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Wussten Sie, dass ... ?

 
 


Wussten Sie, dass in Österreich derzeit etwa 6,7 Mio. Kraftfahrzeuge zum Verkehr zugelassen sind, Tendenz noch immer steigend?
2015 waren in Österreich laut Statistik Austria rund 6,54 Mio. Kraftfahrzeuge zum Verkehr zugelassen, davon etwa 4,75 Mio. Pkw (72,5%), etwa 483.000 Motorräder und 53.000 Lkw. Mit 640 Pkw je 1.000 Einwohner wies das Burgenland den höchsten Motorisierungsgrad aller Bundesländer auf, gefolgt von Niederösterreich (627), Kärnten (613), Oberösterreich (608) sowie der Steiermark (585), Salzburg (546), Vorarlberg (526) und Tirol (520). Wien, zu Beginn der 1970er Jahre noch führend, lag 2015 mit 373 Pkw je 1.000 Einwohner im Bundesländer-Ranking an letzter Stelle – zurückzuführen vor allem auf die überdurchschnittlich gute Verfügbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln. Österreichweit kamen 2015 im Durchschnitt 546 Pkw auf 1.000 Einwohner. Der hohe Anstieg an Motorisierung zeigt auch den steigenden Wohlstand in unserem Land: Waren es 1960 noch bescheidene 1,3 Mio. Fahrzeuge, stieg die Zahl bis 1970 auf 2,2 Mio. Im Jahr 1980 waren in Österreich bereits 3,4 Mio. Kfz zugelassen, 1990 über 4,2 Mio. und 2000 gab es 5,6 Mio. Kraftfahrzeuge.
 
Wussten Sie, dass sich die Zahl der Neuzulassungen elektrisch betriebener PKW 2016 in Österreich mehr als verdoppelt hat?
Von Jänner bis November 2016 wurden laut Statistik Austria 303.942 Personenkraftwagen (Pkw) neu zum Verkehr zugelassen. Die Neuzulassungen von Diesel-Pkw (Anteil: 57,0%) konnten im Berichtszeitraum um 5,0% auf 173.347 Stück zulegen; Benzin-Pkw (Anteil: 40,3%) erreichten mit einem Zuwachs von 6,0% 122.349 Neuzulassungen. Die Zahl der Neuzulassungen elektrisch betriebener Pkw konnte sich mit 3.604 Stück mehr als verdoppeln (+133,1%), damit liegt der Wert im 1. Halbjahr bereits deutlich über dem Gesamtjahreswertes des Jahres 2015 (1.677 Stück). Der Anteil von privaten Elektro-Pkw-Nutzern (14,3%) liegt noch deutlich unter jenem der firmen-genutzten Elektro-Pkws (85,7%), im 1. Halbjahr 2015 lag das Anteilsverhältnis bei 25,2% zu 74,8%.
Österreich ist EU-weiter Spitzenreiter bei neu zugelassenen Elektroautos. In Österreich ist der Anteil der Batterie-elektrischen Pkw mit 1,2 Prozent drei Mal so hoch wie im EU-Schnitt und vier Mal so hoch wie in Deutschland. Innerhalb Österreichs hat der Bezirk Waidhofen/Thaya (NÖ) den höchsten E-Pkw-Anteil, so der VCÖ in einer Aussendung. Demnach wurden in dem Waldviertler Bezirk heuer mehr E-Pkw neu zugelassen als in ganz Polen. An zweiter Stelle liegt Wien Innere Stadt mit 3,9 Prozent vor dem Bezirk Bregenz mit 3,1 Prozent.
 
Wussten Sie, dass in Lappland zur Erhöhung der Verkehrssicherheit das Geweih von Rentieren mit reflektierender Farbe besprüht wird?
Im Kampf gegen die hohe Zahl von Verkehrsunfällen mit Rentieren setzt man in Lappland jetzt tatsächlich auf Leuchtfarbe! In einem Test wurden in der nordfinnischen Region Rovaniemi die Geweihe von 20 Rentieren mit reflektierender Farbe besprüht. Das Leuchten soll die Tiere von weitem sichtbar machen. Der Spray strahlt nur, wenn Licht auf die Tiere fällt. Getestet wurden eine haltbare Leuchtfarbe für die Geweihe und ein abwaschbarer Spray für das Fell. Sollte sich die Farbe im Test bewähren, soll der Spray auf sämtlichen Rentieren der Region eingesetzt werden. In Finnland sterben nach Angaben der dortigen Züchtervereinigung rund 4.000 Rentiere bei Verkehrsunfällen. In Österreich gibt es jährlich mehr als 77.000 Wildunfälle. Und in den USA wurden von Mitte 2011 bis Mitte 2012 gar mehr als eine Million Zusammenstöße zwischen Hirschen und Autos registriert.

Wussten Sie, dass in Abu Dhabi das Nummernschild mit der Nummer 1 einen Rekordpreis von fast 10 Millionen Euro erzielt hat?
Autokennzeichen sind in Dubai Prestige: Je weniger Ziffern auf dem Nummernschild, desto teurer. Die einzelne „1“ war Said Abu Dhabi, ein Geschäftsmann in den Vereinigten Arabischen Emiraten, viel wert. Für umgerechnet fast zehn Millionen Euro hat er das Autokennzeichen mit der Nummer „1“ ersteigert. Für die Veranstalter war die Auktion insgesamt ein voller Erfolg, denn reiche Scheichs hatten sich daran beteiligt und Beträge in Millionenhöhe bezahlt. Für diese Superreichen ist der Preis für niedrige Autokennzeichen aber nur eine kleine Summe im Vergleich zu den Anschaffungskosten der zumeist teuren Sportwagen, die diese Kennzeichen dann tragen.
 
Wussten Sie, dass es in Stockholm eine Radarfalle gibt, die unter Fahrern, die mit der richtigen Geschwindigkeit fahren, das Geld der regulären Blitzereinnahmen verlost?
Die Menschen in Schweden scheinen wahrlich begeisterte Lotteriefans zu sein, denn in der schwedischen Hauptstadt Stockholm können die Menschen sogar per Gaspedal ihr Glück auf einen Geldgewinn versuchen. Wie das geht? An einer viel befahrenen Straße wurde ein Blitzer-Automat aufgestellt, der jedes vorbeifahrende Auto blitzt – unabhängig davon, ob zu schnell gefahren wurde oder nicht. Überschreitet der Fahrer das erlaubte Tempo, wird wie üblich ein Bußgeld fällig und Teile dieser eingegangenen Bußgelder werden in einen Topf geworfen und per Lotterie ausgeschüttet – damit haben alle Autofahrer, die korrekt gefahren sind, die Chance auf einen Geldgewinn. Das System zeigt Wirkung, der Anteil der Raser ging merklich zurück.
 
Wussten Sie, dass unser Gehirn uns einen Streich spielt, indem Autoräder in Filmen manchmal scheinbar rückwärts laufen?
Der Effekt der sich scheinbar rückwärtsdrehenden Räder lässt sich übrigens nicht nur im Film beobachten. Die Trägheit unseres Auges gaukelt uns manches Mal eine Bewegung vor, die gar nicht existiert. Denn die Lichtsinneszellen unserer Netzhaut können Einzelbilder mit einer Wiederholungsfrequenz von mehr als etwa 20 Bildern pro Sekunde nicht mehr getrennt auflösen. Das Gehirn interpretiert die Veränderung des Gesehenen als Bewegung. Und so entsteht „Film“: Es handelt sich also um lauter Einzelbilder, die allein durch schnellen Wechsel den Eindruck einer Bewegung suggerieren. Üblicherweise sind es beim Film 25 Bilder pro Sekunde.
Doch manchmal ist diese Interpretation bei „sich drehenden“ Rädern schlichtweg falsch – und schuld daran ist eine stroboskopische Täuschung: Dreht sich das Rad nämlich gerade so schnell, dass die Filmkamera immer dann ein Bild aufnimmt, wenn die Speichen des Rades die gleiche Stellung einnehmen wie bei dem Einzelbild zuvor, dann sieht es so aus, als ob das Rad stillsteht. Dreht es sich hingegen ein wenig schneller, dann erkennt man scheinbar eine sehr langsame Vorwärtsbewegung -  und bei etwas geringerer Abrollgeschwindigkeit wirkt es für uns sogar, als liefe das Rad rückwärts. Den langen Weg rechtsherum zieht unser Gehirn hier gar nicht erst in Betracht.
Wenn die Wahrnehmung es zulässt, geht das Gehirn also immer davon aus, dass sich Dinge langsam bewegen!

Wussten Sie, dass die tiefstehende Sonne im Winter das Unfallrisiko ganz erheblich erhöht?
Tiefstehende Sonne erhöht das Unfallrisiko für Autolenker deutlich, wie Experten des deutschen TÜV festgestellt haben. Denn im Herbst und Winter blenden die in flachem Winkel auftreffenden Sonnenstrahlen Autofahrer erheblich. Und dies beeinträchtigt das Reaktionsvermögen deutlich. Besonders gefährlich sind in diesem Zusammenhang verschmutzte Windschutzscheiben, die ob der entstehenden Reflexionen den Fahrer
zusätzlich behindern.
Auch die Lichtzeichen von Ampeln sind bei tiefstehender Sonne extrem schwer erkennbar: Häufig ist bei gleißendem Licht vor Ampeln nicht zu erkennen, ob sie grün oder rot aufleuchten. Da hilft es nur, vorsichtig an die Kreuzung heranzufahren und notfalls anzuhalten, um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden. Denn wenn es kracht, hilft die Ausrede einer blendenden Sonne nicht. Im Gegenteil: Gerichte und auch Versicherungen werten in der Regel ein solches Fehlverhalten als grobe Fahrlässigkeit. Und das kann den Kaskoschutz kosten.

Wussten Sie, dass eine Windschutzscheibe tatsächlich zerspringen kann, wenn sie im Winter mit kochendem Wasser aufgetaut wird?
Auf den Parkplätzen sieht man im Winter die verschiedensten Versionen und genialen Einfälle, die dick vereisten Fensterscheiben der Autos vom Eis zu befreien. Doch Vorsicht: Manche Versuche können im Blindflug oder in der Werkstatt enden!
Wer zum Beispiel glaubt die Eisschicht mit heißem Wasser auftauen zu müssen riskiert, dass es auf der kalten Scheibe zum noch dickeren Eispanzer beiträgt. Im schlimmsten Fall kann die tiefgekühlte Scheibe beim Kontakt mit dem heißen Wasser in tausend Teile zerspringen. Eine Zeitung auf der Windschutzscheibe zum Eisabhalten ist ebenfalls keine besonders gute Idee; wird sie durch Schneeregen oder geschmolzenen Schnee zuerst nass, friert das Druckwerk an der Scheibe fest, und es gelingt selbst geduldigen Menschen kaum, sie wieder komplett abzuschaben.
Am besten gegen Vereisung der Scheiben hilft immer noch der gute alte Eiskratzer, am schnellsten geht es mit einer Schutzfolie – da beugt man dem Frost auf der Scheibe einfach vor. Bei geringer Vereisung der Scheibe kann auch ein Enteiser-Spray ein gutes Hilfsmittel sein.

Wussten Sie, dass das erste Autorennen der Welt bereits im Jahr 1894 in Frankreich ausgetragen wurde?
Sagenhafte 20 Stundenkilometer Spitze und ein ausgedehnter Lunch auf halber Strecke: Beim ersten Autorennen der Welt 1894 ging es vergleichsweise noch gemütlich zu.
Jener nervenzerfetzende Wettbewerb am 22. Juli 1894, die Fahrt von Paris nach Rouen, wird als Geburtsstunde des Motorsports gefeiert.
Dabei handelte es sich in Wirklichkeit gar nicht um einen Geschwindigkeitscontest, sondern um eine sogenannte Zuverlässigkeitsfahrt. Denn laut Ausschreibung gebührten die 5000 Francs Preisgeld nicht dem schnellsten Fahrer, sondern demjenigen, der "das ungefährlichste, am leichtesten zu bedienende und billigste Gefährt" präsentierte.

Wussten Sie, dass Sie 15m im Blindflug fahren wenn Sie wegen der tiefstehenden Sonne bei 50 km/h für eine Sekunde die Augen schließen?
So sehr man sich über Prachtwetter im Spätherbst oder Winter auch freuen mag: Wer kennt nicht auch gleichzeitig das unangenehme Gefühl einer Autofahrt genau in die tiefstehende Sonne hinein – Sonnenblende hin, Sonnenbrille her?
Denn wer z.B. bei 50 km/h nur für eine Sekunde die Augen schließt, legt rund 15 Meter im absoluten Blindflug zurück. Und wer versehentlich direkt in die Sonne schaut, ist für kurze Zeit nahezu blind. Die Augen brauchen dann immer ein paar Minuten, um sich vollständig zu regenerieren. Dies erhöht das Unfallrisiko deutlich, wie Unfallstatistiken belegen
 
Wussten Sie, dass altes Benzin schlechter verbrennt, weil es durch sehr lange Lagerung an Qualität verliert?
Benzin ist ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffen, das bei Kontakt mit Luftsauerstoff einen Oxidationsprozess startet. Was so viel bedeutet wie: Wenn dieser Kraftstoff lange halten soll, kommt es – ähnlich wie beim Wein – auf die richtige Lagerung an!
Denn Benzin (und gleiches gilt auch für Diesel) ist auf keinen Fall unbegrenzt haltbar: Durch die Zufuhr von Sauerstoff verschlechtern sich seine Eigenschaften wesentlich. Wenn Benzin in einem absolut luftdicht verschlossenen Metallbehälter aufbewahrt wird, kann sich seine Qualität über viele Jahre, ja sogar Jahrzehnte recht gut erhalten. Bei Kunststoffkanistern, die „atmen“ oder bei nicht hermetisch abgeschlossenen Tanks von Autos oder Motorrädern, ist die Situation ganz anders. In diesem Fall der Aufbewahrung kann das Benzin durchaus an Qualität verlieren und für den Einsatz im Motor unbrauchbar werden.
Allerdings ist auch bei sehr altem Benzin, das heute noch verwendet werden könnte, der Gebrauch nicht anzuraten: Denn die früher eingesetzten Blei- und Schwefelanteile sind heute nicht mehr zulässig. Diese hat der Gesetzgeber aus Umweltschutzgründen schon vor vielen Jahren verboten.
 
Wussten Sie, dass Dieselautos deshalb ganz anders klingen als Benzinautos, weil der Diesel im Motor höher verdichtet und härter verbrannt wird?
Was man bei Autos als „Sound“ bezeichnet, sind Schwingungen im Abgassystem, die durch das impulsartige Ausstoßen der Abgase erzeugt werden.
Beim Dieselmotor entzündet sich das Kraftstoff-Luftgemisch von selbst, wenn das Verdichtungsverhältnis der Verbrennungsluft so hoch ist, dass diese Selbstentzündung möglich wird. Durch die wesentlich höheren Drücke in den Zylindern im Vergleich zu einem benzinbetriebenen Motor, müssen aber alle Teile des Kurbeltriebs massiver gestaltet werden. Dies ist einer der Hauptgründe, warum ein Dieselmotor erheblich geringere Drehzahlen hat als ein Benzinmotor. Und damit kommen weitaus weniger Schwingungsimpulse beim Endtopf der Auspuff-Anlage des Autos an. Ein Benzinmotor sendet durch die zur Leistungsentfaltung benötigten höheren Drehzahlen also wesentlich mehr Impulse in das Abgassystem, die dann als mehr oder weniger angenehme Geräuschkulisse wahrgenommen werden.
Selbst manche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren sind mittlerweile (zumindest innen) so leise, dass die Entwickler den Sound künstlich verstärken müssen.
 
Wussten Sie, dass das Profil in die Autoreifen quasi „hineingekocht“ wird – und zwar in einer Kochform?
Die Gummimischung eines Reifens besteht aus 30 verschiedenen Gummiarten, Füllstoffen und anderen Bestandteilen. Die Materialien werden in großen Mischanlagen zu einer schwarzen Gummiverbindung vermischt, die in der Walzanlage weiterverarbeitet wird.
Der Reifen wird nun sukzessive von innen nach außen aufgebaut. Die textilen Elemente, der Stahlgürtel, die Reifenwülste, die Kordlagen und der Laufstreifen sowie weitere Komponenten werden zusammengefügt. Das Ergebnis ist ein Reifenrohling, der allmählich wie ein fertiger Reifen aussieht. Dieser Rohling wird anschließend in heißen Kochformen vulkanisiert, also quasi „gekocht“. Alle Bestandteile werden miteinander verpresst. In diesem Schritt erhält der Reifen sein Profil, das als Negativ in der Form eingearbeitet ist. Der Reifen erhält auch die endgültige Form und die Seitenwandmarkierungen des Herstellers.
Abschließend wird in der Qualitätskontrolle jeder einzelne Reifen von geschulten Kontrolleuren gründlich mit speziellen Maschinen auf kleinste Fehler oder Abweichungen geprüft, bevor er für den Verkauf freigegeben wird.
 
Wussten Sie, dass es Autos gab, die rückwärts gleich schnell fahren konnten wie vorwärts?
Im Jahr 1972 wurde von einem holländischen Autohersteller ein Fahrzeug vorgestellt, das – unglaublich aber wahr – gleich schnell vorwärts und rückwärts fahren konnte: der DAF 66. Das kleine, extrem unscheinbare Fahrzeug verfügte über nur einen Vorwärts- und einen Rückwärtsgang.
Das eigenwillige Antriebssystem – der Rückwärtsgang wurde durch ein eigenes Wendegetriebe realisiert – bescherte dem DAF 66 diese legendäre Eigenschaft, für die er schließlich berühmt werden sollte: Gleich schnell vorwärts wie auch rückwärts zu fahren. Ein Charakteristikum, das die bekanntermaßen humorvollen Holländer in einem außergewöhnlichen Wettbewerb umgesetzt haben: dem Rückwärtsrennen.
Allerdings währte das Gaudium in aller Regel nur bis zur ersten Kurve. Dann setzte es aufgrund der umgekehrten Lenkgeometrie meist grandiose Überschläge...
Ob diese Rückwärts-Orientierung wohl dazu beigetragen hat, dass dem Fahrzeug der Erfolg verwehrt blieb und der Niedergang der holländischen Automobilindustrie nicht aufzuhalten war?
 
Wussten Sie, dass die Reihenfolge der Pedale im Auto von links immer Kupplung, Bremse, Gas ist – auch wenn das Auto sein Lenkrad rechts hat?
Bei Autos sind die Pedale immer in der gleichen Reihenfolge angeordnet, Sie haben ganz links das Kupplungspedal und dann in der Mitte die Bremse, rechts ist das Gaspedal. Das ist auch bei Fahrzeugen so, die für Länder mit Linksverkehr gebaut werden, z.B. in England oder Australien.
Bei Automatikfahrzeugen gibt es keine Kupplung, dafür ist das Pedal für die Bremse meistens etwas breiter.
 
Wussten Sie, dass Autos nicht explodieren, wenn sie brennen, sondern dass dies nur im Film passiert?
Gerät ein Auto in Brand, bleiben meist nur wenige Minuten Zeit zur Rettung, wenn sich noch jemand im Fahrzeug befindet. Die Temperatur steigt binnen kurzem auf mehr als 100 Grad an und viele haben Angst vor einer Explosion – zu Unrecht, sagen Experten.
Denn brennende Autos explodieren nie – es sei denn, sie haben Sprengstoff an Bord. Und das ist doch eher unüblich. Vielmehr breitet sich ein Brand sukzessive aus und bis ein Wagen komplett in Flammen steht, vergehen bis zu acht Minuten. Das ist genug Zeit, um Verletzte zu befreien. Dennoch zögern viele Autofahrer, die als Ersthelfer zu einem brennenden Fahrzeug kommen, weil sie die Explosionen aus Filmen im Kopf haben und sich deshalb nicht näher herantrauen. Verletzte werden dann im schlimmsten Fall nicht gerettet.
 
Wussten Sie, dass ein Motor auch unter Wasser ganz normal laufen kann, vorausgesetzt er kann Frischluft von außen ansaugen?
Klingt unglaublich, ist aber tatsächlich so: Solange ein Verbrennungsmotor Luft ansaugen kann, um das Gas-Luft-Gemisch zu erzeugen, das im Motor verbrannt wird, kann er tatsächlich weiterlaufen – auch unter Wasser. Ohne Luft aber geht schlagartig nichts mehr – im wahrsten Sinne des Wortes! Denn wenn der Motor statt der, für die Kraftstoffverbrennung benötigten Luft, Wasser in die Brennkammern zieht, stoppen die Kolben in den Zylindern jäh und unsanft. Die auftretenden Kräfte können Motorteile wie Lager, Pleuel oder Ventile schwer beschädigen.

Wasser-Experimente mit dem eigenen Auto sind also nicht angebracht – im Gegenteil: Sogar tiefe Pfützen sollten extrem vorsichtig durchfahren werden. Andernfalls droht der vorher beschriebene, sogenannte Wasserschlag – mit der Folge eines kapitalen Schadens am Triebwerk. Und nicht nur der Motor ist gefährdet, auch Getriebe und Elektronik können beschädigt werden.

Die Luftzufuhr zum Motor ist übrigens je nach Pkw-Modell unterschiedlich. Bei den meisten Autos dürften aber bereits 40 Zentimeter Wassertiefe das Aus für den Motor bedeuten. Ausnahme sind einige richtige Geländewagen, die ihre Luft mit einem Schnorchel aus höheren Regionen ziehen. Bei derartigen Fahrzeugen wird in der Bedienungsanleitung auch die sogenannte Watttiefe angegeben, die Aufschluss über die maximal mögliche Wassertiefe gibt.
 
Wussten Sie, dass aufgrund des Antiblockiersystems ABS kaum noch sichtbare Bremsspuren auf der Straße entstehen?
Aufgrund der fortschreitenden Technisierung befinden sich auf der Straße immer mehr Fahrzeuge, die mit einem automatischen Antiblockiersystem (ABS) ausgerüstet sind. Da beim Bremsen durch ABS ein Blockieren der Räder verhindert wird, entstehen je nach Straßenuntergrund kaum noch Bremsspuren: Es sind, wenn überhaupt, zum Teil nur Flecken sichtbar, nicht eine durchgehend gezeichnete Bremsspur.
ABS-Bremsflecken ermöglichen dennoch, so wie normale Bremsspuren, Aussagen über Geschwindigkeitsabbau, Bewegungsrichtungen und Berechnung der gefahrenen Geschwindigkeit - dies jedoch klarerweise mit Einschränkungen.

Wussten Sie, dass mit der Tankladung eines Jumbo Jets ein Auto etwa 76x um die Erde fahren kann?
Eine Boeing 747–800 kann 242.000 Liter Kerosin aufnehmen. Ein Durchschnittsauto könnte mit dieser Tankmenge unglaubliche 76 Mal um die Erde fahren, den Äquator entlang.
Wird die durchschnittliche Größe eines Autotanks zu Grunde gelegt, muss ein Autofahrer gut 4.000 Mal zur Zapfsäule fahren, um diese Menge Sprit zu tanken. Nimmt man den zuletzt veröffentlichten Durchschnittsverbrauch deutscher Autos von 7,5 Litern auf 100 Kilometer, lässt sich ganz leicht ausrechnen: Mit nur einer Tankmenge einer Boeing 747–800 könnte ein Auto gut 3,2 Millionen Kilometer fahren. Oder eben 76 Mal unseren Planeten umrunden.

Wussten Sie, dass Autoreifen schwarz sind, weil die Gummimischungen Ruß enthalten?
Autoreifen sind schwarz, weil ihnen bei der Herstellung Ruß beigemischt wird. Sonst wären sie weiß. Denn zum größten Teil bestehen Reifen aus Kautschuk, der weich und klebrig ist. Beim Vulkanisieren sorgt der Ruß für die richtige Härte und Abriebfestigkeit der Reifen.
Das Verfahren wurde 1839 von Charles Goodyear in den USA entwickelt. Besonders Oldtimer-Fans kennen noch die Weißwandreifen von früher. Bei ihnen werden verschiedene Gummimischungen eingesetzt, teilweise eben ohne den Zusatz von Ruß. Sie haben, wie der Name sagt, einen weißen Streifen auf der Reifenwand. Ihre Lauffläche ist aber auch schwarz. Seit den 1960er-Jahren sind diese Reifen nicht mehr in Mode.
Heute werden sie nur noch von wenigen Marken hergestellt.

Wussten Sie, dass der längste Stau aller Zeiten die unglaubliche Zeitspanne von 12 Tagen gedauert hat?
Diesen Rekord für den am längsten andauernden Stau aller Zeiten halten die Chinesen: Auf der Strecke zwischen Peking und Tibet kam es im Sommer 2010 durch die gleichzeitige Fahrt zu vieler Lastwagen (die übrigens Material für Straßenbauarbeiten geladen hatten) zu einem legendären Stau von ca. 100 Kilometern Länge, welcher bis zu seiner vollständigen Auflösung unglaubliche 12 Tage angedauert haben soll.
Auch an Woodstock war 1969 nicht nur das Festival legendär, sondern vor allem der Verkehr. Rund 500.000 Besucher verursachten einen drei Tage dauernden Stau auf einer Länge von 35 Kilometern. Als sie merkten, dass sie nicht mehr rechtzeitig zum Konzert kommen würden, ließen viele Fahrer ihr Auto einfach im Stau stehen - und kamen erst drei Tage später wieder.
 
Wussten Sie, dass das erste Autoradio mehr als 15 Kilo wog und weit größer als ein Schuhkarton war?
Das erste Radio speziell fürs Auto wurde 1929 erfunden – in Amerika. 1932 war es dann auch in Deutschland soweit: Zur Eröffnung der Funkausstellung wurde der staunenden Öffentlichkeit das erste, röhrenbetriebene Autoradio Europas präsentiert, das „Auto-super AS 5“. Es wog über 15 Kilo und war deutlich größer als ein Schuhkarton und damit natürlich zu groß für einen Einbau im Armaturenbrett. Daher wurde der schwarze Kasten im Fußraum des Beifahrers montiert. Erst nach dem 2. Weltkrieg gelang es, Radios ins Armaturenbrett zu integrieren.
Inzwischen zählen Audioanlagen zur Serienausstattung und haben sich längst vom unhandlichen Röhrenklotz zur integrierten Kommunikations- und Medienzentrale mit GPS-Navigation und Internet entwickelt.
 
Wussten Sie, dass sich schon 1/3 der deutschen Autolenker vorstellen können, auf ein autonom fahrendes Roboter-Auto zu vertrauen?
Die Hände vom Lenkrad, der Fuß vom Gas: Autonomes Fahren mit einem Auto, das die entsprechende Technologie besitzt, ist inzwischen kein unerreichbarer Zukunftstraum mehr – wenn es wohl auch noch einige Jährchen dauern wird, bis die rechtlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen dafür geschaffen sind. Vollständig autonome Fahrtechnologie soll ab 2030 verfügbar sein.
Autonome Fahrzeuge werden von Kameras, Sensoren und Laserscannern gesteuert, die sie dazu veranlassen, von alleine zu bremsen, zu lenken und zu fahren. Die Diskussionen um autonome Fahrzeuge drehen sich derzeit vor allem um die Frage was technisch alles möglich ist.
Und laut einer deutschen Studie kann sich bereits jetzt mehr als ein Drittel der Menschen vorstellen, in einem autonom fahrenden Auto zu sitzen. 34 Prozent der Personen gehen davon aus, dass selbstständig fahrende Autos sogar sicherer und besser fahren als Menschen. Aber die Kontrolle während der gesamten Fahrt und auf allen Straßen abzugeben, damit kann sich derzeit nur ein geringer Teil anfreunden. Und immerhin noch über 20% würden dem Auto die Kontrolle unter keinen Umständen überlassen.
 
Wussten Sie, dass es unter Autos nicht nur „Oldtimer“, sondern auch „Youngtimer“ gibt?
Alte Autos sind in, ganz ohne Zweifel, wenn man etwa an den legendären VW Bulli denkt. Doch nicht nur Oldtimer machen Spaß, sondern auch solche, die nicht mehr ganz neu, aber auch noch nicht so richtig alt sind. Man nennt sie „Youngtimer“.
Doch welche Fahrzeuge haben diesen Begriff wirklich verdient? Mit der Wortschöpfung  „Youngtimer“ bezeichnet man in der Regel ein älteres Auto oder Motorrad, das mindestens 15 Jahre auf dem Buckel hat, aber nicht mehr als 30 Jahre alt ist. Denn dann ist es bereits ein Oldtimer. Youngtimer haben in der Regel gerade die Schwelle vom Alltagsauto zum Liebhaberstück überschritten. Viele, vor allem jüngere Youngtimer, werden oft als Alltagsautos eingesetzt.
 
Wussten Sie, dass der Begriff „Cabriolet“ aus dem Französischen kommt und ursprünglich einen leichten zweirädrigen Pferdewagen bezeichnet hat?
Als „Cabrio“ bezeichnet man üblicherweise ein Fahrzeug mit Stoffdach, das vollständig zurückgeklappt werden kann. „Cabrio“ ist die Abkürzung für das französische „Cabriolet“. Schon lange vor dem Zeitalter des Automobils hat man so einen leichten offenen, einspännigen Pferdewagen oder Ausflugswagen für Schönwettertage gemeint.
Cabrios basieren häufig auf der Coupé-Variante einer Fahrzeugbaureihe. Auch wenn sie den entsprechenden geschlossenen Fahrzeugen ähneln, unterscheiden sie sich stark in der Bauart der tragenden Karosserie. Durch das fehlende Dach als tragende Komponente muss die gesamte Steifigkeit der heute selbsttragenden Karosserie durch eine verstärkte Bodengruppe gewährleistet werden.

Wussten Sie, dass der Durchschnittsautofahrer insgesamt 2 Jahre und 6 Monate seines Lebens hinter dem Steuer verbringt?
So ganz genau will man es ja vielleicht gar nicht wissen, wie viel Zeit unseres kostbaren Lebens wir mit dem Auto durch die Lande fahren – oder auch im Stau stehen. Aber es reicht ja auch der statistische Durchschnitt, um ab sofort und so oft wie möglich auf eine Ausfahrt mit dem geliebten Blech- oder Kunststoff-Gefährten zu verzichten:  Denn zwei Jahre und sechs Monate unseres Lebens sitzen wir in der Regel hinter dem Steuer, haben Experten errechnet. Wenn man noch dazu absolut machtlos im Stau steht, steigt der Blutdruck und man altert auch noch dramatisch schneller..

Wussten Sie, dass es in Los Angeles 15-spurige Autobahnen gibt und fast doppelt so viele Autos wie Haushalte?
Der Verkehr in der kalifornischen Metropole Los Angeles ist die Hölle – und nimmt kein Ende! Die Stadt wird durch die größte Kraftfahrzeugdichte der Welt belastet: Im Durchschnitt besitzt jeder zweite Einwohner ein Auto – und neun von zehn Beschäftigten
fahren mit dem eigenen Auto zur Arbeit. Insgesamt nutzen nur etwa zehn Prozent der Bewohner der Stadt die öffentlichen Verkehrsmittel, denn dafür sind sehr oft die Entfernungen zu groß und der Weg zu kompliziert. 
Resultat: Die täglichen Rush Hours erstrecken sich von ca. 7 bis 10 Uhr und von 15 bis 19 Uhr. Endlose Staus gehören zum Alltag und das obwohl manche Highways bis zu 15 (!) Fahrstreifen haben. Man versucht inzwischen, durch die Einrichtung der sogenannten Diamond Lanes, die Fahrgemeinschaften vorbehalten sind, die Bildung solcher Fahrgemeinschaften zu fördern und somit das Verkehrsaufkommen zu senken –
als Fahrgemeinschaft gelten aber bereits zwei Personen im Auto...
Der Großraum Los Angeles zählte 2007 nach einem Bericht der American Lung Association zum städtischen Gebiet mit der höchsten Luftverschmutzung in den Vereinigten Staaten. Als Hauptursache für die Luftverschmutzung in der Stadt gilt immer noch dieser extrem starke Individualverkehr: Die Schadstoffkonzentrationen sind besonders im morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr am höchsten.
Fußgänger sind übrigens kaum in der City unterwegs.

Wussten Sie, dass sich bereits 7 von 10 Autofahrern vorstellen können, ein Elektroauto zu kaufen?
Bei unseren Nachbarn in Deutschland zeigt die Mehrheit der Menschen großes Interesse an Elektroautos, wie einer aktuellen, repräsentativen Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom zu entnehmen ist. So könnten sich 69 Prozent der Befragten bereits vorstellen, ein solches Auto zu kaufen. Zentrale Voraussetzung ist aber, dass sie mit einer Akkuladung so weit kommen wie mit einer normalen Tankfüllung. Für viele wäre natürlich auch der Preis entscheidend, nämlich für 47% der Befragten: Er sollte nicht höher als der eines herkömmlichen Autos sein. Auf den gewohnten Komfort würden 37 Prozent der Befragten nicht verzichten wollen.
Eine andere Befragung unter 1.500 Autofahrern aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien, die sich in den kommenden zwölf Monaten privat einen Neuwagen anschaffen wollen, zeigt jedoch, dass zumindest Neuwagenkäufer und Elektroautos nach wie vor scheinbar nicht gut zusammenpassen. Zwar sehen 80 Prozent der Neuwagenkäufer es
als vorrangige Aufgabe für die Hersteller, umweltfreundliche Motoren zu entwickeln.
99 Prozent würden aber keines der aktuell erhältlichen Elektroautos kaufen.
Derzeit sind auf Deutschlands Straßen rund 30.000 Elektroautos unterwegs.

Wussten Sie, dass es nur 20 Sekunden dauert, um ein durchschnittliches Auto beim Recycling in faustgroße Stücke zu zerkleinern? Seit den 1970er-Jahren werden große Shredder-Anlagen zur Rückgewinnung von kost-baren Metallen eingesetzt.
Diese extrem kraftvollen Hammermühlen besitzen Rotoren, die bis zu 2 Metern Durchmesser sowie Antriebsleistungen bis zu 3000 PS aufweisen. Sie zerhacken eine vorbehandelte Fahrzeugkarosse tatsächlich in nur 20 Sekunden in faustgroße Stücke.
Ziel dabei ist es, Eisenmetalle zu gewinnen, die in Stahlwerken wiederverwertet werden. Nichteisenmetalle werden in Gießereien erneut eingeschmolzen.

Wussten Sie, dass weibliche Autofahrer in Stresssituationen am Steuer viel gelassener als Männer reagieren?
Frauen werden mit Stress im Straßenverkehr viel besser fertig als Männer! Das ist das Ergebnis einer deutschen Studie, die für den ADAC durchgeführt wurde. Demnach
belastet Stress am Steuer die Männer mehr – sie reagieren dann oft mit aggressivem Fahrstil und gefährden damit sich selbst und andere. Frauen dagegen blieben meist gelassener, sie fahren eher auf „Nummer Sicher“.
Für 75 Prozent der Männer bedeuten unerwartete Staus und dichter Verkehr Stress pur. Bei den Frauen treiben diese Situationen aber nur bei 45 Prozent den Puls in die Höhe – die Mehrheit der Fahrerinnen fügt sich gelassen ihrem Schicksal.
Ein unübersichtlicher Schilderwald sorgt bei über 30% der Männer für totale Verwirrung, bei den Frauen verlieren jedoch nur 17 Prozent den Durchblick. Und auch bei streitenden Kindern auf den Rücksitzen behalten Fahrerinnen der Studie zufolge viel besser
die Nerven.
Für die Untersuchung wurden 60 Frauen und Männer im Alter von 25 bis 60 Jahren befragt und getestet. Im praktischen Teil mussten sie im Berufsverkehr im Raum Heidelberg eine Strecke von 35 Kilometern fahren. Zur Messung der körperlichen Reaktionen waren sie dabei umfangreich „verkabelt“. Die Testpersonen zeigten vor allem im dichten Innenstadtverkehr ausgeprägte Stress-Symptome: Je nach Typ arbeitete das Herz bis zu
40 Schlägen mehr pro Minute.
Der Studie zufolge gibt es auch unterschiedliche Stress-Typen. Besonders problematisch sei der „konfrontative Fahrer“, hieß es. Er suche den Nervenkitzel und sei ein typischer Straßen-Rambo, rase, drängle, hupe und zwänge sich in jede Lücke. Die Männer stellten 70 Prozent dieser Gruppe.
Viele Fahrfehler unterlaufen auch dem zweiten Typ, dem „vermeintlichen Alleskönner“. Er sei viel unterwegs, fahre forsch und risikobetont, überschätze aber sehr seine Fahrkünste. 56 Prozent dieser Gruppe seien Männer.

Wussten Sie, dass Männer beim Auto zum Putzteufel werden und es wesentlich häufiger waschen als Frauen?
Laut einer Umfrage in Deutschland mit 1.400 Befragten waschen fast 40% der Männer ihr Auto mindestens alle zwei Wochen – bei den Frauen schäumen dagegen nur 21% den Wagen so oft ein. Viele Autofahrerinnen (35 %) reinigen ihren Wagen eher nach
Bedarf. Männer erledigen diese Arbeit öfter von Hand als die Frauen; autowaschende Frauen benutzen zu 73% eine Waschanlage, Männer zu 63%.
Rund die Hälfte aller AutofahrerInnen will durch regelmäßige Pflege den Wert des
Wagens erhalten, nur ein Drittel denkt dabei auch an die Sicherheit. Im Winter werden viele Fahrzeuge seltener gewaschen als im Sommer – dies kann durchaus ein Sicher-heitsrisiko darstellen, weil Scheiben und Beleuchtung im Winter schneller verschmutzen.

Wussten Sie, dass die erste Automobil-Rennstrecke der Welt gepflastert war – übrigens mit mehr als 3 Millionen Ziegelsteinen?
Der „Indianapolis Motor Speedway“ in Indianapolis/ USA wurde im Jahr 1909 gebaut und gilt als die erste Automobil-Rennstrecke der Welt.
Als man schon nach den Eröffnungsrennen feststellte, dass der ursprüngliche Belag aus Schotter und Teer das Material zu sehr beanspruchte und auch für die Fahrer eine Gefährdung bedeutet hätte, wurde die Strecke mit 3,2 Millionen Ziegelsteinen gepflastert.
Diesem Umstand verdankte die Strecke den Spitznamen "Brickyard" (Ziegelei). Die meisten dieser Ziegel liegen immer noch unter der heutigen Asphaltdecke.
Später, im Jahr 1935, führte eine Serie von Unfällen dazu, die Ziegelsteinoberfläche durch Asphalt zu ersetzen. Autorennen auf dieser Strecke von Indianapolis entwickelten sich in Folge zu Klassikern – von 1950 bis 1960 wurden hier auch Wettrennen
ausgetragen, die zur Formel-1-Weltmeisterschaft zählten.

Wussten Sie, dass Elektroautos bereits um das Jahr 1900 sehr populär waren und 100km mit einer Batterieladung geschafft haben?
In dieser ersten großen Zeit der Elektroautos, etwa zwischen 1896 und 1912, waren in New York tatsächlich etwa 50% der Fahrzeuge elektrisch betrieben; in den USA fuhren um das Jahr 1900 bereits knapp 34.000 Fahrzeuge elektrisch. 1912 wurden die meisten Elektrofahrzeuge verkauft, danach ging der Marktanteil massiv zurück.
Interessant aus heutiger Sicht ist vor allem auch die Reichweite dieser historischen Fahrzeuge: Sie war mit knapp über hundert Kilometern mit einer Batterieladung beinahe so hoch wie die Leistung vieler Elektroautos in der Gegenwart. 
Zwischen den Jahren 1896 und 1939 registrierte man weltweit unglaubliche 565 unter-schiedliche Marken von Elektroautos.
 
Wussten Sie, dass es früher tatsächlich Plattenspieler für das Auto gab?
In den 1950er und 1960er-Jahren war die Schallplatte ein verbreiteter Tonträger.
Um auch Autofahrern das Hören ihrer Lieblingsplatten zu ermöglichen, präsentierte der niederländische Elektrokonzern Philips im Jahr 1958 das erste Abspielgerät für Schall-platten, das auch im Auto eingesetzt werden konnte – den "Auto-Mignon".
Das vollautomatische Gerät konnte in alle damals gängigen Modelle eingebaut werden und spielte Singles ab. Laut Werbung konnte der „Auto-Mignon“ durch seine besondere Bauweise alle äußeren Bewegungseinflüsse wie Schwingungen und Stöße, aber auch Fliehkräfte durch Kurvenfahren und Schräglage ausgleichen. Wie jeder andere Plattenspieler auch, reagierte er aber natürlich höchst empfindlich auf Erschütterungen.
Schon wenige Jahre später wurde daher (erneut von Philips) das erste Autoradio vorgestellt, das auch Musikkassetten abspielen konnte – und damit auch bei Erschütterungen
normal funktionierte.

Wussten Sie, dass die ersten Autos keine Lenkräder hatten, sondern vom Fahrer mit einem Hebel gesteuert wurden?
Die ersten Autos, die auf den Straßen unterwegs waren, hatten tatsächlich kein Lenkrad, sondern eine sogenannte „Steuerstange“, mit der das Auto in die verschiedenen Richtungen bewegt wurde.
Erst 1894 wird von der Anwendung eines „Steuerrades“ berichtet: Das Fahrzeug von Alfred Vacheron, ein 1893er Panhard 4hp, mit dem Vacheron am berühmten Paris-Rouen-Rennen teilnahm, war mit einem speziellen Lenkrad ausgestattet.
Das war eines der ersten bekannten Anwendungen dieses neuen Lenkprinzips – Vacheron belegte übrigens im Rennen den elften Platz.
Der französische Hersteller Panhard & Levassor führte das Lenkrad 1898 für seine Modelle ein, erst 1901 folgten Packard und Peerless. Danach setzte sich das Lenkrad zunehmend durch. Und schon bald wurde auch eine Ballhupe auf den Lenkradkranz gesetzt. Als in den 1920er Jahren Blinker aufkamen, um die Fahrtrichtung anzuzeigen,  wurden die Schalter dafür oft ins Lenkrad übernommen.

Wussten Sie, dass die ersten Tankuhren in Autos bereits ab 1914 eingebaut wurden?
Verschiedene Quellen berichten, dass bereits 1914 im legendären Studebaker eine Tankuhr eingebaut war. Ab 1922 sind Tankuhren und Gasmessgeräte dann in verschiedenen Modellen dieser Zeit nachweisbar.
Aber noch viele Jahre später gab es auch Fahrzeuge, bei denen man auf eine Tankanzeige verzichtet hatte. Beim VW Sparkäfer und beim berühmten VW Bulli zum Beispiel  sogar bis in die späten 1960er Jahre! Statt der Tankuhr war unten am Tankauslauf ein meist per Fuß umschaltbares Kraftstoffventil montiert, der Reservehahn. Wenn der normale Tank leer war, stand nach dem Umschalten des Hebels noch Benzin für einige Kilometer Weiterfahrt zur Verfügung. Häufiger Fehler war, beim Tanken die Rückstellung des Reservehahns zu vergessen – bei der nächsten längeren Fahrt blieb das Auto dann unvermittelt und ohne Reservekraftstoff liegen.

Wussten Sie, dass das kleinste je in Serie gebaute Auto nur 135 Zentimeter lang und 99 Zentimeter breit ist?
Bis heute ist der Peel P50 eines der seltsamsten Autos, das je konstruiert wurde. Er gilt als das kleinste, in Serie gebaute Auto der Welt, neben ihm erscheint der alte Fiat 500 geradezu als Gigant.
Der britische Dreirad-Zwerg ist 1,35 Meter lang, 99 Zentimeter breit und gerade groß genug für einen Fahrer und eine Einkaufstüte. Das Mini-Auto hatte einen Griff, mit dem sich das 60-Kilo-Kunststoffgebilde anheben und so per Hand in der Parklücke zurechtrücken ließ. Denn einen Rückwärtsgang hatte der Hersteller Peel Engineering Company nicht vorgesehen.
Dem 1961 bis 1964 produzierten Zwerg von der Isle of Man war „der große Durchbruch“ nicht vergönnt. Nur knapp 50 Exemplare wurden auf der Insel zusammengesetzt, der letzte P50 soll Ende Dezember 1964 gefertigt worden sein. Wichtige Aufzeichnungen des Herstellers gelten seither als verschollen. 2010 erhielt er den Eintrag ins "Guinness Buch der Rekorde".

Wussten Sie, dass sich in jedem modernen Auto heute durchschnittlich mehr als 1km elektrische Leitungen befinden?
Mit einem neuen Auto ist man heute im wahrsten Sinne des Wortes „ganz schön auf Draht“. Tatsächlich sind es zumeist sogar weit mehr als 1 km Kabel: Bis zu 3 km an Leitungen unterschiedlichster Art versorgen heute in einem gut ausgestatteten Auto die unzähligen kleinen Elektromotoren, Sensoren, Messgeräte, Bordcomputer, elektronische Einparkhilfen, Kameras, Leuchten, Blinker, Pumpen und weitere moderne technische Hilfen mit Strom.

Wussten Sie, dass die New Yorker Polizei einst Fahrräder benutzte, um zu schnelle Autofahrer zu verfolgen?
In diesen frühen Jahren der Automotorisierung in den USA galten auf den Straßen sehr niedere Geschwindigkeitsbegrenzungen. Dies machte es möglich, dass die New Yorker Polizei noch im Jahr 1898 Fahrräder dazu benutzen konnte, um „Raser“ zu verfolgen. Wobei die Polizisten dabei doch bei guter Kondition sein und manchmal auch ganz ordentlich in die Pedale treten mussten: Lag doch der Geschwindigkeits-Weltrekord zu dieser Zeit immerhin bereits bei 62,78 km/h. Dieser Rekord wurde vom französischen Autorennfahrer Gaston de Chasseloup-Laubat - übrigens mit einem Auto mit Elektroantrieb – aufgestellt.

Wussten Sie, dass Nackenstützen in Autos in Österreich bereits seit über 40 Jahren Pflicht sind?
Kopfstützen in Fahrzeugen dienen der Verminderung von Krafteinwirkungen auf die Halswirbelsäule – ganz besonders schützen sie die Insassen bei Unfällen.
Die zunehmende Verkehrsdichte in den 1960er Jahren hatte zu einer stetig ansteigenden Anzahl von Unfällen und Verletzten im Straßenverkehr geführt, die  Autoindustrie den erhöhten Innovationsbedarf zur Vermeidung von Verletzungen bei einem Unfall erkannt.
So hielt neben dem Sicherheitsgurt auch die Kopfstütze verbreitet Einzug in neue Auto-Modelle. (Das erste bekannte Patent für eine Kopfstütze- bzw. Nackenstütze
im Auto war übrigens bereits fast 50 Jahre früher einem Amerikaner erteilt worden –1921!)
Im Jahr 1969 wurden für US-Neuwagen Nackenstützen auf den Vordersitzen zur Pflicht, in den frühen 1970er Jahren zogen die europäischen Autohersteller nach.
Im österreichischen „Bundesgesetz über das Kraftfahrwesen“ war schon damals zu lesen: „Sitze von Kraftfahrzeugen, die gemäß § 4 Abs. 5 mit Sicherheitsgurten aus-gerüstet sein müssen, müssen, wenn sie an eine äußere seitliche Längswand des Fahrzeuges angrenzen und unmittelbar hinter der Windschutzscheibe gelegen sind, auch mit geeigneten Kopfstützen ausgerüstet sein. Kopfstützen müssen so beschaffen sein, dass eine Gefährdung sowohl der Benützer der Sitze, denen die Kopfstützen zugeordnet sind, als auch der Benützer dahinter gelegener Sitze bei einem Aufprall dieser Personen auf die Kopfstützen nicht zu erwarten ist.“

 
Wussten Sie, dass die ersten Crashtest-Dummys für Autos bereits um 1950 in den USA eingesetzt wurden?
„Crashtest-Dummys“ sind lebensgroße Puppen, mit denen die Auswirkungen von Verkehrsunfällen auf den menschlichen Körper simuliert werden. „Dummy“ stammt aus dem Englischen und steht für Attrappe.
Dummys sind dazu mit zahlreichen Sensoren ausgerüstet, die die Belastungen während eines Crashtests messen. Sie müssen in ihren biomechanischen Eigenschaften mit denen des menschlichen Körpers im Optimalfall übereinstimmen – beispielsweise in den Abmessungen und Massen der einzelnen Körperteile sowie der Steifheit der verschiedenen Gelenke – damit sie die Realität gut simulieren.
Es gibt Dummys, die männliche oder weibliche Körper simulieren, sowie Ausführungen für verschiedene Körpergrößen bzw. Altersstufen. Crashtest-Dummys sind in der letzten Zeit für die Entwicklung nahezu aller Fahrzeuge unentbehrlich geworden und sind in manchen Fällen vorgeschrieben, um die Zulassung eines neuen Fahrzeugmodells zu erwirken.
Der allererste Crashtest-Dummy wurde 1949 für die US-Luftwaffe gebaut und wurde für Tests von Schleudersitzen und Gurten verwendet – z.B. auf Raketenschlitten, bei Geschwindigkeiten von bis zu 1000 km/h. Mit seiner Größe von 1,85 m entsprach er dem „95-Prozent-Mann“, d.h., dass er größer und schwerer war als 95 % aller männlichen Erwachsenen.
Anfang der 1950er wurden dann Dummys entworfen, die erstmals auch für die Automobil-Unfallforschung verwendet werden sollten. Nach mehreren nicht zufrieden-stellenden Anläufen entwickelten Techniker von GM ein Modell, das die Durchschnittswerte in Körpergröße, Gewicht und Körpermaßen der männlichen Bevölkerung hatte, weshalb er „50-Prozent-Mann“ genannt wurde.

 
Wussten Sie, dass die Geschwindigkeit, bei der Aquaplaning auftritt, von Auto zu Auto höchst unterschiedlich sein kann?
Prinzipiell: Autofahren auf nassen Straßen ist vor allem immer dann gefährlich, wenn man mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs ist. Als oberster Grundsatz gilt daher: Fahrweise unbedingt der Witterung und dem Fahrbahnzustand anpassen! Denn auf nassen Straßen haften die Reifen niemals so gut wie auf Trockenen.
Und da das Auftreten von Aquaplaning von der Stärke des Regens und damit der Wassermenge auf der Fahrbahn, den Eigenschaften der Reifen (vorhandene Profiltiefe, Profilgestaltung, Reifenbreite), und dem Fahrzeuggewicht abhängig ist, unterscheidet sich die noch sicher fahrbare Geschwindigkeit von Fahrzeug zu Fahrzeug!
Richtig reagieren bei Aquaplaning: Wenn Aquaplaning erst einmal aufgetreten ist, gibt es keine richtigen Reaktionen, die den Zustand verbessern könnten. Der Lenker kann sich nur darauf beschränken, die Lage nicht durch falsche Reaktionen noch zu verschlimmern. Einziger Tipp: Die Räder dürfen nicht schräg zur Fahrtrichtung stehen oder blockieren, wenn der Wagen wieder "festen Boden unter die Füße bekommt". Sonst kommt es in diesem Moment sehr leicht zum Schleudern.

Wussten Sie, dass der Rückspiegel im Auto bereits 1909 von einer Frau erfunden wurde?
Ziel eines Rückspiegels war und ist es, einen möglichst großen Winkel hinter dem Fahrzeug sichtbar zu machen.
1909 verfasste Mrs. Dorothy Levitt aus London das Büchlein „The Woman and the Car: A Chatty Little Handbook for the Edwardian Motoriste“. Sie schrieb damit eines der ersten Handbücher zum Autofahren und führte darin aus: „Frauen sollten an einem geeigneten Platz im Auto einen kleinen Handspiegel mitführen und ihn von Zeit zu Zeit hoch nehmen, um während der Fahrt im Verkehr nach hinten zu blicken.“ Damit war der Rückspiegel erfunden! Frau Levitt war übrigens eine der ersten Rennfahrerinnen der Automobilgeschichte!
Erste Fahrzeughersteller montierten ab 1914 Rückspiegel in den Automobilen, als Standardausstattung setzten sich die Innen- und Außenspiegel erst in den 1930er und 1940er Jahren durch.
Heute sind die Gehäuse der Spiegel mit Technik vollgestopft. Außenspiegel lassen sich beheizen, für das Rückwärtsrangieren absenken und zum Parken anklappen. Sie warnen per Leuchtsignal vor Verkehr im Toten Winkel und haben teils eine Umfeld-Beleuchtung eingebaut.

 
Wussten Sie, dass ein Autofahrer im Durchschnitt zwischen 2 und 4 Wochen seines Lebens vor roten Ampeln verbringt?

Angenommen, Sie fahren täglich mit dem Auto und stehen durchschnittlich nur eine Minute pro Tag an einer roten Ampel. (was in Summe übrigens sehr wenig wäre!)
Dann macht das im Monat etwa 30 Minuten – und  im Jahr 6 Stunden.
Alle 4 Jahre wäre dies ein ganzer 24-StundenTag vor-der-roten-Ampel-stehen.
Alle 28 Jahre wäre es eine ganze Woche!

Es stellt sich nun die Frage, wie viele Jahre man mit dem Auto fährt:
Vom 18. Geburtstag bis zu einem angenommenen Ende der Fahrpraxis von
ca. 74 Jahren wären dies 56 Jahre – das wären 2 mal 28 Jahre.

Das bedeutet:
Bei 56 Jahren Autofahren und 1 Minute täglich vor roten Ampeln: 2 Wochen.
Bei 56 Jahren Autofahren und 2 Minuten täglich vor roten Ampeln: 4 Wochen.
Bei 56 Jahren Autofahren und 6 Minuten täglich vor roten Ampeln: 3 Monate...
Ach ja: Schön für Sie, falls Sie am Land wohnen!


Wussten Sie, dass Autos 60 Jahre lang ohne Zündschlüssel gestartet wurden?
Vorher wurde meist gekurbelt und gekurbelt und gekurbelt... Erst 1949 wurde der Zündschlüssel fürs Auto erfunden und man konnte (zumeist) recht bequem im Handumdrehen starten.
In den modernen Autos von heute hat der Zündschlüssel eine völlig neue Funktion bekommen – und nicht zuletzt ein völlig neues Aussehen, von einem klassischen „Schlüssel“ keine Spur mehr!
Er hat zwar emotional noch immer eine hohe Bedeutung, weil seine Übergabe beim Kauf buchstäblich ein „Schlüsselerlebnis“ ist. Doch zum Fahren braucht man den Zündschlüssel immer seltener. Mittlerweile verfügen selbst Kleinwagen über einen Starterknopf und erkennen den Fahrer am Chip im Schlüsselgehäuse, das dabei in der Hosentasche stecken bleiben kann.
Der Autoschlüssel ist zudem ein Hightech-Sicherheitswerkzeug geworden und in naher Zukunft auch Bordcomputer in der Hosentasche, mit einer Vielzahl von Funktionen: Damit können wir unseren persönliche Sound ins Fahrzeug laden und eines Tages womöglich sogar telefonieren und E-Mails checken.
 

Wussten Sie, dass Hupen im Stadtgebiet ausnahmslos nur erlaubt ist, um andere Verkehrsteilnehmer vor einer Gefahr zu warnen?
In vielen Städten Österreichs gilt ein generelles Hupverbot, um die Lärmbelastung zu reduzieren. Das bedeutet, dass man die Hupe nicht einsetzen darf, wenn es andere Möglichkeiten gibt, eine gefährliche Situation abzuwenden, beispielsweise durch Abbremsen des Fahrzeuges oder Betätigung der Lichthupe.
Das bedeutet aber nicht, dass alle Autofahrer sich auch peinlich genau daran halten. Gibt es auf einer Kreuzung Stress oder verhält sich jemand völlig falsch, dann kann es schon passieren, dass die Hupe betätigt wird – sogar lautstark und lang. Wird man dabei erwischt, kann dies einiges an Strafe kosten.
Die Hupe wird aber auch friedlich genützt, wenn man bei einer Ampel steht und der erste Autofahrer nicht mitbekommt, dass längst Grün leuchtet und freie Fahrt gegeben ist. Dann betätigt der zweite oder dritte hinter ihm leicht die Hupe, um ihn darauf aufmerksam zu machen. Das ist zwar im Widerspruch zum Hupverbot, aber kein wirklich schweres Vergehen. Man könnte es als freundliche Information auffassen, damit die Weiterfahrt möglich wird.
 
 
Wussten Sie, dass ein Laufmeter Leitplanke etwa 750 Euro kostet?
Die Leitplanken an Autobahnen und Schnellstraßen tragen ganz wesentlich zur Verhinderung von schweren Unfällen bei.
Ein einzelnes Element einer Leitplanke - oder besser „Schutzplanke“ wie sie in der Fachsprache genannt wird - ist vier Meter lang und wird zumeist aus Stahl hergestellt.
In Österreich wurde lange Zeit Aluminium – sowohl für Planken als auch für die Steher – eingesetzt, weil der österreichische Staat eine Aluminium-Hütte (AMAG) in Ranshofen/OÖ betrieb, die Alu-Schutzplanken kostengünstiger herstellen konnte. Da Stahl im Vergleich zu Aluminium für Schutzplanken aber deutlich besser geeignet ist, weil er höhere Kräfte aushält und somit formstabiler ist, wurde auch hier bald auf Stahl umgestellt.
Inzwischen werden für die Mittelabgrenzungen der Fahrbahnen von Autobahnen und Schnellstraßen überwiegend Betonabgrenzungen eingesetzt, die eine erhöhte Sicherheit vor Durchbrüchen bieten. Stahlplanken haben hingegen den Vorteil, dass sie beim Anprall durch die Verformung mehr Energie abbauen und dadurch die Auslaufgeschwindigkeit des auftreffenden Fahrzeugs verringern.


Wussten Sie, dass in der Schweiz schon Anfang 1950 Parkgebühren zu bezahlen waren, und zwar mittels Parkuhren?
Als Erfinder der Parkuhr gilt der Amerikaner Carlton Cole Magee in North Dakota, der am 13. Mai 1935 ein Patent für ein münzgesteuertes Parkmessgerät einreichte. Die erste Parkuhr wurde am 16. Juli 1935 in Oklahoma City (USA) aufgestellt und erhielt den Namen „Black Mary “.
Als während der Wirtschaftswunderjahre in Europa immer mehr Autos die Straßen füllten, waren auch die ersten Parkuhren nicht weit. 1952 wurden in Basel in der Schweiz die ersten Parkuhren auf unserem Kontinent aufgestellt. Die Städte Stockholm und Duisburg folgten, um mit den neumodischen "Groschengräbern", wie die Parkuhren genannt wurden, bei den Autofahrern Kleingeld einzusammeln.
1959 wurden in Wien erstmals Kurzparkzonen im 1. Bezirk eingerichtet. Danach folgten schrittweise Kurzparkzonen-Verordnungen für andere Bezirke. Die Kurzparkzonen blieben auf einzelne Straßenabschnitte oder kleinere Bereiche beschränkt. Erst am 14. April 1975 wurden die Kurzparkzonen in Wien gebührenpflichtig – die Gebühr betrug damals 4 Schilling pro Stunde...
 

Wussten Sie, dass die erste City-Maut der Welt bereits 1975 in Singapur eingehoben wurde?
Im Jahre 1975 entschloss sich die Stadtregierung von Singapur, als erste Stadt der Welt ein City-Maut-System einzuführen. Denn mit dem wirtschaftlichen Aufschwung von Singapur, welcher einen beträchtlichen Einkommenszuwachs großer Teile der Bevölkerung mit sich brachte, stieg auch die Anzahl der Autos in der Stadt rasant an.
Aufgrund der städtischen Infrastruktur, die darauf nicht in entsprechendem Ausmaß vorbereitet sein konnte, brachte dies rasch ernste Probleme in Form von Staus und Umweltemissionen mit sich. Die staatliche „Land Transport Authority (LTA)“ wollte diese durch ein City-Maut- System zur Lenkung der Nachfrage eindämmen.
Durch die Einführung einer Gebührenpflicht wollte die Stadt die optimale Nutzung der vorhandenen Straßeninfrastruktur erreichen und die Bevölkerung dazu anhalten, verstärkt öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen oder Mitfahrgemeinschaften zu bilden. 
 

Wussten Sie, dass Blinker und Stopplicht des Autos von einer Frau erfunden wurden, die in mehr als 300 Hollywood Filmen mitspielte?
Man geht aus unerfindlichen Gründen davon aus, dass Erfindungen rund ums Auto immer von Männern gemacht wurden. Doch weit gefehlt. Da war beispielsweise die begabte und höchst attraktive Florence Lawrence: Sie hat vor 100 Jahren den ‚Richtungsanzeiger’ (Blinker) und gleichzeitig auch das Bremslicht erfunden!
Bekannt wurde Florence Lawrence als das „Biograph Girl“ – als erstes Starlett der Biograph Studios in Hollywood. Alle Filme der Studios wurden mit ihrem Namen beworben. Sie spielte zwischen 1906 und 1936 in über 300 Filmen mit. Viele bezeichnen sie sogar als den ersten wirklichen Filmstar.
Gleichzeitig zeigte Florence Lawrence eine große Leidenschaft für das damals neu-artige Automobil. Sie registrierte die Probleme, die beim Abbiegen oder Stehenbleiben eines Automobils das jeweils dahinter fahrende Fahrzeug bzw. der Fahrer hatte und suchte nach einer Möglichkeit, die Abbiege-Richtung anzuzeigen oder beim Stehenbleiben den Fahrer des nächsten Fahrzeugs zu „warnen“.
Das Ergebnis: 1914 stellte sie einen neuartigen Blinker und ein Stopp-Licht (das heutige Bremslicht) vor: Der Blinker bestand aus einem schwenkbaren Arm, der in die jeweilige Richtung herausschwenkte.
Bereits ihre Mutter hatte sich als automobile Erfinderin hervorgetan. Sie entwickelte einen Scheibenwischer, der mittels Rollen die Scheibe bei Regen vom Wasser befreite. Und auch das hatten Mutter und Tochter gemeinsam: sie schafften es beide nicht ihre Erfindungen ‚an den Mann’ zu bringen oder zu verkaufen.
 

Wussten Sie, dass der Airbag im Prinzip schon 1953 erfunden wurde, aber erst 1981 für Autos serienreif war?
Die Geschichte des Airbags beginnt bereits im Jahre 1953, als der Deutsche Walter Linderer und der Amerikaner John W. Hendrik nahezu gleichzeitig "einen aufblasbaren Behälter in zusammengefaltetem Zustand, der sich im Falle der Gefahr automatisch aufbläst" zum Patent anmeldeten. Eine geniale Idee – doch es fehlte zu dieser Zeit die Technik, um sie auch alltagstauglich umzusetzen.
In den 1960er Jahren stiegen die Unfallzahlen dann derart drastisch, dass über alle möglichen Insassen-Schutzsysteme nachgedacht wurde. So tauchte auch der Airbag wieder im Alltag der Autoentwickler auf.
Als Airbag (wörtlich übersetzt: Luftsack) im Kraftfahrzeug besteht aus einem Kunst-stoffsack, der sich bei einem Unfall innerhalb von 20 bis 50 Millisekunden mit einem lauten Knall zwischen dem Insassen und Teilen des Fahrzeuginnenraumes entfaltet. Dadurch wird verhindert, dass der Insasse gegen harte Teile des Innenraumes wie Lenkrad oder Armaturenbrett prallt.
Das Airbag-System wird nur durch starke negative Beschleunigungswerte ausgelöst, jenseits von Werten, wie sie alleine durch eine Vollbremsung erreicht werden. Der Airbag ist kein Ersatz für den Sicherheitsgurt, sondern nur eine Ergänzung. Die Statistik zeigt, dass der Gurt weiterhin der Hauptlebensretter bei Autounfällen ist.
Fahrzeuge können mit einer Vielzahl von Airbags ausgerüstet sein. Je nach Fahrzeugverzögerung und Kollisionswinkel werden nur bestimmte Airbags ausgelöst.
Frontairbags, Seitenairbags und Kopfairbags gehören meist zur Serienausstattung neuer PKWs.
Erstes deutsches Auto mit einem Airbag war 1981 der Mercedes-Benz W 126 (S-Klasse). Die Kombination aus Fahrer-Airbag und Beifahrer-Gurtstraffer war zunächst ausschließlich gegen Aufpreis erhältlich. In den folgenden Jahren statteten auch andere Fahrzeughersteller ihre Fahrzeuge mit Airbag-Systemen aus.
 

Wussten Sie, dass ein Auto für die Strecke zum Mond etwa 6 Monate lang durchgehend unterwegs wäre?
Unser nächstgelegener Himmelskörper, der Mond, ist astronomisch ja quasi „nur einen Katzensprung“ von uns entfernt - rund 384 000 km.
Wie lange würden wir mit dem Auto dahin brauchen, unter der Voraussetzung, dass wir mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 90 km pro Stunde ununterbrochen, also 24 Stunden pro Tag und 7 Tage die Woche, unterwegs wären?
So schnell dies berechnet ist, so lange dauert dann aber tatsächlich die Fahrzeit:
178 Tage nonstop – das sind beinahe 6 Monate! Und das ganz ohne Stau...
Die Mondraketen der 1970er Jahre waren übrigens für diese Strecke ca. 3 Tage un-terwegs. Die meiste Zeit wurde aber für diverse Umlaufbahnen, für Beschleunigen und Abbremsen verbraucht.


Wussten Sie, dass SMS-Schreiben beim Autolenken das Unfallrisiko bis zu 23x erhöht?
Ein Team am Virginia Tech Transportation Institute / USA fand vor kurzem heraus, dass das Unfallrisiko durch SMS-Kommunikation beim Autofahren noch viel stärker steigt als dies bisher auf der Grundlage von Simulationen ermittelt worden war. Mit dem nun wissenschaftlich dokumentierten Faktor „23 mal höher“ ist SMS-Schreiben am Steuer auch sehr viel gefährlicher als sämtliche anderen Ablenkungen durch Mobiltelefone.
Für die sechs Millionen Dollar teure Studie, aus der nun erste Ergebnisse bekannt wurden, überwachte man die Fahrerkabinen von über 100 LKWs (Berufsfahrern!) insgesamt 18 Monate lang mit Videokameras und diversen Messinstrumenten.
Die Forscher hatten nicht nur die Zahl der Zwischenfälle beim SMS-Tippen gezählt, sondern auch gemessen, wie lange die Fahrer ihre Augen beim Eingeben und Lesen von Nachrichten von der Straße nahmen. In den Momenten vor einer Kollision oder einem Beinahe-Unfall hatten die Fahrer typischerweise fast fünf Sekunden lang auf den Bildschirm ihres Handys gestarrt, statt auf den Verkehr zu achten. 125 Meter legt ein Lastwagen in dieser Zeit bei einem Tempo von 90 km/h zurück.
Zweifelhafter Weltrekord: Eine Australierin schrieb 22 SMS auf einer 20 Kilometer langen Fahrstrecke ehe es krachte.
In einer vor kurzem veröffentlichten Befragung gab nahezu die Hälfte der Personen zwischen 16 und 24 Jahren an, während des Autofahrens SMS zu versenden – weshalb erwartet wird, dass die durch "Texting" verursachten Unfälle in den nächsten Jahren stark zunehmen könnten.
SMS Verfassen oder Lesen am Steuer ist übrigens generell verboten. Ob man über eine Freisprecheinrichtung verfügt oder nicht, ist dafür unerheblich.


Wussten Sie, dass die Benzinpumpe eines Durchschnittsautos maximal 120 Liter pro Stunde pumpt – das menschliche Herz aber 300 Liter?
Die Benzinpumpe eines Autos schafft durchschnittlich bis zu 120 Liter pro Stunde – das menschliche Herz aber schon in Ruhe bis zu 300 Liter – also bis zu 5 Liter pro Minute!
Das Herz ist unser zentrales Organ für die Durchblutung. Im Blutkreislauf wirken die beiden Herzhälften wie jeweils eine Pumpe, die durch rhythmische Kontraktionen Blut zur Lunge bzw. zu den anderen Organen im Körper transportiert.
In Ruhe beträgt das Herzminuten-Volumen (so der Fachausdruck) beim gesunden erwachsenen Menschen etwa 4,5–5 Liter/Minute – oder ca. 300 Liter pro Stunde. (Der untere Normwert für den Herzindex liegt übrigens bei 2,5 Liter/Minute.)
Unter Extrem- Belastung kann das Herzminuten-Volumen bis auf das Sechsfache gesteigert werden und dann bis zu 30 Liter/Minute, in Einzelfällen (etwa bei Spitzensportlern wie Radrennfahrern) sogar noch mehr betragen.


Wussten Sie, dass ein namhafter internationaler Reifenhersteller der erste kommerzielle Hersteller von Kondomen war?
Lang, lang ist’s her: Das erste Gummi-Kondom wurde im Jahr 1855 vom Amerikaner Charles Goodyear erfunden. Es war zwei Millimeter dick und hatte noch eine Naht.
Goodyear experimentierte wie viele andere Tüftler und Unternehmer seiner Zeit mit Kautschuk. Sein erstes Werk zur Produktion wasserfester Gummi-Artikel gründete Charles Goodyear 1833 in Roxbury, Massachusetts. 1839 erfand er durch einen berühmt gewordenen „wissenschaftlichen Zufall“ ein neues Material: Gummi.
Eine Schwefel-Kautschuk-Mischung war auf eine heiße Herdplatte gefallen, und das Ergebnis war eine trockene und dauerhaft elastische Substanz – eben Gummi.
Damit hatte Goodyear die Vulkanisation entdeckt. Mit dem neuen Verfahren war es möglich geworden, Kautschuk in ein wasser-, wärme und kältefestes, sowie bruch-stabiles Material zu verwandeln.
Goodyear legte damit den Grundstein für die industrielle Fertigung und Entwicklung von Autoreifen (heute eine bekannte Reifenmarke) und eben auch von Kondomen – diese wurden ab 1870 serienmäßig produziert.
Übrigens: Goodyear selbst teilte das Schicksal vieler großer Erfinder: er war zeitle-bens ein armer Schlucker, blieb als Geschäftsmann wenig erfolgreich, trotz seiner vor allem für die Autoindustrie höchst bedeutsamen Patente.


Wussten Sie, dass es in Österreich in den letzten Jahren statistisch gesehen etwa eine Geisterfahrer-Warnung pro Tag gab?
Und zwar seit 20 Jahren, seit Beginn der Aufzeichnungen 1994. Erst im Jahr 2013 lag der Tages-Durchschnitt an Geisterfahrern erstmalig knapp unter Eins: In den österreichischen Radios wurde „nur“ 363 Mal vor unterschiedlichen Geisterfahrern gewarnt. 2014 sank die Zahl erneut geringfügig, es waren insgesamt nur 358 gemeldete Geisterfahrer auf Österreichs Straßen unterwegs.
Der gefährlichste Wochentag ist der Sonntag. Am Wochenende sind weiterhin mehr Geisterfahrer unterwegs als an Werktagen. Im Tagesverlauf trifft man am Vormittag (9-12 Uhr) am Wahrscheinlichsten auf einen Geisterfahrer. Das geringste Risiko besteht am späten Nachmittag (15-18 Uhr).
Die Abnahme der Zahl an Geisterfahrern scheint positiv, wohl aber nur auf den ers-ten Blick: Denn Geisterfahrer verursachen sehr oft schwere und schwerste Ver-kehrsunfälle, bei denen leider viele unschuldige Autoinsassen verletzt oder sogar getötet werden: 2014 ereigneten sich zwei schwerere Unfälle, bei dem drei Personen ums Leben kamen – zwei von ihnen Kinder...


Wussten Sie, dass Ford als erste Automarke Autos am Fließband gebaut hat?
Im Jahr 1913 bewegte sich das erste Fließband in Fords Automobilfabrik in Detroit. Die Arbeitsvorgänge gingen schneller vonstatten, es konnten damit mehr so genannte "Ford T" am Tag hergestellt werden. Damit war es auch möglich, das Auto billiger als die Konkurrenz anzubieten. Hatte ein "Ford T" im Jahr 1908 vor Einführung des Fließbandes noch 850 US-Dollar gekostet, so war er nach der Fließband-Einführung für 300 US-Dollar zu haben.


Wussten Sie, dass der erste Aston Martin 1964 in "Goldfinger“ Bondpremiere feierte?
Im spannenden Actionfilm fuhr James Bond (Sean Connery) erstmalig einen Aston Martin DB5, der für lange Zeit als typisches Bondmobil galt und von "Q“ wie seine Nachfolger auch mit vielen Extras ausgestattet wurde: Maschinengewehre hinter den vorderen Blinkern, rotierende Klingen aus den Radmuttern, eine ausfahrbare, schusssichere Rückwand, Funktelefon, Radaranlage, Schleudersitz, Ölsprayer hinter den Rücklichteinheiten, eine Nägelkanone, eine Vorrichtung zur Herstellung einer Rauchwand aus der Auspuffanlage, wechselnde Kennzeichen, usw. ....

 

Wussten Sie, dass die Engländer auf Grund der alten Ritter links fahren?
Der Linksverkehr in England ist tatsächlich auf die Ritterzeit zurückzuführen. Die Ritter hielten die Pferdezügel in der linken Hand und führten das Schwert mit rechts. Um im Kampf bestehen zu können, mussten sie dem Gegner stets von links entgegen reiten. Daraus ist die britische Eigenart des Linksverkehrs auch mit Automobilen entstanden. Von England aus fand der Linksverkehr den Weg in die Kolonien. So wird nun etwa auch in Australien links gefahren.

 

Wussten Sie, dass sich die Räder in Filmen manchmal rückwärts drehen?
Der Effekt der Rückwärtsbewegung heißt Stroboskopeffekt. Er entsteht, weil bei einem Film 25 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden. Das Auge nimmt aber nur die unterschiedlichen Rad-Positionen wahr, erst das Gehirn verknüpft sie zu einer Bewegung. Dabei wählt es nicht immer den logischen, sondern den kürzesten Weg. Und der weist auch einmal in die falsche Richtung.

 

Wussten Sie, dass in Österreich bereits doppelt so viel Sprit getankt wird wie vor 25 Jahren?
2010 wurden 9,7 Milliarden Liter Diesel und Benzin getankt. Eine VCÖ-Untersuchung zeigt, dass damit doppelt so viel getankt wurde wie im Jahr 1985. Auffallend ist, dass seit dem Jahr 2003 die Spritmenge – auf hohem Niveau - stagniert. Die Jahre mit dem höchsten Spritverbrauch waren 2005 und 2007, als jeweils mehr als zehn Milliarden Liter Sprit in Österreich verkauft wurden. Dabei ist auch der in Österreich von Fahrzeugen mit ausländischem Kennzeichen getankte Sprit enthalten, nicht jedoch die Spritmenge, die von Österreichern im Ausland gekauft wurde.
Im Schnitt werden in Österreich rund 26,5 Millionen Liter Sprit pro Tag getankt. Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt, dass heute etwa doppelt so viel Treibstoff getankt wird wie noch vor 25 Jahren. Die Zeit des billigen Erdöls ist vorbei.

 

Wussten Sie, dass Fahrer dunkelgrüner Autos als traditionsbewusst gelten?
Autofahrer dunkelgrüner Fahrzeuge sind konservativ aber modisch, haben Statusdenken und sind traditionsbewusst. Die Autos erinnern an „Droschken“ und wirken durch die geringe Sportlichkeit etwas streng. Dunkelgrün ist noch schlechter wahrnehmbar als schwarz.

 

Wussten Sie, dass Klappscheinwerfer im Volksmund Schlafaugen genannt wurden?
Der Beginn der Schlafaugen-Geschichte liegt etliche Jahrzehnte zurück. Der erste Pkw mit Schlafaugen dürfte der von Gordon Buehrig entworfene Cord 810/812 gewesen sein, der Mitte der 30er-Jahre in Amerika bei Auburn gebaut wurde. Der Fronttriebler war mit Hauptscheinwerfern ausgestattet, die zunächst bei Flugzeugen für den Landeanflug ausgeklappt wurden.

 

Wussten Sie, dass ein Pkw im Durchschnitt aus ca. 12.000 Einzelteilen besteht?
Genaue Zahlen zu den Einzelteilen ihrer Autos nennen die Hersteller nicht. Die meisten Bauteile sind aus Metall oder Kunststoff, erklärt der TÜV Nord. Sie werden im Werk miteinander verschweißt, verschraubt und verklebt. Die Autobauer beziehen fast alle benötigten Teile von spezialisierten Zulieferfirmen aus der ganzen Welt: Bremsen und Reifen, Kühler und Pumpen, Lenkräder und Scheinwerfer, Radios und Navigationsgeräte. Es wird allerdings nicht alles zugeliefert: Manche Bauteile für das Fahrwerk oder die komplette Karosserie stellen viele Autobauer mittlerweile wieder selbst her.

 

Wussten Sie, dass in Europa Opel die ersten waren, die Autos am Fließband gebaut haben?
Von einer Informationsreise in das Auto-Mekka Detroit brachten die Gebrüder Fritz und Wilhelm Opel 1920 die Idee für das neuartige Fertigungsverfahren mit nach Europa und ebenso die Erkenntnis, dass nicht das teure und handgefertigte Luxusauto, sondern die Großserienfertigung der richtige Weg in die Zukunft des Automobilbaus war. Das Rüsselsheimer Opel-Werk wurde radikal umgebaut. 1924 war das erste Fließband in Deutschland installiert. Der erste so produzierte Wagen war der "Laubfrosch" (Opel 4/ 12 PS). Für die Kunden hatte das neue Produktionsverfahren einen handfesten Vorteil: Dank der sinkenden Herstellungskosten durch die steigende Stückzahl sank auch hier der Einstandspreis von 4500 Mark auf 1990 Mark. Das Auto war nicht länger ein teures Luxusgut für wenige, sondern entwickelte sich zum Fortbewegungsmittel für alle.

 

Wussten Sie, dass die Karosserie des DDR Trabi aus einer Art Kunststoff gefertigt war?
Zur Zeit des Kalten Kriegs fiel der Import von Karosserieblechen unter ein Embargo. Als Ersatz wurde die Duroplast-Kunststoffkarosse entwickelt.

 

Wussten Sie, dass das erste Strafmandat an eine Frau ausgestellt wurde? Für zu schnelles Fahren.
Die französische Herzogin Anne d’Uzès gilt als der erste Mensch, der einen Strafzettel bekommen haben soll, weil sie statt der erlaubten 12 km/h im Bois de Boulogne bei Paris mit 13 km/h unterwegs gewesen ist.

 

Wussten Sie, dass bereits 2011 ein Auto entwickelt wurde, das mit einer Jetturbine angetrieben wird?
Wie unkonventionell in Zukunft Sportwagen sein können, will Pininfarina mit der Studie Cambiano illustrieren. Der 2+2-Sitzer, der auf der linken Seite nur eine Tür hat wie ein Coupé und rechts durch zwei Türen ohne B-Säule einen bequemen Einstieg ermöglicht, fährt mit einem ungewöhnlichen Hybridantrieb. Die Räder werden von vier Elektromotoren mit zusammen 816 PS gedreht. Gespeist wird die Leistung aus einem Lithium-Ionen-Akku. Geht nach etwa 200 Kilometern der Strom zur Neige, startet als Range Extender eine kleine, mit Diesel befeuerte Jetturbine. Sie hat zwar nur 50 kW/68 PS, produziert aber aus 50 Litern Sprit genügend Strom für noch einmal mehr als 600 Kilometer. Dabei erreicht der Cambiano Fahrleistungen wie ein Sportwagen: Er beschleunigt in 4,2 Sekunden auf Tempo 100 und kommt auf bis zu 275 km/h.

 

Wussten Sie, dass ein Grazer Student im Rahmen seiner Diplomarbeit 2014 ein faltbares Auto erfand?
Origami einmal anders: TU-Student Helmut Brunner aus Graz entwickelte für seine Diplomarbeit am Frank Stronach-Institut ein faltbares Auto. Schiebt man die Räder nach vorne, braucht das Gefährt nur zwei Meter Platz – also genauso viel wie ein Motorrad. Ideal für kleine Parkplätze in der Stadt. Es wiegt 400 Kilogramm, hat einen Elektromotor, drei Räder, zwei Türen, ein Dach und Platz für drei Personen.

 

Wussten Sie, dass der erste richtige Kreisverkehr bereits 1903 erfunden wurde?
Der erste richtige Kreisverkehr der Welt ist der Columbus Circle in New York. Erfunden hat ihn 1903 ein Mann mit ziemlich seltsamem Namen: William Plelps Eno. Es gab zwar schon vorher kreisförmige Verkehrsführungen, jedoch zweiwegig - für Kutschen und auf eine schöne Aussicht wie zum Beispiel auf einen Teich in der Mitte ausgerichtet. Einen Kreisverkehr, in dem der Verkehr in nur eine Richtung läuft, hatte es vorher nicht gegeben. Ein paar Jährchen später erfand Eugêne Henard, ein Architekt aus Paris, den Kreisverkehr zum zweiten Mal. Er baute den Place d’Êtoile. Schon ziemlich blöd, denn seither streiten sich die Experten, wer nun der Erfinder des Kreisverkehrs ist: Eugêne oder William Plelps.

 

Wussten Sie, dass die erste Straßenampel bereits 1868 in London installiert wurde?
Eisenbahn-Ingenieur John Peake Knight (1828-1886) wollte etwas gegen die hohe Zahl der Verkehrsopfer unternehmen und installierte am 10. Dezember 1868 direkt zu Füßen von Big Ben die erste Straßen-Lichtsignalanlage der Welt. Knights Ampel war mit heutigen nicht zu vergleichen und bestand wie ihre zeitgenössischen Pendants aus dem Bahnverkehr aus einer Gaslaterne mit drehbaren Lichtfiltern in grün und rot. Sie funktionierte, flog allerdings nach nur einem Jahr in die Luft – das Experiment Ampel wurde daraufhin erst mal wieder auf Eis gelegt.

 

Wussten Sie, dass Sebastian Vettel als bislang jüngster Fahrer in der Formel 1 die Weltmeisterschaft gewonnen hat?
Sebastion Vettel startet seit 2007 in der Formel 1 und gewann dort in der Saison 2010 als bislang jüngster Fahrer mit nur 23 Jahren die Weltmeisterschaft. Mit der erfolgreichen Verteidigung des Titels 2011, 2012 und 2013 ist er einer von drei Fahrern, die viermal in Folge Weltmeister wurden. Vettel steht seit 2009 beim österreichischen Team Red Bull Racing unter Vertrag.

 

Wussten Sie, dass bereits 13 Österreicher als Fahrer in der Formel 1 unterwegs waren?
Gerhard Berger, Hans Binder, Patrick Friesacher, Jo Gartner, Christian Klien, Helmut Koinigg, Niki Lauda, Helmut Marko, Dieter Quester, Roland Ratzenberger, Jochen Rindt, Karl Wendlinger und Alexander Wurz.

 

Wussten Sie, dass Fahrer weißer Autos die Straßenverkehrsordnung besser beachten?
Fahrer von weißen Autos gelten als unauffällig und sensibel, zurückhaltend und pflichtbewusst. Sie waschen ihren Wagen häufig und beachten die Straßenverkehrsordnung. Weiße Autos werden bei fast jeder Witterung besser gesehen – außer im Schnee. Im Gewichtsvergleich von schwarzen und weißen Fahrzeugen nimmt man ein schwarzes Auto als wesentlich schwerer wahr als ein weißes.

 

Wussten Sie, dass das erste Automobilrennen 1894 in Paris-Rouen startete?
Das erste überlieferte Automobilrennen fand am 22. Juli 1894 von Paris nach Rouen und zurück, über eine Strecke von 126 km, statt. Über 100 Fahrzeuge waren angemeldet, darunter 39 mit Dampfantrieb, 38 mit Benzinmotor, 5 mit elektrischem Antrieb, 5 mit komprimierter Luft betriebene und ein Fahrzeug mit Federmechanismus; 15 Wagen kamen ins Ziel. Sieger war Albert Jules Graf de Dion mit seinem Dampfwagen. Die erste „Rennformel“ mit Vorschriften bezüglich des Gewichts und der Besetzung war der Gordon-Bennett-Cup. 1906 wurde mit dem Grand-Prix von Frankreich das erste Rundstreckenrennen durchgeführt.

 

Wussten Sie, dass sich in der Formel 1 auch schon 5 Frauen als Fahrerinnen versuchten?
Maria Teresa de Fillipis (1958), Lella Lombardi (1974-1976) und Desiree Wilson (1980) fuhren tatsächlich bei Rennen. Divina Galica (1976-1978) versuchte sich mehrmals, allerdings qualifizierte sie sich für kein Rennen. Giovanna Amati (1992) fuhr 3 Qualifikationen, aber auch sie qualifizierte sich für kein Rennen.

 

Wussten Sie, dass es in Österreich bereits 1901 die erste Führerschein-Prüfung gab?
Bereits ab dem Auftreten der ersten Automobile war man sich der damit verbundenen Gefahren bewusst. In Deutschland wurde die erste Fahrerlaubnis bereits im Jahr 1888 für Carl Benz ausgestellt, den Erfinder des Automobils. Auch in Österreich wurde bereits 1901 verlangt, dass sich der Lenker eines Benzinfahrzeugs einer Prüfung unterziehen müsse - vor einer von der k.k. Polizeidirektion eingesetzten Kommission. Bei der Prüfung musste mündlich ein fahrtheoretischer Teil über technische Belange sowie ein fahrpraktischer Teil absolviert werden. Dabei wurde das Fahren, Halten, Rückwärtsfahren und Kurvenfahren geprüft, also durchaus so wie heute noch üblich. Der Kandidat trat mit seinem eigenen Fahrzeug zur Prüfung an. Die ersten Führerscheine waren handschriftlich ausgefüllte Bescheid-Vordrucke mit Urkundencharakter, die von jeder Behörde individuell ausgestaltet wurden. Eine Ministerialverordnung, die für den österreichischen Teil der k.k.-Monarchie galt, schrieb 1906 die Einführung von Erkennungszeichen (Kfz-Kennzeichen) vor.

 

Wussten Sie, dass bei kurzen Strecken mit dem Auto mehr Sprit verbraucht wird?
Wenig bekannt, aber Tatsache: Bei so manchem Kfz fällt auf den ersten 1 bis 2 Kilometern Fahrtstrecke unmittelbar nach dem Kaltstart ein mittlerer Verbrauchswert von bis zu 30 Litern an. Erst nach 4 gefahrenen Kilometern hat sich der Verbrauch normalisiert. Denn um "rund" zu laufen, benötigen manche Motoren in der Warmlaufphase ein "fetteres" Gemisch, also eines mit deutlich höherem Kraftstoffanteil. Der Motor ist erst dann effizient, wenn er die Betriebstemperatur erreicht hat. Zu diesem Zeitpunkt minimieren Schmierstoffe und Betriebsflüssigkeiten die Reibung im Motor und senken damit den Verbrauch.

 

Wussten Sie, dass der Bremsweg bei Autos mit ABS sogar länger dauern kann als bei Autos ohne?
Das Antiblockier-System, kurz ABS, wurde 1978 als Sicherheitssystem für Autos serienmäßig eingeführt. ABS verhindert, dass die Räder eines Autos blockieren, wenn das Bremspedal kräftig durchgetreten wird. Mehrmals pro Sekunde löst ABS automatisch die Bremse, wenn das Rad stillzustehen droht. Das Fahrzeug rollt dann für einen kurzen Augenblick ungebremst weiter. ABS ist also nicht für einen kürzeren Bremsweg gedacht sondern soll dafür sorgen, dass der Wagen während des Bremsvorgangs lenkbar und somit in der Spur bleibt. Auf trockener Fahrbahn ist der Bremsweg mit ABS trotzdem meist ein wenig kürzer als ohne ABS, auf nasser Straße ist der Bremswegvorteil noch deutlicher. Aber auf einem lockeren Untergrund wie Kies, Sand oder Schnee kann der
Bremsweg mit ABS erheblich länger sein. Denn blockierende Räder schieben auf diesem Untergrund einen immer dicker werdenden Keil aus Lockermaterial vor sich her, der das Auto bremst. Das Fahrzeug mit ABS rollt dagegen weiter über die lockere oder glatte Oberfläche. Das erhöht die Sicherheit enorm.

 

Wussten Sie, dass es nur etwa 20 Tausendstel Sekunden dauert, bis bei einem Unfall der Airbag eines Autos aufgeblasen ist?
Als Airbag (Luftsack) wird ein Teil des Insassen-Rückhaltesystems bezeichnet. Der Airbag im Kraftfahrzeug besteht aus einem Kunststoffsack, der sich bei einem Unfall mit einem lauten Knall zwischen dem Insassen und Teilen des Fahrzeuginnenraumes entfaltet – und zwar in der extrem kurzen Zeit von 20 bis max. 50 Tausendstel Sekunden. Dadurch wird verhindert, dass der Insasse gegen harte Teile des Innenraumes wie Lenkrad oder Armaturenbrett prallt. Das Airbag-System wird nur durch starke negative Beschleunigungswerte ausgelöst – und zwar so stark, dass sie durch eine Vollbremsung nicht erreicht werden können. Autos sind inzwischen mit einer Vielzahl von Airbags ausgerüstet. Je nach Fahrzeugverzögerung und Kollisionswinkel werden nur bestimmte Airbags ausgelöst.

 

Wussten Sie, dass ein Gepard stärker beschleunigt als ein Sportwagen?
Es sind nur drei Sekunden. Drei Sekunden, die einem Gepard ausreichen, um von Tempo Null auf 120 zu kommen. Ein Sportwagen braucht dazu länger. Die schönen Raubkatzen sind damit nicht nur die schnellsten Beschleuniger, sondern überhaupt die schnellsten Landwirbeltiere, wie britische Wissenschaftler in Afrika erforscht haben. Für lang dauernde Hetzjagden sind die Tiere jedoch nicht geschaffen, diese Höchstgeschwindigkeiten, die in Studien gemessen wurden, können Geparde nur wenige Hundert Meter halten, um ihre Beutetiere nach langem Anschleichen zu erledigen. Dennoch sind die Jagden der Geparde außergewöhnlich erfolgreich, und zwar bei mehr als der Hälfte ihrer Versuche. Kein anderes alleine und nicht in Rudeln jagendes Tier hat eine bessere Erfolgsquote. Übrigens erstaunte die Wissenschaftler auch das außergewöhnliche Brems-Vermögen der Raubkatzen, mit dem sie schlimme Kollisionen mit Beutetieren vermeiden.

 

Wussten Sie, dass der statistisch sicherste Platz im Auto hinten in der Mitte ist?
Von allen Plätzen im Auto ist der mittlere Fondplatz am unbeliebtesten und kann höchst unbequem sein. Doch genau dieser Platz ist der sicherste, stellten US-Forscher nach Auswertung von Tausenden von Unfällen fest. Die Wissenschaftler einer New Yorker Universität analysierten alle Unfälle in den USA von 2000 bis 2003, bei denen es Todesopfer gab. Sie stellten fest, dass die Passagiere auf dem Rücksitz bis zu 86 Prozent sicherer saßen als Fahrer und Beifahrer. Der Mitfahrer auf dem mittleren hinteren Platz war zudem noch 25 Prozent weniger gefährdet als seine Nachbarn. Selbst wenn man alle Faktoren wie Angurten, Autotyp, Autogewicht, Alter der Passagiere, Wetter- und Lichtverhältnisse einbezieht, ist der Rücksitz in der Mitte immer noch 16 Prozent sicherer als jeder andere Sitz im Auto.

 

Wussten Sie, dass wenn ein Anhänger oder Wohnwagen schlingert, oft eine kurze Vollbremsung sinnvoll ist?
Klingt seltsam, ist aber eine Empfehlung seriöser Experten und diverser Autofahrer-Clubs: Gerät der Anhänger oder auch Wohnwagen hinter Ihrem Auto ins Schlingern, stabilisiert ein kurzer, fester Tritt auf die Bremse die Fuhre. Sobald man ein Schlingern merkt, beherzt bremsen, egal ob der Hänger sich links, rechts oder mittig hinter dem Zugfahrzeug befindet. Dann langsamer fahren und bei nächster Gelegenheit die Beladung ändern. Beim Beladen ist auf das Gesamtgewicht und vor allem auf die zulässige Stützlast zu achten! Wird das Gesamtgewicht um ein paar Kilogramm überschritten ist das weniger tragisch. Das Überladen der Stützlast kann jedoch schon bei langsamer Fahrweise zum Schlingern oder auch zu einem verlängerten Bremsweg und so zu einem Unfall führen. Vorsicht ist geboten bei ungebremsten Anhängern. Bei ihnen hilft keine eigene Bremse zur Korrektur. Hier gilt Tempo reduzieren, dann beruhigt sich das Gespann wieder. Insbesondere ältere, teils wenig gefederte Anhänger reagieren viel stärker auf schlechte Straßen als das Zugfahrzeug. Besonders Bodenwellen lassen den ganzen Zug regelrecht schwingen. Auch hiergegen hilft nur eines: Langsam fahren!

 

Wussten Sie, dass der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II das Auto lange als vorübergehende Modeerscheinung sah - mit den Worten "ich glaube an das Pferd!"?
Im späten 19. Jh. wurde in Deutschland der Benzinmotor erfunden, bis heute tragen die Motoren die Namen der Erfinder: Diesel und Otto. Die Herren Daimler und Benz entwickelten die ersten Automobile. Dennoch setzten damals die wenigsten auf einen Siegeszug des Autos. „Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung“, soll sich Kaiser Wilhelm II sicher gewesen sein. Ähnlich pessimistisch sah es der Große Brockhaus aus dem Jahre 1896. Dort stand, "die Erfindung eines Gottlieb Daimler wird für die Entwicklung des Verkehrsgeschehens wohl ohne große Bedeutung bleiben." Wie die Geschichte ausgegangen ist, sehen wir heute spätestens vor unserer Haustür. Zur Ehrenrettung des deutschen Kaisers: Wenn er auch mit seiner frühen Prognose bezüglich des Automobils falsch lag, war er doch später ein „Autofan“ und hatte selbst einen großen Fuhrpark mit 22 Kraftwagen für seinen persönlichen Bedarf, die "Automobil-Abteilung beim kaiserlichen Marstall". Diese Fahrzeuge waren mit einer speziellen viertönigen Hupe ausgestattet, die den normalen Verkehrsteilnehmern das Herannahen „allerhöchster“ Wagen signalisierte. Selbst gefahren ist er aber wohl kaum, seine "kaiserlich und königlichen Wagenführer" kutschierten ihn.

 

Wussten Sie, dass der Prototyp eines Autos als „Erlkönig“ bezeichnet wird?
Während die Hersteller versuchen, das genaue Aussehen von Prototypen-Fahrzeugen geheim zu halten, wird ihnen von Fotojournalisten, sogenannten „Erlkönig-Jägern“, nachgestellt, die danach die gemachten Fotos an Fachmagazine oder die Boulevardpresse verkaufen. Die Namensgebung geht auf die berühmte Ballade „Erlkönig“ von Johann Wolfgang von Goethe zurück, die mit dem Vers „Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind“ beginnt. Anfangs der 1950er Jahre erschien eine Zeitlang in jeder Ausgabe einer Auto-Illustrierten das mehr oder weniger deutliche Bild eines Automobil Prototypen. Diese nach heutigen Maßstäben lächerlich harmlosen Bildchen galten damals als nie dagewesene Provokation der Automobilindustrie, liebeswürdige Begleittexte sollten die betroffenen Autofirmen beruhigen. So erschien eines Tages zusammen mit ersten Bildern eines Prototyps ein kleines Achtzeilen-Gedicht im Stil des Erlkönig-Poems. Auch für die nächsten Hefte erschienen die Bilder mit der gleichbleibenden Überschrift „Erlkönig“ So wurde das Wort bald zu einem geläufigen Ausdruck.

 

Wussten Sie, dass Rudolf Diesel bereits 1892 den ersten Dieselmotor entwickelte?
Ein Dieselmotor ist ein Verbrennungsmotor, bei dem sich der direkt in den Brennraum eingespritzte Kraftstoff durch Komprimieren der erhitzten Verbrennungsluft selbst entzündet. Vor dem Hintergrund des um 1890 herrschenden Standes der Technik wurde die
Machbarkeit dieser Konzeption aus praktischer Sicht stark angezweifelt. Rudolf Diesel versuchte es mit verschiedensten Kraftstoffen und scheiterte auch tatsächlich zuerst an den zu dieser Zeit dafür ungeeigneten Pumpen und an der fehlenden Präzision der Ventile. Deswegen wählte er den Umweg über ein Einblasen des Kraftstoffes mit Druckluft und konnte so den flüssigen Kraftstoff genau genug dosieren und das extrem „fette“ Gemisch im Brennraum verteilen. Am 10. August 1893 lief der erste Prototyp des neuen Motors aus eigener Kraft. Und noch heute ist der Dieselmotor der Verbrennungsmotor mit dem besten Wirkungsgrad!