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  • 04. März 2016 ― Lesezeit: 2 Minuten

    Sicherheit auf den Pisten

    Schifoan is des Leiwandste - so singt Wolfgang Ambros in seinem legendären Pistenhit. Ein Großteil der Österreicher stimmt ihm da sicher zu, schließlich ist Österreich DIE Schifahrernation schlechthin. Aber neben Winterspaß und Hüttengaudi bestimmt leider noch etwas anderes den Alltag auf der Piste: die Unfallgefahr.
    Skifahrer

    Jedes Jahr verunglücken zahlreiche Menschen auf Österreichs Schipisten, etwa 345 Verletzte pro Tag sind in Österreich während der Wintersaison zu verzeichnen. Hauptursache der Unfälle sind mangelnde Fitness und Selbstüberschätzung, die meisten passieren ohne Fremdverschulden. Nur in 6 von 10 Fällen kommt es zu einem Zusammenstoß mit anderen Pistenteilnehmern, der Rest sind Alleinunfälle.

    Zu schnelles Fahren, mangelnde Konzentration und Kraft bilden die größten Risikofaktoren auf der Piste. Vor allem Raser unterschätzen oftmals die Konsequenzen, die ein Unfall bei hoher Geschwindigkeit haben kann: laut einer Analyse des Kuratoriums für Verkehrssicherheit gleicht ein ungebremster Aufprall bei einer Spitzengeschwindigkeit von 80km/h auf etwas Hartes, wie etwa einen Baum, einem Sturz aus dem 8. Stock und ist somit lebensgefährlich.

    Ein paar Zahlen und Fakten: 6 von 10 Schifahrern und 7 von 10 Snowboardern, die verunglücken, sind männlich. Ein Großteil aller Unfälle, nämlich 68%, passiert am Nachmittag. Jedes Jahr sterben etwa 40 Personen auf Österreichs Schipisten bzw im organisierten Schiraum, jeder Vierte davon bei Stürzen bzw. Abstürzen. Auch abseits der Pisten ist Vorsicht geboten: jährlich kommt es zu rund 100 Lawinenunfällen, jeder dritte davon wird durch Fahren im Tiefschnee ausgelöst. Im ungesicherten Schiraum sind Know-how und passende Ausrüstung essentiell, die Gefahr wird oftmals unterschätzt.

    Ganz einfache Maßnahmen sorgen für mehr Sicherheit auf Österreichs Pisten: Regelmäßige Pausen beugen Ermüdung vor. Die passende Schutzausrüstung und vor allem ein Helm reduzieren das Verletzungsrisiko, außerdem sollte die Bindung regelmäßig kontrolliert und eingestellt werden. Rücksichtnahme auf andere Pistenteilnehmer und Abstand beim Überholen helfen, Unfälle vorzubeugen. Über die Pistenregeln informieren auch die Schigebiete vor Ort.

    Mit ein bisschen Vorsicht bleibt Schifahren dann auch weiterhin das Leiwandste, das man sich nur vorstellen kann!

    Quelle: Kuratorium für Verkehrssicherheit, Versicherungsverband Österreich