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    Gefahr Badespaß: Ertrinken ist zweithäufigste tödliche Unfallursache für Kinder

    04. Juli 2019

    Ob Planschbecken, See, Pool oder Badewanne: Kinder spielen mit Begeisterung am und im Wasser! Für Erwachsene eine Herausforderung, denn schon ein kurzer unbeaufsichtigter Moment kann für die Kleinen Lebensgefahr bedeuten. Anlässlich des diesjährigen Tages der Sicherheit macht die Vereinigung der Österreichischen Länderversicherer – darunter die Grazer Wechselseitige Versicherung – auf diese Thematik aufmerksam. Mit der Aktion „Sicherer Badespaß!“ sollen Eltern und Aufsichtspersonen für die Gefahren am und im Wasser sensibilisiert werden.

     

    So groß ist die Gefahr durch Ertrinken

    Wussten Sie, dass Ertrinken in Österreich die zweithäufigste tödliche Unfallursache bei Kindern ist? Besonders bedenklich: 90 Prozent aller Ertrinkungsunfälle passieren im unmittelbaren Umfeld von Erwachsenen. Schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit kann lebensgefährlich sein. Ertrinken passiert rasch und lautlos, Ertrinkende können meist nicht mehr um Hilfe rufen. Kleinkinder sind aufgrund des sogenannten „Todstellreflexes“ besonders gefährdet: gerät ihr Gesicht unter Wasser, verharren sie reglos und können den Kopf nicht mehr heben. Nach drei Minuten unter Wasser können bereits schwere Gehirnschäden auftreten, Behinderungen sind oftmals die Folge. Deshalb gilt für alle Aktivitäten am und im Wasser: Aufmerksamkeit schützt das Leben Ihres Kindes!

     

    Private Pools als Gefahr

    Jeder fünfte Ertrinkungsunfall endet tödlich, und viele Kinder müssen infolge des Ertrinkungsunfalls mit einer schweren geistigen Behinderung leben.

    Fast die Hälfte aller Ertrinkungsvorfälle passiert in öffentlichen Schwimmbädern oder Seen, rund ein Viertel im eigenen Pool. Danach folgen Flüsse und Teiche/Biotope. Betrachtet man die tödlichen Ertrinkungsunfälle, sind dabei private Pools und Flüsse an erster Stelle. Auf sie entfallen je 30 Prozent der tödlichen Unfälle.

    In öffentlichen Schwimmbädern ist die Überlebensrate nach einem Ertrinkungsunfall relativ hoch, weil das zu ertrinken drohende Kind oftmals rasch bemerkt beziehungsweise aufgefunden wird. Außerdem gibt es hier meist eine effiziente Rettungskette. In privaten Pools hingegen wird das Kind oft spät bemerkt. Auch sind die Erste-Hilfe-Kenntnisse der Aufsichtsperson meist mangelhaft.

    Quelle: Fokusreport des Forschungszentrums für Kinderunfälle des Vereins Große schützen Kleine (http://grosse-schuetzen-kleine.at/wp-content/uploads/2018/06/Fokusreport-Ertrinken-2018.pdf)

     

    Sicherer Badespaß

    Mit dem gemeinsamen Tag der Sicherheit wollen die österreichischen Länderversicherer einen Beitrag leisten, um das Leben unserer Kleinsten sicherer zu machen. Vor diesem Hintergrund liegen in allen 36 Kundencentern der GRAWE in der Steiermark Informationsfolder „Sicherer Badespaß“ auf. Mag. Klaus Scheitegel, GRAWE Generaldirektor, gibt zu bedenken: „Leider ist es keine Selbstverständlichkeit mehr, dass Kinder frühzeitig schwimmen lernen. Dabei sollten sie so früh wie möglich, am besten ab 4 Jahren, einen Schwimmkurs besuchen. Schließlich ist Schwimmen können der beste Schutz gegen Ertrinken! Und niemand will sein Kind absichtlich einer Gefahr aussetzen – aber Unaufmerksamkeit hat im Alltag oft grausame Konsequenzen. Gerade deshalb möchten wir das Sicherheitsbewusstsein bei den Eltern stärken.“

     

    Tipps für sicheren Badespaß:

    • Behalten Sie Kinder immer im Auge, kleine Kinder müssen stets in Reichweite sein.
    • Ist Ihr Kind verschwunden, suchen Sie zuerst am und im Wasser – bei einem Ertrinkungsunfall zählt jede Minute!
    • Achtung: Für Babys und Kleinkinder kann bereits eine Wassertiefe von weniger als 10 cm zur tödlichen Gefahr werden.
    • Sichern Sie Pools, Biotope und Schwimmteiche am besten mit einem 1,5 m hohen Zaun und einer selbstschließenden Tür.
    • Entleeren Sie Planschbecken usw. nach Gebrauch – auch geringe Wassertiefen sind gefährlich.
    • Schwimmflügel oder -reifen, Luftmatratzen, aufblasbare Schwimmtiere oder ähnliches sind Schwimmhilfen, bieten aber keinen Schutz vor dem Ertrinken.
    • Vergewissern Sie sich vorab, ob Kinder, die Sie mitbetreuen, tatsächlich sicher schwimmen können.
    • Natürliche Gewässer wie das Meer, Seen oder Flüsse bergen zusätzliche Gefahren wie beispielsweise Strömungen. Machen Sie Ihre Kinder darauf aufmerksam!
    • Aufsichtspersonen sollten einen Kindernotfallkurs absolvieren, um im Ernstfall schnell und richtig reagieren zu können.

     

    Vereinigung der Österreichischen Länderversicherer und ihr Tag der Sicherheit

    Die Vereinigung ist das Netzwerk der sechs in Österreich tätigen Länderversicherer (Grazer Wechselseitige Versicherung, Kärntner Landesversicherung, Niederösterreichische Versicherung, Oberösterreichische Versicherung, Tiroler Versicherung und Vorarlberger Landesversicherung). Gemeinsam beschäftigen die Unternehmen rund 3.600 MitarbeiterInnen in sechs Zentralen und betreuen rund 1,6 Mio. KundInnen mit über 6,4 Mio. Verträgen. Mit dem bereits zum 14. Mal stattfindenden Tag der Sicherheit setzen die Österreichischen Länderversicherer ein Zeichen für mehr Sicherheit im Land.

     

    Rückfragen:

    Mag. (FH) Karin Taferner-Bauer, Kommunikation und Marketing, Grazer Wechselseitige Versicherung AG, Tel.: 0316/8037-6430, E-Mail: karin.taferner-bauer@grawe.at