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  • 05. Juli 2023 ― Lesezeit: 9 Minuten

    Selbstbehalt bei Versicherungen: Was bedeutet das?

    Selbstbehalt ist ein typischer Begriff, der in der Versicherungswelt häufig verwendet wird. Es handelt sich dabei um den Betrag, den Versicherungsnehmer im Schadensfall selbst tragen müssen, bevor die Versicherung die Kosten übernimmt. Die GRAWE erklärt das Konzept des Selbstbehalts bei Versicherungen, damit Sie die Vor- und Nachteile kennen und einen passenden Selbstbehalt für Ihre individuellen Bedürfnisse wählen können.

    Selbstbehalt: Die Bedeutung

    Beim Selbstbehalt handelt sich um einen vereinbarten Teil der Schadenssumme, den der Versicherte aus eigener Tasche zahlen muss. Er dient dazu, die Versicherungsprämien niedrig zu halten und Versicherte zu animieren besser auf die versicherten Sachen aufzupassen. Der Selbstbehalt kann je nach Art der Versicherung und Vertrag unterschiedlich hoch sein und sowohl in fixer Höhe als auch prozentual vom Schaden festgelegt werden.

     

    Arten von Selbstbehalt

    Bei Versicherungen gibt es verschiedene Arten von Selbstbehalten, die je nach Art der Versicherung und Vertrag variieren können.

    Hier sind einige gängige Arten:

    • Fixer Selbstbehalt: Hier wird ein fester Betrag festgelegt, den der Versicherungsnehmer im Schadensfall selbst tragen muss. Zum Beispiel kann ein fixer Selbstbehalt von 100 Euro vereinbart werden, was bedeutet, dass der Versicherungsnehmer die ersten 100 Euro eines Schadens selbst zahlen muss.
    • Prozentsatz-Selbstbehalt: Anstelle eines festen Betrags wird ein Prozentsatz des Schadens als Selbstbehalt festgelegt. Zum Beispiel kann ein Selbstbehalt von 10 % bedeuten, dass der Versicherungsnehmer 10 % der Schadenssumme selbst tragen muss.
    • Mix aus fixem und prozentualem Selbstbehalt: Auch diese Form der Selbstbeteiligung ist relativ häufig. Hier wird ein Mix vereinbart – zum Beispiel 10 % Selbstbeteiligung, mindestens jedoch 500 Euro.
    • Staffel-Selbstbehalt: Hierbei wird der Selbstbehalt gestaffelt, je nach Höhe des Schadens. Zum Beispiel kann ein Staffel-Selbstbehalt von 100 Euro für Schäden bis 500 Euro und 200 Euro für Schäden über 500 Euro vereinbart werden.
    • Zeitraum-Selbstbehalt: Bei einigen Versicherungen kann ein zeitlich gebundener Selbstbehalt gelten, bei dem der Versicherungsnehmer für Schäden innerhalb eines bestimmten Zeitraums, z. B. innerhalb eines Jahres, Selbstbehalt zahlen muss.

    Außerdem unterscheidet man einen generellen Selbstbehalt, der bei allen Arten von Schäden anfällt, und einen eingeschränkten Selbstbehalt, der nur bei bestimmten Schadensereignissen anfällt. Es ist daher wichtig, die genauen Bedingungen des Selbstbehalts im Versicherungsvertrag zu prüfen.

     

    Auswirkung einer Selbstbeteiligung auf den Preis der Versicherung

    Der Selbstbehalt ist ein wichtiger Faktor, der den Preis einer Versicherung maßgeblich beeinflussen kann. Die Höhe der Selbstbeteiligung kann von Versicherung zu Versicherung variieren und wird in der Regel bei Vertragsabschluss festgelegt.

    Grundsätzlich gilt: Je höher die vereinbarte Selbstbeteiligung ist, desto niedriger sind in der Regel die Versicherungsprämien.

    Der Grund dafür liegt darin, dass Versicherungen bei einer höheren Selbstbeteiligung weniger Risiko tragen, da ein Teil der Kosten vom Versicherungsnehmer übernommen wird. Dadurch können sie die Prämien entsprechend senken.

    Es ist jedoch wichtig, die Auswirkungen einer höheren Selbstbeteiligung sorgfältig abzuwägen. Einerseits können niedrigere Versicherungsprämien verlockend sein, andererseits bedeutet eine höhere Selbstbeteiligung, dass man im Schadensfall mehr aus eigener Tasche zahlen muss. Daher ist es ratsam, die individuelle finanzielle Situation und das persönliche Risikoprofil sorgfältig zu bewerten, bevor man sich für eine bestimmte Höhe der Selbstbeteiligung entscheidet.

    In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, eine moderate Selbstbeteiligung zu wählen, um die Versicherungsprämien etwas zu reduzieren, ohne dabei ein zu hohes finanzielles Risiko einzugehen. Es ist empfehlenswert, sich bei der Entscheidung über die Selbstbeteiligung von einem GRAWE-Versicherungsexperten in Ihrer Nähe beraten zu lassen, um die beste Balance zwischen Prämienhöhe und individueller Absicherung zu finden.

     

    Häufig gestellte Fragen zum Selbstbehalt:

    Wie viel Selbstbehalt ist sinnvoll?

    Die Frage nach der sinnvollen Höhe des Selbstbehalts hängt von verschiedenen Faktoren ab und ist individuell zu betrachten. Es gibt jedoch einige Überlegungen, die bei der Festlegung eines angemessenen Selbstbehalts helfen können:

    • Finanzielle Situation: Berücksichtigen Sie Ihre finanzielle Lage und Ihre Möglichkeiten, einen bestimmten Betrag im Schadensfall selbst zu tragen. Ein zu hoher Selbstbehalt könnte zu einer finanziellen Belastung führen, während ein zu niedriger Selbstbehalt zu höheren Versicherungsprämien führen könnte.
    • Risikobereitschaft: Überlegen Sie, wie risikobereit Sie sind. Ein höherer Selbstbehalt kann zu niedrigeren Versicherungsprämien führen, bedeutet aber auch, dass Sie im Schadensfall einen größeren Teil der Kosten selbst tragen müssen.
    • Versicherungskosten: Prüfen Sie, wie sich die Höhe des Selbstbehalts auf die Versicherungsprämien auswirkt. In einigen Fällen können höhere Selbstbehalte zu erheblichen Kosteneinsparungen führen, während niedrigere Selbstbehalte zu höheren Prämien führen können.
    • Art der Versicherung: Unterschiedliche Arten von Versicherungen haben unterschiedliche Selbstbehaltsregelungen. Informieren Sie sich über die gängigen Selbstbehalte Ihrer gewünschten Versicherung und vergleichen Sie die Vor- und Nachteile.
    • Persönliche Faktoren: Wenn Sie beispielsweise ein teures Fahrzeug besitzen, kann ein niedrigerer Selbstbehalt in der Kfz-Versicherung sinnvoll sein, um im Schadensfall höhere Reparaturkosten abzudecken.

    Konsultieren Sie bei Bedarf einen GRAWE-Versicherungsexperten, der Sie bei der Entscheidung unterstützen kann, welcher Selbstbehalt für Ihre individuelle Situation angemessen ist.

     

    Welche Versicherungen mit Selbstbehalt gibt es?

    Es gibt verschiedene Arten von Versicherungen, bei denen ein Selbstbehalt vereinbart werden kann. Hier sind einige Beispiele:

    • Kfz-Versicherung: Bei der Kfz-Kasko Versicherung wird in der Regel ein Selbstbehalt für Schäden am eigenen Fahrzeug festgelegt. Im Falle eines Unfalls oder einer Beschädigung trägt der Versicherungsnehmer einen vereinbarten Betrag selbst.
    • Eigenheim- & Haushaltsversicherung: Bei der Eigenheim- & Hausratversicherung kann ein Selbstbehalt für Schäden am Gebäude oder an den eigenen Haushaltsgegenständen vereinbart werden. Der Versicherungsnehmer trägt einen Teil der Kosten selbst, wenn beispielsweise durch einen Einbruch oder einen Brand Schäden entstehen.
    • Reiseversicherung: Bei der Reiseversicherung kann ein Selbstbehalt für medizinische Kosten im Ausland vereinbart werden.
    • Unfallversicherung: Bei der der Unfallversicherung kann ein Selbstbehalt vereinbart werden, der z. B. bei Krankenhauskosten zum Tragen kommt.
    • Haftpflichtversicherung: Bei der Haftpflichtversicherung hingegen ist ein Selbstbehalt eher die Ausnahme.

    Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Versicherungen automatisch einen Selbstbehalt beinhalten. Bei Bedarf können Sie gerne eine Beratung durch einen GRAWE-Versicherungsexperten in Anspruch nehmen.

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