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Gemäß der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft unterteilt man Migräne-Kopfschmerzen in zwei Untergruppen: die episodische und die chronische Form. Die Migräne-Anfälle bei einem episodischen Verlauf kommen und gehen an maximal 15 von 30 Tagen (einem Monat).
Eine chronische Migräne liegt dann vor, wenn starke Migräne-Kopfschmerzen an mehr als 15 Tagen pro Monat bestehen. Dieser Zustand muss mindestens drei Monate anhalten. Ein weiteres Kriterium ist, dass die Kopfschmerzen nicht auf einen Übergebrauch von Medikamenten zurückzuführen sind.
Zudem müssen an mindestens acht Tagen im Monat typische Begleitsymptome auftreten, zum Beispiel eine Aura oder Übelkeit und Erbrechen.
Sind die genannten Kriterien erfüllt, wird die ärztliche Diagnose ?chronische Migräne? gestellt.
Weitere Informationen zu Migräne im Allgemeinen, den Symptomen, Behandlungsmöglichkeiten und vorbeugenden Maßnahmen finden Sie im ausführlichen Artikel zu Migräne.
Die chronische Migräne kommt bei etwa zwei bis vier Prozent der mitteleuropäischen Bevölkerung vor. Sie schränkt die Lebensqualität sehr ein, weil Betroffene oft das Gefühl haben, fast jeden Tag Migräne zu haben.
Die Symptome der chronischen Migräne unterscheiden sich nicht von den Beschwerden, die generell mit Migräne einhergehen. Das bedeutet, zu den Symptomen gehören vor allem starke Kopfschmerzen, die meist einseitig, manchmal auch beidseitig auftreten. Zusätzlich zu den Kopfschmerzen beschreiben Patientinnen und Patienten oft Licht- und Lärmscheu, Übelkeit und Erbrechen.
Die im Folgenden aufgelisteten Symptome kommen häufig vor:
Die chronische Migräne kann mit und ohne Aura auftreten. Als Diagnosekriterium ist jedoch nur relevant, wie lange die Anfälle dauern und wie oft sie auftreten. Nur die Anfallshäufigkeit unterscheidet also die chronische von der episodischen Migräne.
Es gibt noch weitere Symptome, die ebenfalls bei Migräne auftreten können. Weitere Informationen dazu finden Sie im Text zur Migräne.
Betroffene Patientinnen und Patienten leiden oft stark unter der chronischen Migräne. Neben einer wirksamen Vorbeugung (Prophylaxe) ist vor allem die Behandlung der Symptome sehr wichtig.
Galcanezumab ist ein Mittel, das der chronischen Migräne mit nur wenigen Nebenwirkungen vorbeugt. Es wird insgesamt gut vertragen. Ebenfalls gut verträglich ist Eptinezumab. Es reduziert die Migräne-Tage bei den Betroffenen deutlich.
Zur Vorbeugung (Prophylaxe) der chronischen Migräne eignen sich die Wirkstoffe OnabotulinumtoxinA (eine Form von Botox) und Topiramat. Sie sind trotz leichter Nebenwirkungen Teil der Standardprophylaxe bei chronischer Migräne. Ähnlich wirksam ist auch Akupunktur.
Die Betablocker Propranolol, Metoprolol und Bisoprolol, die normalerweise bei Herzerkrankungen oder Bluthochdruck eingesetzt werden, eignen sich bei chronischer Migräne zur Vorbeugung. Sie sind oft schon in geringer Dosis wirksam. Wegen überschaubarer Nebenwirkungen verschreiben Mediziner die Betablocker gerne bei chronischer Migräne-Prophylaxe.
Bei der Neurostimulation des Nervus supraorbitalis wird der Nerv, der oberhalb der Augenhöhle liegt, für eine gewisse Zeit täglich von außen elektrisch stimuliert. Studien haben ergeben, dass diese Methode gut funktioniert und die Symptome der chronischen Migräne mindert, aber viel Zeit in Anspruch nimmt. Trotzdem wird diese Maßnahme von Betroffenen gerne angenommen, da sie wenig Nebenwirkungen hat.
Außerdem ist bekannt, dass es für die Prophylaxe der chronischen Migräne wichtig ist, die Begleiterkrankungen (Komorbiditäten) zu behandeln. Werden Krankheiten therapiert, die mit der chronischen Migräne gemeinsam auftreten, wirkt sich das positiv auf den Therapieerfolg bei chronischer Migräne aus.
Zu solchen Komorbiditäten gehören Depression, Angsterkrankungen, posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), Übergewicht, Bluthochdruck, Medikamentenübergebrauch und Schlafstörungen.
Generell gibt es bei chronischen Kopfschmerzen einige Möglichkeiten zur Prophylaxe, zum Beispiel Ausdauersport, Biofeedback oder Verhaltenstherapie. Bisher ist nicht nachgewiesen, ob diese Methoden auch bei chronischer Migräne helfen. Trotzdem lohnt es sich, diese Maßnahmen auszuprobieren.
Die folgenden Maßnahmen werden nur selten eingesetzt. Das liegt daran, dass sie entweder noch nicht genug erforscht sind oder dass sie viele Nebenwirkungen haben.
Die Durchführung einer okzipitalen Nervenblockade zeigt ? zumindest in der Kurzzeitwirkung ? gute Ergebnisse in einigen Studien. Wie die Langzeitwirkung der Nervenblockade aussieht, ist bislang noch unerforscht. Bei der okzipitalen Nervenblockade werden Nerven betäubt, die den hinteren Anteil des Schädels sensibel versorgen.
Erenumab und Fremanezumab sind monoklonale Antikörper, die zur Vorbeugung eingesetzt werden. Bei Fremanezumab sind die Nebenwirkungen allerdings ausgeprägter, sodass es seltener zum Einsatz kommt.
Die Akutbehandlung der chronischen Migräne unterscheidet sich nicht von der Therapie, die generell bei Migräne-Symptomen durchgeführt wird.
Zur akuten Behandlung der chronischen Migräne eignen sich Schmerzmedikamente (z.B. Ibuprofen, ASS oder Paracetamol). Auch Antiemetika, also Mittel gegen Übelkeit, können das Wohlbefinden der Betroffenen deutlich steigern.
Welche Mittel und Hausmittel sich bei der Migräne lohnen, lesen Sie im Artikel zur Migräne.
Monoklonale Antikörper sind eine Gruppe von Medikamenten, die häufig bei Migräne eingesetzt werden. Bei der chronischen Migräne brauchen die Patientinnen und Patienten allerdings viel Geduld: Bis eine Wirkung eintritt, dauert es unter Umständen fünf bis sechs Monate.
Amitriptylin ist eigentlich ein Medikament, das gegen Depressionen hilft. Trotzdem wird es auch zur Therapie der chronischen Migräne eingesetzt. Besonders bei Patienten, die zusätzlich an einer Depression erkrankt sind, ist Amitriptylin ein bewährtes Medikament. Es wird meistens gut vertragen.
Eine invasive Neurostimulation ist zwar auch bei chronischer Migräne denkbar, Ärzte empfehlen sie aber nur als letzten Ausweg, wenn die bisherigen Therapieoptionen nicht erfolgreich waren. Bei der invasiven Neurostimulation werden elektrische Impulse ausgesendet und die Schmerzimpulse dadurch unterdrückt. Dieses Verfahren wird auch bei Parkinson, Alzheimer oder anderen neurologischen Erkrankungen eingesetzt.
Welche Ursache die chronische Migräne hat, ist noch nicht geklärt. Wissenschaftler stellen aber fest, dass häufig mehrere Familienmitglieder betroffen sind ? es gibt also vermutlich eine genetische Komponente.
Neue Studien weisen darauf hin, dass es mehrere Faktoren geben muss, damit sich eine chronische Migräne entwickelt. Dazu zählen zum Beispiel ein Zusammenhang zwischen Hormonhaushalt und chronischer Migräne oder die Belastung mit Umweltschadstoffen wie Blei.
Zudem tritt die chronische Migräne häufiger in Verbindung mit Depressionen, Rückenschmerzen, Schlafstörungen und anderen Schmerzkrankheiten auf.
Chronische Migräne entsteht nicht durch einen Übergebrauch von Medikamenten, das weiß man inzwischen sicher.
Der Verlauf einer chronischen Migräne lässt sich nicht vorhersagen. Es handelt sich um ein individuelles Krankheitsbild: Nicht nur die Symptome, auch die Intensität der Beschwerden und der entstehende Leidensdruck sind bei allen Betroffenen unterschiedlich.
Eine einheitliche, allgemein gültige Prognose gibt es daher nicht. Trotzdem ist die chronische Migräne behandelbar. Welche Maßnahmen und Medikamente in Ihrem Fall sinnvoll sind, besprechen Sie am besten mit Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrer Ärztin.
Das Behandlungsziel ist nicht Heilung, sondern Symptom-Reduzierung. Mit der richtigen Therapie und bestimmten Veränderungen im Alltag leben viele Betroffene ein nahezu Migräne-freies Leben. Die Kopfschmerztage werden dadurch meistens deutlich reduziert.
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Bender, A. et al.: Kurzlehrbuch Neurologie, Urban & Fischer Verlag, 4. Auflage, 2022Diener, H. C. et al.: Chronische Migräne, in: Der Nervenarzt 2013; 12 (Abrufdatum: 09.08.2023)Diener, H. C. et al.: Chronische Migräne, in: Der Nervenarzt 2013; 84: 1460-1466; doi: 10.1007/s00115-012-3625-3 (Abrufdatum: 09.08.2023)Diener, H. C. et al.: Neues bei Migräne – Update 2021, in: Neurologie up2date 2021; 4 (02): 195-214; doi: 10.1055/a-1163-6539 (Abrufdatum: 09.08.2023)Diener, H. C.: OnabotulinumtoxinA wirksamer und verträglicher als Topiramat, in: InFo Neurologie + Psychiatrie 2020; 22: 19; doi: 10.1007/s15005-020-1273-x (Abrufdatum: 09.08.2023)Grehl, H. et Reinhardt, F.-M.: Checkliste Neurologie, Thieme Verlag, 7. Auflage, 2021Straube, A. et al.: Therapie und Versorgung bei chronischer Migräne, in: Der Nervenarzt 2012; 83: 1600-1608; doi: 10.1007/s00115-012-3680-9 (Abrufdatum: 09.08.2023)S1-Leitlinien Therapie des episodischen und chronischen Kopfschmerzes vom Spannungstyp und anderer chronischer täglicher Kopfschmerzen (Stand: 2020)International Headache Society: Internationale Klassifikation von Kopfschmerzkrankheiten, 3. Auflage – ICHD-3, unter: ichd-3.org (Abrufdatum: 13.12.2023)Diener, H. C.: OnabotulinumtoxinA wirksamer und verträglicher als Topiramat, in: InFo Neurologie + Psychiatrie 2020; 22: 19; doi: 10.1007/s15005-020-1273-x (Abrufdatum: 09.08.2023)Gelbe Liste, unter: www.gelbe-liste.de (Abrufdatum: 16.12.2023)
Von einer chronischen Sinusitis sprechen Ärzte, wenn eine Nasennebenhöhlenentzündung länger als zwölf Wochen besteht. Die Symptome ähneln denen einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung, sind aber meist weniger stark ausgeprägt. Oft behandeln Ärzte eine chronische Sinusitis mit kortisonhaltigen Nasensprays. Auch Hausmittel wie Spülungen mit Kochsalzlösung sind zur Unterstützung empfehlenswert. Lesen Sie hier alles Wichtige zur chronischen Sinusitis!