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  • 12. Februar 2026 ― Lesezeit: 5 Minuten

    BookTok – warum lesen wieder sexy ist

    Lesekrise? Dank BookTok Schnee von gestern. Während die einen noch über den Tod des Buches philosophieren, stapeln sich unter #BookTok meterhoch Romane auf Nachttischen. Romance und Fantasy boomen bei der Gen Z. Und das ist mehr als nur ein Trend.

    Das Comeback des Buches

    Wer auf TikTok durch BookTok scrollt, sieht keine verstaubten Bibliotheken. Sondern Influencer, die Bücher umarmen, beim Lesen weinen und Dinge sagen wie: „Dieses Buch hat mich zerstört" – und das völlig unironisch meinen.

    BookTok hat geschafft, was Deutschlehrer:innen seit Jahren versuchen: Lesen wieder cool zu machen. Nicht durch Zwang, sondern durch etwas viel Simpleres – echte Gefühle. Bücher sind plötzlich wieder relevant. Emotional aufgeladen. Ein Statement. Weder verstaubt noch langweilig. Eher ein wohltuender Vibe, der Rückzugsorte aus dem Alltag schafft.

     

    Book waaaas - Worum geht’s bei BookTok?

    BookTok ist keine Literaturkritik. Es geht nicht um Sprachstil, Metaphern, Symbolik – wie im Deutsch-Unterricht. BookTok ist pure Emotion. Tränen. Gänsehaut. Es geht um dieses eine Buch, das dich nachts um drei noch wachhält, weil du wissen musst, wie es ausgeht.

    Hier werden Bücher nicht analysiert – sie werden gefühlt. Cover werden inszeniert wie Streetwear-Drops. Bücherregale werden zu ästhetischen Moodboards. Menschen filmen sich beim Weinen über fiktionale Charaktere. Und das ist komplett okay.

    Auf BookTok zählen keine großen Namen oder Literaturpreise. Hier funktioniert alles über Nähe. Jemand schaut in die Kamera und sagt: „Trust me." Ein 15-Sekunden-Clip reicht, und ein Buch wird über Nacht zum Phänomen. 

     

    Good to know: Zahlen und Fakten

    • 370 Milliarden Views weltweit (Stand 2025)
    • Über 52–63 Millionen Videos unter #BookTok
    • 900.000 neue Posts allein aus dem DACH-Raum in 2024
    • 48 % der TikTok-User:innen lesen mehr – wegen BookTok

     

    10 BookTok Bestseller, die gerade alle lesen

    • Rebecca Yarros · Fourth Wing
    • Sarah J. Maas · Das Reich der sieben Höfe
    • Julie Johnson · The Wind Weaver
    • Carissa Broadbent · Daughter of No Worlds
    • Leigh Rivers · Little Stranger
    • Mercedes Ron · Culpa Mía
    • Liz Tomforde · Rewind It Back
    • Lilly Lucas · This Could Be Forever
    • Suzanne Collins · Die Tribute von Panem
    • Caroline Wahl · 22 Bahnen

    Warum BookTok so viele abholt

    BookTok trifft einen Nerv, weil es genau da ansetzt, wo viele von uns feststecken: im Dauer-Scroll. Zwischen Reels, Bad News und dem ständigen Druck, erreichbar zu sein, ist Lesen eine willkommene Pause. Ein Buch verlangt Aufmerksamkeit, aber keine sofortige Reaktion. Keine Likes, kein Kommentar-Stress. Nur eine Geschichte – und Zeit, die sich wieder nach deiner anfühlt.

    Für viele wird Lesen zum Safe Space. Ein Ort, an dem man verschwinden darf, ohne sich erklären zu müssen. BookTok macht diesen Rückzugsort sichtbar und zeigt: Du bist nicht allein. 

    Gleichzeitig entsteht Community – ohne toxischen Leistungsdruck. Man teilt, was berührt hat. Man empfiehlt weiter, was geholfen hat. Für eine Generation, die zwischen Klimaangst, Zukunftsunsicherheit und dem Wunsch nach echten Momenten navigiert, ist das enorm wichtig.

    Was BookTok wirklich verändert

    BookTok demokratisiert, was gelesen wird. Queere Perspektiven, diverse Stimmen, Nischen-Genres, Debüts – alles findet plötzlich Publikum. Empfehlungen laufen nicht mehr über angestaubte Feuilletons oder Gatekeeping-Bestsellerlisten, sondern über echte Begeisterung.

    Auch Lesen selbst wird entstaubt. Bücher dürfen berühren, überfordern, trösten. Sie müssen nicht „wichtig" sein. Die Klassiker, die man angeblich gelesen haben muss? BookTok sagt: Es gibt nicht die eine richtige Art zu lesen. Sondern tausend Wege, Geschichten zu entdecken.

     

    Dein Einstieg als BookTok-Creator – so findest du deine Stimme

    Perspektive ist wichtiger als Perfektion

    Du musst nicht alle Bücher kennen. Nur die, über die du wirklich was zu sagen hast.

    Emotion schlägt Expertise

    Niemand will perfekte Analysen. Sag, was ein Buch mit dir gemacht hat.

    Die ersten 3 Sekunden entscheiden

    Starte mit einem Satz, der neugierig macht oder emotional kickt.

    Zeigen, nicht erklären

    Cover, Markierungen, Lieblingsstellen – schaff visuelle Nähe.

    Sei du selbst – und das konsequent

    Dein Ton, dein Humor, deine Ehrlichkeit sind wichtiger als jedes Setup.

    Interaktion ist alles

    BookTok lebt vom Austausch. Kommentiere und reagiere auf Videos.

    Hab ein klare Meinung

    Auch wenn sie kritisch ist. Authentizität ist wichtiger, als dem nächsten Hype hinterherzujagen.

     

    Ein leiser Ort in einer lauten Welt

    Vielleicht ist das Wichtigste, das BookTok uns gerade zeigt, nicht ein bestimmtes Buch oder ein neuer Trend. Sondern die Erinnerung daran, dass Lesen etwas zutiefst Persönliches ist. Ein Moment, der keinem Algorithmus gefallen muss. Der keinem Vergleich standhalten muss. Der einfach nur dir gehört.

    Du darfst Bücher langsam lesen. Oder gar nicht zu Ende lesen. Du darfst Bücher lieben oder sie weglegen, wenn sie dir nichts geben. Lesen ist kein Wettbewerb. Keine Leistungs-Abfrage. Kein Beweis für irgendwas.

    In einer Welt, die ständig lauter wird, ist Lesen vielleicht einer der letzten Orte, an dem du einfach nur sein darfst. Ohne Erwartungen. Ohne Druck. Nur du und eine Geschichte.

    Und genau das macht es so wertvoll.

     

    05. Februar 2026 ― Lesezeit: 5 Minuten
    Kleidung upcyceln: DIY-Ideen, für stylische Unikate

    Aus Alt mach Wow! Upcycling-Fashion ist längst vom Nischen-Hobby zur It-Bewegung aufgestiegen – und das aus gutem Grund. Aus einer abgetragenen Vintage-Jeans wird eine hippe Short. Mamas alte Lederjacke aus den 80er-Jahren? Verwandelt sich mit Nadel & Faden in eine Crossbody Bag, die jeden Look veredelt. Ein Trend, der nicht nur Spaß macht, sondern auch Ressourcen schont und deinen CO2-Fußabdruck verkleinert.

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