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05. November 2020 ― Lesezeit: 6 Minuten

Geisterfahrer – was tun? So verhalten Sie sich richtig

„Achtung, auf der A1 Richtung Wien kommt Ihnen ein Geisterfahrer entgegen!“ – eine Meldung, die Unbehagen auslöst. Aber leider auch eine Meldung, die immer wieder vorkommt. Nicht nur auf der A1, sondern in ganz Österreich. Wie verhält man sich in so einer Situation richtig? Wir haben für Sie die wichtigsten Maßnahmen bei einer Geisterfahrermeldung zusammengefasst – und was Sie tun sollten, wenn Sie selbst zum Geisterfahrer werden.
Mann im Auto

Was ist überhaupt ein Geisterfahrer?

Falschfahrer - umgangssprachlich auch "Geisterfahrer" - sind jene Verkehrsteilnehmer, die entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung fahren. Ursachen für das Falschfahren können Alkoholisierung, absichtliches Wenden oder Zurückschieben sowie Verpassen einer Ausfahrt sein.

 

Wie wird man zum Geisterfahrer?

Wie kann das denn bitte passieren? fragen Sie sich vielleicht, wenn Sie an Geisterfahrer denken. Auf der richtigen Spur zu bleiben scheint doch das Logischste auf der Welt zu sein. Tatsächlich kommt es gerade dann zu Geisterfahrten, wenn das Logikvermögen nachlässt: Alkoholisierung ist ein häufiger Grund, warum Lenker zu Geisterfahrern werden. Doch auch Überforderung kann dazu führen, dass man sich plötzlich auf der falschen Spur wiederfindet.

Man glaubt es kaum, aber manche Personen werden mehr oder minder absichtlich zu Geisterfahrern – zum Beispiel, weil die Ausfahrt verpasst oder etwas in der Autobahnraststätte vergessen wurde. Da scheint ein schnelles Wenden oder Zurückschieben vielleicht die effizienteste Lösung. Als „Lösung“ würden wir ein Vorgehen wie dieses, das andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, allerdings nicht bezeichnen. Falls Sie selbst in eine solche Situation geraten, fahren Sie also unbedingt weiter – und nehmen Sie eben erst die nächste Ausfahrt.

 

Was tun bei einer Geisterfahrermeldung?

Gleich vorneweg: Auch wenn der sich plötzlich einschaltende Verkehrsfunk lästig erscheinen mag – hören Sie auf jeden Fall hin und schalten Sie ihn nicht gleich weg! Sonst könnte es Ihnen passieren, dass Sie eine Geisterfahrermeldung verpassen. Und das wäre nicht bloß lästig, sondern gefährlich.

Wenn von einem Geisterfahrer gesprochen wird, vergewissern Sie sich: Ist der Geisterfahrer auf meinem Autobahnbereich? Wird diese Frage mit „ja“ beantwortet, sollten Sie sich unbedingt an folgende Maßnahmen halten:

1. Bleiben Sie ruhig. Das klingt natürlich leichter, als es ist. Doch unüberlegtes Handeln verschlimmert gefährliche Situationen meist nur. Darum gilt: Ruhe bewahren und die folgenden Schritte der Reihe nach durchgehen.

2. Reduzieren Sie das Tempo. Es mag verlockend erscheinen, bei einer Geisterfahrerwarnung an Tempo zuzulegen – schließlich möchte man die Autobahn so schnell wie möglich verlassen. Sollten Sie dabei jedoch auf den Geisterfahrer treffen, steigt mit höherem Tempo auch das Risiko eines schweren Unfalls.

3. Schalten Sie die Alarmblinkanlage an. So warnen Sie andere Verkehrsteilnehmer – und den Geisterfahrer selbst, wenn er Ihnen entgegenkommt.

4. Überholen Sie nicht. So reduzieren Sie das Risiko, dass Sie sich plötzlich auf derselben Spur wie der Geisterfahrer wiederfinden.

5. Halten Sie ausreichend Abstand zum Vordermann. Wenn dem Fahrer vor Ihnen der Geisterfahrer entgegenkommt und er zu einer plötzlichen Bremsung gezwungen wird, sind Sie so auf der sicheren Seite.

6. Suchen Sie, wenn möglich, einen Parkplatz auf. Lassen Sie dort das Radio an und warten Sie, bis Entwarnung gegeben wurde.

 

Ich habe einen Geisterfahrer gesehen – was kann ich tun?

Einem Geisterfahrer selbst zu begegnen – das ist meist ein Schock. Doch auch wenn Sie sich stark gestresst fühlen, sollten Sie unbedingt die zuständige Behörde informieren. So schützen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Zusätzlich zu den oben genannten Maßnahmen gilt daher Folgendes:

1.  Alarmieren Sie die Autobahnmeisterei. Fahren Sie dazu an den Fahrbahnrand, sobald Sie die nächste Notrufsäule sehen – so wird der genaue Standort automatisch ermittelt.

2. Wenn Sie den Notruf mit dem Handy durchgeben: Achten Sie auf die genauen Autobahnkilometer, damit der Abschnitt präzise lokalisiert werden kann.

3. Versuchen Sie auf keinen Fall, den Geisterfahrer zu stoppen. Begeben Sie sich nicht selbst in Gefahr – überlassen Sie dieses Unterfangen der zuständigen Exekutive.

 

Ich bin selbst als Geisterfahrer unterwegs – was jetzt?

Nicht nur die Begegnung mit einem Geisterfahrer ist eine Stresssituation. Noch schlimmer kann es sich anfühlen, wenn Sie feststellen, dass Sie selbst zum Geisterfahrer geworden sind. Auch hier gilt: Ruhe bewahren und die richtigen Maßnahmen setzen. Um die Unfallgefahr zu reduzieren, halten Sie sich an die folgenden Schritte:

1. Reduzieren Sie Ihr Tempo. So geben Sie sich selbst und anderen Verkehrsteilnehmern mehr Zeit, um im Falle des Falles rechtzeitig zu reagieren.

2. Schalten Sie die Warnblinkanlage an. Damit senden Sie ein Warnsignal aus, das herankommende Fahrzeuge zur Vorsicht mahnt.

3. Kreuzen Sie niemals die Fahrbahn. In Stresssituationen neigt man zu unbedachten Handlungen – und kann so leicht ein entgegenkommendes Fahrzeug übersehen.

4. Versuchen Sie nicht, zu wenden. Das Risiko, herankommende Fahrzeuge zu gefährden, ist dabei zu groß. Schalten Sie daher auch nicht in den Rückwärtsgang, um die Autobahn zu verlassen.

5. Fahren Sie an den nächstgelegenen Fahrbahnrand. Steigen Sie dort aus und suchen Sie hinter der Leitplanke Schutz – so können Sie sicher auf das Eintreffen der Exekutive warten.

Wenn Sie die hier beschriebenen Maßnahmen im Kopf behalten, können Sie das Unfallrisiko bei einer Geisterfahrerwarnung zwar nicht vollständig ausschalten, doch Sie sind auf jeden Fall um einiges sicherer unterwegs. Was Sie tun sollten, wenn doch ein Unfall passiert? Das verraten wir Ihnen hier in unserem Blog.

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