen einer Verhaltenstherapie dazu angeregt, den Teufelskreis der Depression zu durchbrechen, neue Denkmuster zu entwickeln und Techniken zum Lösen von Problemen zu entdecken. So sind sie in Zukunft für den Umgang mit Krisen besser gerüstet.
Wichtig ist, dass Eltern, Erzieher und Lehrer wachsam sind und die verwirrend vielfältigen Anzeichen für Depressionen bei Kindern richtig deuten lernen. Wer den Verdacht hat, sein Kind sei depressiv, ist gut beraten, möglichst schnell kompetente Hilfe zu suchen. Denn Depressionen sind ernst zu nehmende psychische Erkrankungen. Werden sie nicht behandelt, enden sie womöglich tödlich: Auch Kinder sind im Fall einer schweren Depression suizidgefährdet.
Werden die Depressionen bei Kindern und Jugendlichen nicht behandelt, besteht eine hohe Gefahr, dass die Krankheit chronisch verläuft. Gerade bei jungen Menschen ist die Rückfallrate mit circa 70 bis 80 Prozent sehr hoch. Dafür und für die Gefahr der Chronifizierung sind vermutlich zum einen Veränderungen im Gehirn verantwortlich.
Zum anderen gehen Depressionen bei Kindern und Jugendlichen mit Konzentrations- und Lernschwierigkeiten einher, die sich in der schulischen Leistung niederschlagen. Dies trägt zu zunehmendem Stress bei und erschwert ein Ausbrechen aus den negativen Gedanken. Bei rechtzeitiger Behandlung werden etwa 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen nach einer depressiven Phase wieder dauerhaft gesund.
Es gibt keine Möglichkeit, das Entstehen einer Depression von Kindern und Jugendlichen sicher zu verhindern. Bekannt ist, dass eine gute Beziehung zu den Eltern, die Rückhalt und Liebe vermitteln, Kinder vor Depressionen möglicherweise schützt. Eltern, die ausreichend Nestwärme und Geborgenheit gewährleisten, leisten damit einen Beitrag, um einer Depression bei ihren Kinder vorzubeugen.
Ebenso wirken ein gutes soziales Netz, Freundschaften und soziale Integration dem Entstehen von Depressionen von Jugendlichen in vielen Fällen entgegen.
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Dilling, H. & Freyberger, H. J.: Taschenführer zur ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen. Hogrefe Verlag, 9. Auflage, 2019Fischer-Börold, C. & Krumme, F.: Depressionen. Schlütersche Verlagsgesellschaft, 1. Auflage, 2007Abel, U. & Hautzinger, M.: Kognitive Verhaltenstherapie bei Depressionen im Kindes- und Jugendalter. Springer Verlag, 1. Auflage, 2013Hegerl, U. et al.: Das Rätsel Depression. Eine Krankheit wird entschlüsselt. Beck Verlag, 3. Auflage, 2016Machleidt, W. et al.: Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie. Thieme Verlag, 7. Auflage, 2004Margraf, J. & Schneider, S.: Lehrbuch der Verhaltenstherapie. Springer Verlag, 4. Auflage, 2018Myschker, N. & Stein, R.: Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Kohlhammer Verlag, 8. Auflage, 2018Renneberg, B. et al.: Einführung Klinische Psychologie. Ernst Reinhardt Verlag, 1. Auflage, 2009Stiftung Deutsche Depressionshilfe: Depressionen im Kindes- und Jugendalter, unter: www.deutsche-depressionshilfe.de (Abruf: 03.03.2022)S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) et al.: Behandlung von depressiven Störungen bei Kindern und Jugendlichen – Evidenz- und konsensbasierte Leitlinie (Stand: 2013), unter: www.awmf.org (Abruf: 03.03.2022)
Das Down-Syndrom, auch Trisomie21 genannt, ist eine Chromosomenstörung. Betroffene besitzen drei Exemplare des Chromosoms Nummer 21 – normalerweise hat jeder Mensch nur zwei. Das überzählige genetische Material beeinflusst die körperliche und geistige Entwicklung. Wie gravierend die Auswirkungen sind, ist von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich. Lesen Sie hier alles Wichtige über das Down-Syndrom!