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Wussten Sie, dass ... ?

 
 

Wussten Sie, dass der Wunderbaum im Auto allergieauslösende Inhaltsstoffe beinhalten kann?
Der Duftbaum baumelt am Rückspiegel von Autos auf der ganzen Welt - der beliebte Lufterfrischer im Auto soll Gerüche neutralisieren. Doch nur wenige Autofahrer machen sich Gedanken über die Inhaltsstoffe. Glaubt man verschiedenen Studien, sind die baumelnden Frischmacher nicht so harmlos, wie sie wirken. Wunder-Bäume bestehen meist aus einem saugfähigen Karton, der in beliebige, meist künstlich hergestellte, Duftstoffe und andere „Hilfsstoffe“ getränkt wird. Diese Substanzen können im schlimmsten Fall Krebs erzeugen. Laut Tests enthalten manche Einweg-Lufterfrischer bestimmte Weichmacher, die in Verdacht stehen gesundheitsschädigend zu sein, da sie Nieren, Leber und die Fortpflanzungsorgane schädigen könnten. Ärzte warnen zudem insbesondere Raucher vor Nikotin- Konsum im Auto, sofern dort ein Duftbaum genutzt wird. Denn durch die Verstäubung der Lufterfrischer-Chemikalien, können sich Feinstaubpartikel aus der Luft besser mit den Inhaltsstoffen des Zigarettenrauchs binden und sich verstärkt in der Lunge ablagern.

Wussten Sie, dass in den meisten Ländern das Mindestalter 21 Jahre beträgt, um ein Auto mieten zu können?
Wenn junge Leute im Urlaub ein Auto mieten wollen, müssen sie mit Einschränkungen rechnen. Denn viele Autovermieter fordern ein Mindestalter zwischen 21 und 25 Jahren, das Alter kann je nach Nation und Wagenkategorie schwanken. Aber Vorsicht auch bei Senioren, in manchen Ländern gibt es ebenfalls eine Altersbeschränkung nach oben. In Spanien beispielsweise liegt das durchschnittlich bei 79 Jahren. Am besten fährt man, wenn man sich bereits Zuhause die allgemeinen Mietbedingungen von Autovermietern in der zukünftigen Urlaubsdestination durchliest. Dann erleben Sie keine bösen Überraschungen, wenn sie in der Ankunftshalle am Flughafen stehen und kein Auto mieten dürfen.

Wussten Sie, dass in der Schweiz auf 3-spurigen Autobahnen die äußerste linke Spur nur mehr von Fahrzeugen benutzt werden darf, die zumindest 100 km/h fahren dürfen?
Wer in der Schweiz auf Autobahnen überholen will, sollte aufs Gas steigen. Die Schweizer haben beschlossen, das Mindesttempo auf der Überholspur zu erhöhen. Seit 2016 darf auf 3-spurigen Autobahnen die ganz linke Spur nur mehr von Fahrzeugen benutzt werden, die die Erlaubnis und auch die technischen Voraussetzungen haben, zumindest 100 km/h schnell zu fahren. Bisher galt eine Mindestgeschwindigkeit von 80 km/h. Der Bundesrat wolle damit den Verkehrsfluss verbessern. Damit werden „schwere Motorwagen“, also LKWs und andere Fahrzeuge über 3,5 Tonnen von dieser Spur ausgeschlossen wurden.

Wussten Sie, dass schon ab 0,3 Promille Alkohol im Blut erste Einschränkungen im Fahrverhalten auftreten können?
Alkohol beeinträchtigt die Reaktionsfähigkeit und damit die Verkehrssicherheit. Aktive Teilnahme am Straßenverkehr kann deshalb bereits ab 0,3 Promille strafrechtlich geahndet werden. In manchen Fällen wird man sogar bereits unter 0,3 Promille mit einer Teilschuld belangt. Nämlich dann, wenn jemand einen Unfall verursacht und zuvor nachweislich Alkohol getrunken hat. Auch bei den scheinbar geringen Mengen verkleinert sich das Sehfeld, Abstände und Geschwindigkeiten werden falsch wahr genommen. Als Resultat ergeben sich typische Fehler wie ein zu geringer Sicherheitsabstand oder riskante Überholmanöver.

Wussten Sie, dass Sie Ihre Nebelschlussleuchten wirklich nur bei schlechten Sichtverhältnissen einschalten dürfen?
Die Nutzung der Nebelschlussleuchte im Kfz ist ausdrücklich nur bei sehr schlechter Sicht – also bei dichtem Nebel, starkem Schneefall bzw. Regen und dergleichen – erlaubt. Sobald sich die Sichtverhältnisse wieder bessern, muss man die Nebelschlussleuchte ausschalten. Warum? Weil sie ein grellrotes Licht nach hinten abwirft, das bei normalen Sichtverhältnissen sehr stark blenden würde. Im Vergleich zu herkömmlichen Schlussleuchten strahlt sie meist etwa 12- bis 20-fach stärker. Zudem kann das Erkennen des Bremslichtes erschwert werden, da die Helligkeits-unterschiede gering sind.

Wussten Sie, dass Geschwindigkeitsbeschränkungen für Radfahrer gleich gelten, wie für alle anderen Verkehrsteilnehmer auch?
Ein weit verbreiteter Irrtum: Auch für Radfahrer gelten die Geschwindigkeitsbeschränkungen genau so, wie sie auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer gelten. Die Straßenverkehrsordnung (§ 20) sagt folgendes aus: Im Ortsgebiet 50 km/h und auf Freilandstraßen 100 km/h, wenn nicht anders verordnet (zum Beispiel Tempo 30). Das Fahrradfahren auf Autobahnen und Autostraßen ist verboten (§ 46, Absatz 1). Bei einem „allgemeinen Fahrverbot“ ist auch das Fahrradfahren verboten, das Schieben ist erlaubt. Zusätzlich gilt noch: Ungeregelten Radfahrerüberfahrten darf man sich mit höchstens 10 km/h nähern. Außerdem darf eine solche Überfahrt nicht unmittelbar vor einem herankommenden Fahrzeug und für dessen Lenker „überraschend“ passiert werden. Das alles und vieles mehr ist in Fahrradverordnung zu lesen. 

Wussten Sie, dass bereits im Jahr 1899 etwa 90 Prozent aller New Yorker Taxis elektrisch betrieben wurden?
Was heute als supermoderne Automobiltechnik gilt – Autos mit elektrischem Antrieb – zählt eigentlich zu den absoluten Anfängen der automobilen Fortbewegung. Im Jahr 1881 hat ein Franzose ein Elektrofahrzeug mit drei Rädern vorgestellt - bereits fünf Jahre, bevor Carl Benz sein Patent für den Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb anmeldete. 1899 wurden in New York sogar 90 Prozent aller Taxis mit Akku-gespeisten Elektromotoren bewegt. Elektroautos waren bis in die 1920er-Jahre beliebter als ihre qualmende und röhrende Konkurrenz, elektrische Eisenbahnen und Oberleitungsbusse waren zu dem Zeitpunkt längst bekannt. Selbst die Idee, die Räder nicht über ein Getriebe mit Differenzial, sondern direkt über Elektromotoren in den Radnaben anzutreiben, zeigte Ferdinand Porsche schon 1900 auf der Pariser Weltausstellung, umgesetzt im Lohner-Porsche.
 
Wussten Sie, dass der Reifendruck bei einem Auto eine ganz entscheidende Rolle für den Kraftstoffverbrauch spielt?
Die Bedeutung des korrekten Reifen-Luftdrucks wird häufig unterschätzt. Bei zu geringem Reifendruck kann zum einen der Spritverbrauch erheblich ansteigen. Zum anderen wird bei zu geringem Luftdruck die Seitenführung des Reifens schlechter, der Bremsweg verlängert sich, auch der Verschleiß ist höher. Durch eine regelmäßige Kontrolle und Anpassung des Reifenluftdrucks kann man das vermeiden – man spart nicht nur Geld, sondern verringert auch den umweltschädlichen CO²-Ausstoß. 

Wussten Sie, dass Motorabstellen bei einer roten Ampel den CO²-Ausstoß verringert und zudem Sprit spart?
Motorabstellen zahlt sich doppelt aus. Nicht nur, um das eigene Geldbörserl zu entlasten, sondern auch, um etwas zum Klimaschutz beizutragen. Denn je weniger Benzin wir verbrauchen, desto geringer ist auch der klimaschädliche CO²-Ausstoß. Viele neue Autos mit Automatik-Getriebe bieten die Möglichkeit, mit der Start-Stopp-Automatik den Motor bei Stillstand des Fahrzeuges automatisch abzustellen. Auch ohne diese Automatik ist es übrigens bereits ab etwa 20 Sekunden Anhaltzeit sinnvoll, den Motor zur Minimierung des Treibstoffverbrauchs abzustellen.

Wussten Sie, dass seit 2012 in Wien nicht nur die Polizei, sondern auch Parkwächter Parkkrallen an falsch abgestellten Autos anbringen dürfen?
Die Kompetenzen der Wiener Parkraumüberwachung war bis 2012 auf zwei Einheiten aufgeteilt. Die bei der Stadt angesiedelten "Blaukappler" kontrollierten lediglich die Entrichtung der Parkgebühren. Die zur Polizei gehörenden "Weißkappler" waren wiederum bei Park- und Halteverboten oder der Einhaltung von Ladezonen zuständig. Mit der Novelle wurden sie zusammengeführt - die neuen "Parksheriffs" werden nun von der Stadt Wien bezahlt, sind dienstrechtlich aber der Exekutive unterstellt. Damit erhalten sie auch das Recht, Parksündern eine Parkkralle anzulegen. Das durfte bisher nur die Polizei. Die Wegfahrsperren sollen aber nur im Ausnahmefall angewendet werden, wenn die Strafverfolgung des Lenkers unmöglich oder nur sehr schwer möglich ist - beispielsweise bei Autos mit ausländischem Kennzeichen.

Wussten Sie, dass Steve Jobs seiner Sekretärin - weil sie aufgrund einer Autopanne zu spät zur Arbeit kam - einen nagelneuen Sportwagen schenkte?
Mythos Steve Jobs. Ob man ihn mag oder ablehnt, seine Produkte nutzt oder nicht: es gibt keinen Zweifel daran, dass Steve Jobs ein unglaublicher Mensch war. Er wurde als Visionär bezeichnet, als Pionier und als Genie – er war kompromisslos und entschlossen und brachte so Apple zum Erfolg. Weniger bekannt ist, dass Steve Jobs seiner Sekretärin einen Jaguar schenkte: Sie war zu einem Termin mit ihm aufgrund einer Autopanne zu spät gekommen. Steve Jobs verließ das Büro und als er zurück kam, warf er ihr die Schlüssel für einen neuen Jaguar zu mit den Worten: „Kommen Sie nie wieder zu spät.“ 

Wussten Sie, dass auf der Insel Mackinac in Michigan bis heute Autos verboten sind und weiterhin nur Pferde als Transportmittel benutzt werden?
Amerika ist das Land der großen Autos. Doch auf der Insel Mackinac bemerkt man davon gar nichts, ganz im Gegenteil: das Straßenbild mutet an wie eine Szene aus einem früheren Jahrhundert, geprägt von Pferdekutschen, Fahrrädern, Fußgängern. Denn Autofahren ist hier schon seit fast 120 Jahren verboten – und das ausgerechnet in Michigan, der Heimat der Autobauer General Motors, Ford und Chrysler! Autolärm und Abgase würden nur die Beschaulichkeit stören, mit der Mackinac Island jedes Jahr von Mai bis Oktober 750.000 Touristen anlockt. Und bei nur 500 Bewohnern ist es keine Überraschung, dass auf der Insel mehr Pferde leben als Menschen.
 
Wussten Sie, dass die ersten Lichtzeichen bei Ampeln nur rot und grün waren?
Jeder kennt sie – die Verkehrsampel. Sie wurde am 1868 von John Knight erfunden und erstmalig in London eingesetzt. Er wollte damit bezwecken, dass seine Angestellten ohne Unfallrisiko an den Arbeitsplatz gelangen. Diese Frühform der Ampelanlage wurde manuell betrieben und zeigte nur 2 Lichtsignale: ein rotes und grünes. Die Lichtsignale stammten aus der Schifffahrt, wo sie Backbord und Steuerbord kennzeichnen, aber auch im Schienenverkehr hatten sie sich als Signalfarben bestens bewährt. Um die Londoner über das neue System zu informieren, wurden 10.000 Flugblätter über die City abgeworfen. Die neue Verkehrsregelung wurde schnell akzeptiert, doch die Bedienung macht ernste Probleme. "Mehr als einmal ist es in Verbindung mit der Straßensignal-Säule zu Gasexplosionen gekommen", berichtet die "Times" kaum einen Monat später. Noch im Januar 1869 ereignet sich ein schwerer Unfall. Als der diensthabende Polizist das Gas abdreht, kommt es erneut zur Explosion – eine
Stichflamme verbrennt dem Bobby das Gesicht. Die erste Ampel der Welt wird sofort abgeschaltet und London verzichtet ein halbes Jahrhundert lang auf weitere Versuche, das Verkehrschaos mit Signalanlagen zu regeln.
 
Wussten Sie, dass ein Drittel der Autofahrer beim Abbiegen nicht blinkt?
Es gibt immer mehr Blinkmuffel - einer von drei Autofahrern zieht es vor, andere Verkehrsteilnehmer mit spontanem Abbiegen zu überraschen und zu gefährden. Der ÖAMTC hat im Rahmen einer Blinker-Erhebung 14.300 Lenker bei Abbiegevorgängen beobachtet. Das Ergebnis: Nur 62 Prozent blinkten bzw. blinkten richtig. Am ehesten setzten Lenker bei Kreuzungen den Blinker (86 Prozent) und am wenigsten häufig beim Verlassen von Kreisverkehren (60 Prozent). ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé erklärt: „Diese Ergebnisse haben uns selbst überrascht und machen deutlich, dass Aufklärungsbedarf besteht. Richtiges Blinken ist für die Sicherheit ebenso wichtig wie für den Verkehrsfluss und genau deshalb auch laut Straßenverkehrsordnung verpflichtend.“
In der StVO ist das Blinken eindeutig geregelt: Auch wenn kein anderer Verkehrsteilnehmer in Sicht ist, muss der Blinker gesetzt werden. Für Kreisverkehre gilt: Beim Hineinfahren wird nicht, beim Herausfahren in jedem Fall geblinkt. Besonders wichtig ist das Zeichengeben beim Ein- und Ausfahren sowie beim Spurwechsel auf Autobahnen und auf anderen mehrspurigen Straßen. Setzt man den Blinker nicht, reicht der Strafrahmen für den Fall einer Anzeige bis zu 726 Euro – zumeist wird jedoch eine Organstrafverfügung in der Höhe von 35 Euro ausgestellt.
 
Wussten Sie, dass Hupkonzerte im Autokonvoi zur Feier des Brautpaares eigentlich verboten sind?
Hupkonzerte im Autokonvoi, Klappernde Blechdosen, ein Blumenstrauß auf der Motorhaube – so feiern viele Brautpaare und ihre Gäste den schönsten Tag in ihrem Leben. Aber das Hupkonzert im Hochzeitskonvoi ist laut Straßenverkehrsordnung nicht erlaubt! Denn es darf nur dann gehupt werden, wenn es die Verkehrssicherheit erfordert. Außerdem dürfen Schallzeichen insbesondere vor Kirchen und gekennzeichneten Schulen und Krankenhäusern, sowie zur Nachtzeit nicht länger als unbedingt nötig gegeben werden. Folglich ist das Hupen auch bei Hochzeitsgesellschaften verboten, da eine Hochzeit nicht als Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit gesehen werden kann. Unerlaubtes Hupen kann eine Verwaltungsstrafe zur Folge haben. Auch sonst können die Regeln laut Straßenverkehrsordnung manchmal zu Hochzeits-Frust führen. Geschmückte Autos: Nur, wenn es die Sicht und Beleuchtung nicht behindert. Deshalb Vorsicht bei Luftballons. Klappernde Blechdosen: Die Dosen dürfen nicht abfallen und dann auf der Straße liegen bleiben. Außerdem könnten sie eine Lärmbelästigung sein.

Wussten Sie, dass Sie im Auto vor Blitzen geschützt sind?
In einem Auto ist man vor Blitzschlag sicher, denn die geschlossene Metallkarosserie bildet einen sogenannten Faradayschen Käfig. Michael Faraday, britischer Chemiker und Physiker, hat im 19. Jahrhundert herausgefunden, dass sich die elektrische Ladung an der Außenseite eines geladenen Leiters konzentriert. Weil der Strom an allen Seiten herumfließt, bleibt das Innere einer Metallkiste frei von elektrischen Spannungen. Selbst wenn das Auto vom Blitz getroffen wird, fließt somit der Strom außen über das Auto in die Erde ab. Allerdings sollte man das Auto abstellen, denn wird es während der Fahrt vom Blitz getroffen, können immer noch die Reifen platzen. 

Wussten Sie, dass der erste Doppeldecker-Bus in London bereits 1898 eingesetzt wurde?  
Der legendäre rote Doppeldeckerbus " gehört zu London wie der Big Ben und die Beefeaters. Bereits im 19. Jahrhundert verkehrten auf Londons Straßen zweistöckige, von Pferden gezogene Sammeldroschken, Vorbild der Doppeldeckerbusse. Sie sind aus der Notwendigkeit entstanden, bei bereits knappem Verkehrsraum vor allem in Großstädten, mehr Fahrgastkapazität zu schaffen. Der erste Doppeldecker wurde 1898 in London eingesetzt – zwölf Fahrgäste fanden im Inneren der geschlossenen Kabine Platz, weitere acht auf der offenen oberen Plattform. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 12 mph (18 km/h). Ein Zeitungsbericht beschreibt die Jungfernfahrt am 23. April vom Hafenstädtchen Gravesend in die Londoner City: „Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind in Long Acre und entlang des Piccadilly blieb stehen und starrte auf das Fahrzeug, als es vorbeidonnerte und seinen Weg entschlossen verfolgte.“ Erst später, mit der Gründung von London Transport wurden alle Londoner Busse einheitlich rot lackiert. Heute verkehren zwei verschiedene Doppeldeckermodelle: der RT-Typ mit der offenen Plattform und der einem Berliner Doppeldecker ähnliche, geschlossene Routemaster.

Wussten Sie, dass 40% aller Autounfälle durch Ablenkungen wie z.B. dem Schreiben einer SMS am Steuer verursacht werden?
Bis vor kurzem war Alkoholisierung die Hauptursache für tödliche Unfälle im Straßenverkehr. Das hat sich geändert: Aber nicht deshalb, weil weniger Alkoholfahrten verzeichnet werden, sondern weil sich immer mehr Autofahrer während der Fahrt nicht aufs Autofahren konzentrieren. Laut einer Statistik der ASFINAG sind Unaufmerksamkeit bzw. Ablenkung mittlerweile Ursache für ca. 40 % aller Verkehrsunfälle in Österreich mit Personenschaden. In Zahlen bedeutet das: Über 13.000 Unfälle mit Personenschaden und über 110 Todesopfer pro Jahr, Tendenz stark steigend. So erhöht sich etwa während eines Telefongesprächs das Unfallrisiko um das Vierfache. Doch Telefonieren ist nicht der einzige Grund dafür, dass der eine oder andere Lenker „blind“ unterwegs ist. Besonders dramatisch wirkt sich vor allem das Schreiben und Lesen von Textbotschaften aus. Eine Studie aus den USA hat ergeben, dass sich das Unfallrisiko um das 164-Fache erhöht. Die Ablenkung durch das Schreiben einer SMS entspricht von der Wirkung her einem Alkoholgehalt von 1,1 Promille. Aber selbst auch bei Alltagshandlungen wie Essen, Trinken und Rauchen am Steuer steigt die Unfallgefahr bereits erheblich, und zwar um das 1,5-Fache.

Wussten Sie, dass in Japan eine Hochstraße mitten durch die 5. und 7. Etage eines Bürogebäudes verläuft?
Unglaublich, aber wahr: In Osaka/Japan führt mitten durch ein Bürogebäude eine Autobahn. Japanischen Ingenieuren gelang es, mitten durch die 5. und 7. Etage eines Bürogebäudes eine Hochstraße zu bauen. Die Aufzüge stoppen an diesen Etagen nicht, so dass nach der 4. unmittelbar die 8. Etage folgt. Die Autobahn gilt als Mieter im Gebäude und zahlt daher auch ganz normal Miete. Der Name des 16-stöckigen Gebäudes lautet "Gate Tower Building". Die Einheimischen haben dem Bürohaus den Spitznamen "Bienenstock" gegeben – wegen dem ständigen "Kommen und Gehen". Die Autobahn hat keinen Kontakt mit dem Gebäude und wird als Brücke geführt, die von Pfeilern neben dem Gebäude unterstützt wird. Die Architekten umhüllten die Straße mit einer ganz speziellen Isolationsstruktur, um das Gebäude vor Lärm und Vibrationen zu schützen. 

Wussten Sie, dass die besten Autofahrer laut Statistik vom Sternzeichen Löwen, die schlechtesten Stiere sind?
Eine ziemlich kuriose aber dennoch interessante Studie wollte herausfinden, welche Sternzeichen am häufigsten in Autounfälle verwickelt wurden. Es wurden dabei mehr als 400.000 Schadensberichte untersucht. Es zeigte sich, dass die Unfallhäufigkeit sogar mehr mit dem Sternzeichen zusammenhängt als mit dem Alter eines Fahrers. Das Ergebnis zeigt, dass das Sternzeichen Wassermann etwas vorsichtiger als die anderen fährt - sie weisen die geringste Unfalldichte auf. Stiere wiederum fahren, als gäbe es kein Morgen – sie haben eine um durchschnittlich 1,9 Prozent höhere Schadenfrequenz als der Durchschnitt und leben damit auch etwas gefährlicher. Neben den Wassermännern sind auch noch
Steinböcke und Jungfrauen ziemlich sicher unterwegs. Im Mittelfeld landen die Fische, Widder, Löwen, Skorpione und Zwillinge. Die exakte "goldene Mitte" belegt der Krebs - und die liegt bei einer Schadenfrequenz von 28,5 Prozent. Zwillinge und Schützen sind am preiswertesten unterwegs, Strafzettel flattern bei ihnen im Vergleich am seltensten ins Haus.
 
Wussten Sie, dass die kanadische Regierung einen Guide herausgegeben hat, was zu tun ist, wenn ein Elch am Parkplatz das Auto ableckt?
In Kanada findet man erstaunlich zutrauliche Elche. Sie gehen im Winter zu parkenden Autos, um an ihnen zu lecken. Der Grund dafür ist das Streusalz, das zu dieser Jahreszeit auf die Straßen gestreut wird - die Autos werden damit zu einer salzigen Delikatesse für die Elche. Diese ungewöhnliche Autowäsche ist aber kein großer Spaß, denn Elche können – aufgrund ihrer Größe und ihres Geweihs – nicht nur Schäden an den Autos verursachen, sondern auch höchst gefährlich werden, wenn man z.B. versucht, die Tiere mit wedelnden Armen zu verscheuchen. In den Alberta Parks, mehreren Nationalparks in Kanada, wird Besuchern daher geraten, zu einem Elch einen Mindestabstand von 30 Metern zu halten. Um die Tiere vom Auto fernzuhalten oder zu verscheuchen, sollte man die Hupe betätigen oder den Alarm auslösen. 

Wussten Sie, dass in Europa das Parken in London mit € 5,40 pro Stunde am teuersten ist?
Die Kosten für das Parken in den europäischen Städten unterscheiden sich deutlich voneinander (lt. Vergleich Ubeego). Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen dabei im Mittelfeld. Die höchsten Parkgebühren sind in Großbritannien zu zahlen- mit € 5,40 (plus Citymaut!) führt London die Statistik an. Am günstigsten lässt sich das Auto in den osteuropäischen Hauptstädten parken. Für weniger als einen Euro kann dies in Sofia und Bukarest geschehen. Oft fallen sogar gar keine Gebühren an. Wer zum Shoppen in die Wiener Innenstadt fährt muss mit einem Stundenpreis von € 2,- rechnen, in der Stadt Salzburg zahlt man € 1,50 und am günstigsten in Österreich parkt man in Leoben (€ 0,50).

Wussten Sie, dass auch zu langsames Fahren einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung darstellt?
Auch zu langsames Fahren im Straßenverkehr kann bestraft werden – das ist in Österreich jedoch selten der Fall. Mitunter sind es aber nicht nur die sogenannten “Raser”, die für ihr gefährliches Verhalten im Straßenverkehr zur Kasse gebeten werden. Denn auch der “Schleicher” kann andere Verkehrsteilnehmer behindern – ein Vergehen, das Bestrafung nach sich ziehen kann. Verankert ist die Fahrgeschwindigkeit in Paragraph 20, Abs. 1 der Straßenverkehrsordnung. Es sind sogar Geldstrafen bis zu 726 Euro möglich, wenn man viel zu langsam unterwegs ist und dabei andere Verkehrsteilnehmer gefährlich behindert. Weiters sieht die österreichische Gesetzgebung vor, dass Autobahnen nur von Kraftfahrzeugen benutzt werden dürfen, die eine Bauartgeschwindigkeit von mindestens 60 km/h aufweisen und mit denen diese Geschwindigkeit überschritten werden darf.
  
Wussten Sie, dass die Polizei von Dubai mit Ferraris und Lamborghinis ausgestattet ist, um Temposünder zu erwischen?
Dubai gilt als die Verkörperung eines luxuriösen Lifestyles schlechthin – und das merkt man sogar am Fuhrpark der Polizei! Ferrari, Lamborghini, Bugatti, Bentley, Aston Martin – alle diese Nobelmarken und teuren Karossen der automobilen Welt zählen zur unglaublichsten Polizeifahrzeug-Flotte der Welt. So mancher Dienstwagen der arabischen Polizisten ist über 400 km/h schnell. Aber auch wenn die Motorisierung für die Verbrecherjagd auf vier Rädern absolut geeignet wäre, kommen die Luxuskarossen bei alltäglichen Vorfällen wenig zum Einsatz. Die Polizei nutzt sie nur, um bei Veranstaltungen Eindruck zu schinden und um Touristen ein glamouröses Bild der Behörde zu vermitteln.

Wussten Sie, dass Elektroauto-Fahrer in Norwegen für viele Fähren nicht bezahlen müssen, überall kostenlos parken und Busspuren benutzen dürfen?
Nirgendwo sind Elektroautos so erfolgreich wie in Norwegen - prozentual gesehen gibt es hier die meisten Elektroautos in Europa. Das liegt vor allem an enormen staatlichen Subventionen und Vergünstigungen: Steuererleichterung, kostenloses Aufladen auf öffentlichen Parkplätzen oder Vorteile in der Verkehrsführung. So dürfen Elektroautos auch die Busspuren benutzen – in der Rush Hour ein unschätzbarer Vorteil. Darüber hinaus ist das E-Auto in Norwegen tatsächlich umweltfreundlich.
Während in vielen anderen Ländern Strom zumindest anteilig in Kohlekraft-werken erzeugt wird und damit jede Kilowattstunde Strom auch mit CO2-Ausstoß belastet ist, werden in Norwegen 99 Prozent des Stroms mit Wasserkraft erzeugt.

Wussten Sie, dass in Österreich derzeit etwa 6,7 Mio. Kraftfahrzeuge zum Verkehr zugelassen sind, Tendenz noch immer steigend?
2015 waren in Österreich laut Statistik Austria rund 6,54 Mio. Kraftfahrzeuge zum Verkehr zugelassen, davon etwa 4,75 Mio. Pkw (72,5%), etwa 483.000 Motorräder und 53.000 Lkw. Mit 640 Pkw je 1.000 Einwohner wies das Burgenland den höchsten Motorisierungsgrad aller Bundesländer auf, gefolgt von Niederösterreich (627), Kärnten (613), Oberösterreich (608) sowie der Steiermark (585), Salzburg (546), Vorarlberg (526) und Tirol (520). Wien, zu Beginn der 1970er Jahre noch führend, lag 2015 mit 373 Pkw je 1.000 Einwohner im Bundesländer-Ranking an letzter Stelle – zurückzuführen vor allem auf die überdurchschnittlich gute Verfügbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln. Österreichweit kamen 2015 im Durchschnitt 546 Pkw auf 1.000 Einwohner. Der hohe Anstieg an Motorisierung zeigt auch den steigenden Wohlstand in unserem Land: Waren es 1960 noch bescheidene 1,3 Mio. Fahrzeuge, stieg die Zahl bis 1970 auf 2,2 Mio. Im Jahr 1980 waren in Österreich bereits 3,4 Mio. Kfz zugelassen, 1990 über 4,2 Mio. und 2000 gab es 5,6 Mio. Kraftfahrzeuge.
 
Wussten Sie, dass sich die Zahl der Neuzulassungen elektrisch betriebener PKW 2016 in Österreich mehr als verdoppelt hat?
Von Jänner bis November 2016 wurden laut Statistik Austria 303.942 Personenkraftwagen (Pkw) neu zum Verkehr zugelassen. Die Neuzulassungen von Diesel-Pkw (Anteil: 57,0%) konnten im Berichtszeitraum um 5,0% auf 173.347 Stück zulegen; Benzin-Pkw (Anteil: 40,3%) erreichten mit einem Zuwachs von 6,0% 122.349 Neuzulassungen. Die Zahl der Neuzulassungen elektrisch betriebener Pkw konnte sich mit 3.604 Stück mehr als verdoppeln (+133,1%), damit liegt der Wert im 1. Halbjahr bereits deutlich über dem Gesamtjahreswertes des Jahres 2015 (1.677 Stück). Der Anteil von privaten Elektro-Pkw-Nutzern (14,3%) liegt noch deutlich unter jenem der firmen-genutzten Elektro-Pkws (85,7%), im 1. Halbjahr 2015 lag das Anteilsverhältnis bei 25,2% zu 74,8%.
Österreich ist EU-weiter Spitzenreiter bei neu zugelassenen Elektroautos. In Österreich ist der Anteil der Batterie-elektrischen Pkw mit 1,2 Prozent drei Mal so hoch wie im EU-Schnitt und vier Mal so hoch wie in Deutschland. Innerhalb Österreichs hat der Bezirk Waidhofen/Thaya (NÖ) den höchsten E-Pkw-Anteil, so der VCÖ in einer Aussendung. Demnach wurden in dem Waldviertler Bezirk heuer mehr E-Pkw neu zugelassen als in ganz Polen. An zweiter Stelle liegt Wien Innere Stadt mit 3,9 Prozent vor dem Bezirk Bregenz mit 3,1 Prozent.
 
Wussten Sie, dass in Lappland zur Erhöhung der Verkehrssicherheit das Geweih von Rentieren mit reflektierender Farbe besprüht wird?
Im Kampf gegen die hohe Zahl von Verkehrsunfällen mit Rentieren setzt man in Lappland jetzt tatsächlich auf Leuchtfarbe! In einem Test wurden in der nordfinnischen Region Rovaniemi die Geweihe von 20 Rentieren mit reflektierender Farbe besprüht. Das Leuchten soll die Tiere von weitem sichtbar machen. Der Spray strahlt nur, wenn Licht auf die Tiere fällt. Getestet wurden eine haltbare Leuchtfarbe für die Geweihe und ein abwaschbarer Spray für das Fell. Sollte sich die Farbe im Test bewähren, soll der Spray auf sämtlichen Rentieren der Region eingesetzt werden. In Finnland sterben nach Angaben der dortigen Züchtervereinigung rund 4.000 Rentiere bei Verkehrsunfällen. In Österreich gibt es jährlich mehr als 77.000 Wildunfälle. Und in den USA wurden von Mitte 2011 bis Mitte 2012 gar mehr als eine Million Zusammenstöße zwischen Hirschen und Autos registriert.

Wussten Sie, dass in Abu Dhabi das Nummernschild mit der Nummer 1 einen Rekordpreis von fast 10 Millionen Euro erzielt hat?
Autokennzeichen sind in Dubai Prestige: Je weniger Ziffern auf dem Nummernschild, desto teurer. Die einzelne „1“ war Said Abu Dhabi, ein Geschäftsmann in den Vereinigten Arabischen Emiraten, viel wert. Für umgerechnet fast zehn Millionen Euro hat er das Autokennzeichen mit der Nummer „1“ ersteigert. Für die Veranstalter war die Auktion insgesamt ein voller Erfolg, denn reiche Scheichs hatten sich daran beteiligt und Beträge in Millionenhöhe bezahlt. Für diese Superreichen ist der Preis für niedrige Autokennzeichen aber nur eine kleine Summe im Vergleich zu den Anschaffungskosten der zumeist teuren Sportwagen, die diese Kennzeichen dann tragen.
 
Wussten Sie, dass es in Stockholm eine Radarfalle gibt, die unter Fahrern, die mit der richtigen Geschwindigkeit fahren, das Geld der regulären Blitzereinnahmen verlost?
Die Menschen in Schweden scheinen wahrlich begeisterte Lotteriefans zu sein, denn in der schwedischen Hauptstadt Stockholm können die Menschen sogar per Gaspedal ihr Glück auf einen Geldgewinn versuchen. Wie das geht? An einer viel befahrenen Straße wurde ein Blitzer-Automat aufgestellt, der jedes vorbeifahrende Auto blitzt – unabhängig davon, ob zu schnell gefahren wurde oder nicht. Überschreitet der Fahrer das erlaubte Tempo, wird wie üblich ein Bußgeld fällig und Teile dieser eingegangenen Bußgelder werden in einen Topf geworfen und per Lotterie ausgeschüttet – damit haben alle Autofahrer, die korrekt gefahren sind, die Chance auf einen Geldgewinn. Das System zeigt Wirkung, der Anteil der Raser ging merklich zurück.
 
Wussten Sie, dass unser Gehirn uns einen Streich spielt, indem Autoräder in Filmen manchmal scheinbar rückwärts laufen?
Der Effekt der sich scheinbar rückwärtsdrehenden Räder lässt sich übrigens nicht nur im Film beobachten. Die Trägheit unseres Auges gaukelt uns manches Mal eine Bewegung vor, die gar nicht existiert. Denn die Lichtsinneszellen unserer Netzhaut können Einzelbilder mit einer Wiederholungsfrequenz von mehr als etwa 20 Bildern pro Sekunde nicht mehr getrennt auflösen. Das Gehirn interpretiert die Veränderung des Gesehenen als Bewegung. Und so entsteht „Film“: Es handelt sich also um lauter Einzelbilder, die allein durch schnellen Wechsel den Eindruck einer Bewegung suggerieren. Üblicherweise sind es beim Film 25 Bilder pro Sekunde.
Doch manchmal ist diese Interpretation bei „sich drehenden“ Rädern schlichtweg falsch – und schuld daran ist eine stroboskopische Täuschung: Dreht sich das Rad nämlich gerade so schnell, dass die Filmkamera immer dann ein Bild aufnimmt, wenn die Speichen des Rades die gleiche Stellung einnehmen wie bei dem Einzelbild zuvor, dann sieht es so aus, als ob das Rad stillsteht. Dreht es sich hingegen ein wenig schneller, dann erkennt man scheinbar eine sehr langsame Vorwärtsbewegung -  und bei etwas geringerer Abrollgeschwindigkeit wirkt es für uns sogar, als liefe das Rad rückwärts. Den langen Weg rechtsherum zieht unser Gehirn hier gar nicht erst in Betracht.
Wenn die Wahrnehmung es zulässt, geht das Gehirn also immer davon aus, dass sich Dinge langsam bewegen!

Wussten Sie, dass die tiefstehende Sonne im Winter das Unfallrisiko ganz erheblich erhöht?
Tiefstehende Sonne erhöht das Unfallrisiko für Autolenker deutlich, wie Experten des deutschen TÜV festgestellt haben. Denn im Herbst und Winter blenden die in flachem Winkel auftreffenden Sonnenstrahlen Autofahrer erheblich. Und dies beeinträchtigt das Reaktionsvermögen deutlich. Besonders gefährlich sind in diesem Zusammenhang verschmutzte Windschutzscheiben, die ob der entstehenden Reflexionen den Fahrer
zusätzlich behindern.
Auch die Lichtzeichen von Ampeln sind bei tiefstehender Sonne extrem schwer erkennbar: Häufig ist bei gleißendem Licht vor Ampeln nicht zu erkennen, ob sie grün oder rot aufleuchten. Da hilft es nur, vorsichtig an die Kreuzung heranzufahren und notfalls anzuhalten, um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden. Denn wenn es kracht, hilft die Ausrede einer blendenden Sonne nicht. Im Gegenteil: Gerichte und auch Versicherungen werten in der Regel ein solches Fehlverhalten als grobe Fahrlässigkeit. Und das kann den Kaskoschutz kosten.

Wussten Sie, dass eine Windschutzscheibe tatsächlich zerspringen kann, wenn sie im Winter mit kochendem Wasser aufgetaut wird?
Auf den Parkplätzen sieht man im Winter die verschiedensten Versionen und genialen Einfälle, die dick vereisten Fensterscheiben der Autos vom Eis zu befreien. Doch Vorsicht: Manche Versuche können im Blindflug oder in der Werkstatt enden!
Wer zum Beispiel glaubt die Eisschicht mit heißem Wasser auftauen zu müssen riskiert, dass es auf der kalten Scheibe zum noch dickeren Eispanzer beiträgt. Im schlimmsten Fall kann die tiefgekühlte Scheibe beim Kontakt mit dem heißen Wasser in tausend Teile zerspringen. Eine Zeitung auf der Windschutzscheibe zum Eisabhalten ist ebenfalls keine besonders gute Idee; wird sie durch Schneeregen oder geschmolzenen Schnee zuerst nass, friert das Druckwerk an der Scheibe fest, und es gelingt selbst geduldigen Menschen kaum, sie wieder komplett abzuschaben.
Am besten gegen Vereisung der Scheiben hilft immer noch der gute alte Eiskratzer, am schnellsten geht es mit einer Schutzfolie – da beugt man dem Frost auf der Scheibe einfach vor. Bei geringer Vereisung der Scheibe kann auch ein Enteiser-Spray ein gutes Hilfsmittel sein.

Wussten Sie, dass das erste Autorennen der Welt bereits im Jahr 1894 in Frankreich ausgetragen wurde?
Sagenhafte 20 Stundenkilometer Spitze und ein ausgedehnter Lunch auf halber Strecke: Beim ersten Autorennen der Welt 1894 ging es vergleichsweise noch gemütlich zu.
Jener nervenzerfetzende Wettbewerb am 22. Juli 1894, die Fahrt von Paris nach Rouen, wird als Geburtsstunde des Motorsports gefeiert.
Dabei handelte es sich in Wirklichkeit gar nicht um einen Geschwindigkeitscontest, sondern um eine sogenannte Zuverlässigkeitsfahrt. Denn laut Ausschreibung gebührten die 5000 Francs Preisgeld nicht dem schnellsten Fahrer, sondern demjenigen, der "das ungefährlichste, am leichtesten zu bedienende und billigste Gefährt" präsentierte.

Wussten Sie, dass Sie 15m im Blindflug fahren wenn Sie wegen der tiefstehenden Sonne bei 50 km/h für eine Sekunde die Augen schließen?
So sehr man sich über Prachtwetter im Spätherbst oder Winter auch freuen mag: Wer kennt nicht auch gleichzeitig das unangenehme Gefühl einer Autofahrt genau in die tiefstehende Sonne hinein – Sonnenblende hin, Sonnenbrille her?
Denn wer z.B. bei 50 km/h nur für eine Sekunde die Augen schließt, legt rund 15 Meter im absoluten Blindflug zurück. Und wer versehentlich direkt in die Sonne schaut, ist für kurze Zeit nahezu blind. Die Augen brauchen dann immer ein paar Minuten, um sich vollständig zu regenerieren. Dies erhöht das Unfallrisiko deutlich, wie Unfallstatistiken belegen
 
Wussten Sie, dass altes Benzin schlechter verbrennt, weil es durch sehr lange Lagerung an Qualität verliert?
Benzin ist ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffen, das bei Kontakt mit Luftsauerstoff einen Oxidationsprozess startet. Was so viel bedeutet wie: Wenn dieser Kraftstoff lange halten soll, kommt es – ähnlich wie beim Wein – auf die richtige Lagerung an!
Denn Benzin (und gleiches gilt auch für Diesel) ist auf keinen Fall unbegrenzt haltbar: Durch die Zufuhr von Sauerstoff verschlechtern sich seine Eigenschaften wesentlich. Wenn Benzin in einem absolut luftdicht verschlossenen Metallbehälter aufbewahrt wird, kann sich seine Qualität über viele Jahre, ja sogar Jahrzehnte recht gut erhalten. Bei Kunststoffkanistern, die „atmen“ oder bei nicht hermetisch abgeschlossenen Tanks von Autos oder Motorrädern, ist die Situation ganz anders. In diesem Fall der Aufbewahrung kann das Benzin durchaus an Qualität verlieren und für den Einsatz im Motor unbrauchbar werden.
Allerdings ist auch bei sehr altem Benzin, das heute noch verwendet werden könnte, der Gebrauch nicht anzuraten: Denn die früher eingesetzten Blei- und Schwefelanteile sind heute nicht mehr zulässig. Diese hat der Gesetzgeber aus Umweltschutzgründen schon vor vielen Jahren verboten.
 
Wussten Sie, dass Dieselautos deshalb ganz anders klingen als Benzinautos, weil der Diesel im Motor höher verdichtet und härter verbrannt wird?
Was man bei Autos als „Sound“ bezeichnet, sind Schwingungen im Abgassystem, die durch das impulsartige Ausstoßen der Abgase erzeugt werden.
Beim Dieselmotor entzündet sich das Kraftstoff-Luftgemisch von selbst, wenn das Verdichtungsverhältnis der Verbrennungsluft so hoch ist, dass diese Selbstentzündung möglich wird. Durch die wesentlich höheren Drücke in den Zylindern im Vergleich zu einem benzinbetriebenen Motor, müssen aber alle Teile des Kurbeltriebs massiver gestaltet werden. Dies ist einer der Hauptgründe, warum ein Dieselmotor erheblich geringere Drehzahlen hat als ein Benzinmotor. Und damit kommen weitaus weniger Schwingungsimpulse beim Endtopf der Auspuff-Anlage des Autos an. Ein Benzinmotor sendet durch die zur Leistungsentfaltung benötigten höheren Drehzahlen also wesentlich mehr Impulse in das Abgassystem, die dann als mehr oder weniger angenehme Geräuschkulisse wahrgenommen werden.
Selbst manche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren sind mittlerweile (zumindest innen) so leise, dass die Entwickler den Sound künstlich verstärken müssen.
 
Wussten Sie, dass das Profil in die Autoreifen quasi „hineingekocht“ wird – und zwar in einer Kochform?
Die Gummimischung eines Reifens besteht aus 30 verschiedenen Gummiarten, Füllstoffen und anderen Bestandteilen. Die Materialien werden in großen Mischanlagen zu einer schwarzen Gummiverbindung vermischt, die in der Walzanlage weiterverarbeitet wird.
Der Reifen wird nun sukzessive von innen nach außen aufgebaut. Die textilen Elemente, der Stahlgürtel, die Reifenwülste, die Kordlagen und der Laufstreifen sowie weitere Komponenten werden zusammengefügt. Das Ergebnis ist ein Reifenrohling, der allmählich wie ein fertiger Reifen aussieht. Dieser Rohling wird anschließend in heißen Kochformen vulkanisiert, also quasi „gekocht“. Alle Bestandteile werden miteinander verpresst. In diesem Schritt erhält der Reifen sein Profil, das als Negativ in der Form eingearbeitet ist. Der Reifen erhält auch die endgültige Form und die Seitenwandmarkierungen des Herstellers.
Abschließend wird in der Qualitätskontrolle jeder einzelne Reifen von geschulten Kontrolleuren gründlich mit speziellen Maschinen auf kleinste Fehler oder Abweichungen geprüft, bevor er für den Verkauf freigegeben wird.
 
Wussten Sie, dass es Autos gab, die rückwärts gleich schnell fahren konnten wie vorwärts?
Im Jahr 1972 wurde von einem holländischen Autohersteller ein Fahrzeug vorgestellt, das – unglaublich aber wahr – gleich schnell vorwärts und rückwärts fahren konnte: der DAF 66. Das kleine, extrem unscheinbare Fahrzeug verfügte über nur einen Vorwärts- und einen Rückwärtsgang.
Das eigenwillige Antriebssystem – der Rückwärtsgang wurde durch ein eigenes Wendegetriebe realisiert – bescherte dem DAF 66 diese legendäre Eigenschaft, für die er schließlich berühmt werden sollte: Gleich schnell vorwärts wie auch rückwärts zu fahren. Ein Charakteristikum, das die bekanntermaßen humorvollen Holländer in einem außergewöhnlichen Wettbewerb umgesetzt haben: dem Rückwärtsrennen.
Allerdings währte das Gaudium in aller Regel nur bis zur ersten Kurve. Dann setzte es aufgrund der umgekehrten Lenkgeometrie meist grandiose Überschläge...
Ob diese Rückwärts-Orientierung wohl dazu beigetragen hat, dass dem Fahrzeug der Erfolg verwehrt blieb und der Niedergang der holländischen Automobilindustrie nicht aufzuhalten war?
 
Wussten Sie, dass die Reihenfolge der Pedale im Auto von links immer Kupplung, Bremse, Gas ist – auch wenn das Auto sein Lenkrad rechts hat?
Bei Autos sind die Pedale immer in der gleichen Reihenfolge angeordnet, Sie haben ganz links das Kupplungspedal und dann in der Mitte die Bremse, rechts ist das Gaspedal. Das ist auch bei Fahrzeugen so, die für Länder mit Linksverkehr gebaut werden, z.B. in England oder Australien.
Bei Automatikfahrzeugen gibt es keine Kupplung, dafür ist das Pedal für die Bremse meistens etwas breiter.
 
Wussten Sie, dass Autos nicht explodieren, wenn sie brennen, sondern dass dies nur im Film passiert?
Gerät ein Auto in Brand, bleiben meist nur wenige Minuten Zeit zur Rettung, wenn sich noch jemand im Fahrzeug befindet. Die Temperatur steigt binnen kurzem auf mehr als 100 Grad an und viele haben Angst vor einer Explosion – zu Unrecht, sagen Experten.
Denn brennende Autos explodieren nie – es sei denn, sie haben Sprengstoff an Bord. Und das ist doch eher unüblich. Vielmehr breitet sich ein Brand sukzessive aus und bis ein Wagen komplett in Flammen steht, vergehen bis zu acht Minuten. Das ist genug Zeit, um Verletzte zu befreien. Dennoch zögern viele Autofahrer, die als Ersthelfer zu einem brennenden Fahrzeug kommen, weil sie die Explosionen aus Filmen im Kopf haben und sich deshalb nicht näher herantrauen. Verletzte werden dann im schlimmsten Fall nicht gerettet.
 
Wussten Sie, dass ein Motor auch unter Wasser ganz normal laufen kann, vorausgesetzt er kann Frischluft von außen ansaugen?
Klingt unglaublich, ist aber tatsächlich so: Solange ein Verbrennungsmotor Luft ansaugen kann, um das Gas-Luft-Gemisch zu erzeugen, das im Motor verbrannt wird, kann er tatsächlich weiterlaufen – auch unter Wasser. Ohne Luft aber geht schlagartig nichts mehr – im wahrsten Sinne des Wortes! Denn wenn der Motor statt der, für die Kraftstoffverbrennung benötigten Luft, Wasser in die Brennkammern zieht, stoppen die Kolben in den Zylindern jäh und unsanft. Die auftretenden Kräfte können Motorteile wie Lager, Pleuel oder Ventile schwer beschädigen.

Wasser-Experimente mit dem eigenen Auto sind also nicht angebracht – im Gegenteil: Sogar tiefe Pfützen sollten extrem vorsichtig durchfahren werden. Andernfalls droht der vorher beschriebene, sogenannte Wasserschlag – mit der Folge eines kapitalen Schadens am Triebwerk. Und nicht nur der Motor ist gefährdet, auch Getriebe und Elektronik können beschädigt werden.

Die Luftzufuhr zum Motor ist übrigens je nach Pkw-Modell unterschiedlich. Bei den meisten Autos dürften aber bereits 40 Zentimeter Wassertiefe das Aus für den Motor bedeuten. Ausnahme sind einige richtige Geländewagen, die ihre Luft mit einem Schnorchel aus höheren Regionen ziehen. Bei derartigen Fahrzeugen wird in der Bedienungsanleitung auch die sogenannte Watttiefe angegeben, die Aufschluss über die maximal mögliche Wassertiefe gibt.
 
Wussten Sie, dass aufgrund des Antiblockiersystems ABS kaum noch sichtbare Bremsspuren auf der Straße entstehen?
Aufgrund der fortschreitenden Technisierung befinden sich auf der Straße immer mehr Fahrzeuge, die mit einem automatischen Antiblockiersystem (ABS) ausgerüstet sind. Da beim Bremsen durch ABS ein Blockieren der Räder verhindert wird, entstehen je nach Straßenuntergrund kaum noch Bremsspuren: Es sind, wenn überhaupt, zum Teil nur Flecken sichtbar, nicht eine durchgehend gezeichnete Bremsspur.
ABS-Bremsflecken ermöglichen dennoch, so wie normale Bremsspuren, Aussagen über Geschwindigkeitsabbau, Bewegungsrichtungen und Berechnung der gefahrenen Geschwindigkeit - dies jedoch klarerweise mit Einschränkungen.

Wussten Sie, dass mit der Tankladung eines Jumbo Jets ein Auto etwa 76x um die Erde fahren kann?
Eine Boeing 747–800 kann 242.000 Liter Kerosin aufnehmen. Ein Durchschnittsauto könnte mit dieser Tankmenge unglaubliche 76 Mal um die Erde fahren, den Äquator entlang.
Wird die durchschnittliche Größe eines Autotanks zu Grunde gelegt, muss ein Autofahrer gut 4.000 Mal zur Zapfsäule fahren, um diese Menge Sprit zu tanken. Nimmt man den zuletzt veröffentlichten Durchschnittsverbrauch deutscher Autos von 7,5 Litern auf 100 Kilometer, lässt sich ganz leicht ausrechnen: Mit nur einer Tankmenge einer Boeing 747–800 könnte ein Auto gut 3,2 Millionen Kilometer fahren. Oder eben 76 Mal unseren Planeten umrunden.

Wussten Sie, dass Autoreifen schwarz sind, weil die Gummimischungen Ruß enthalten?
Autoreifen sind schwarz, weil ihnen bei der Herstellung Ruß beigemischt wird. Sonst wären sie weiß. Denn zum größten Teil bestehen Reifen aus Kautschuk, der weich und klebrig ist. Beim Vulkanisieren sorgt der Ruß für die richtige Härte und Abriebfestigkeit der Reifen.
Das Verfahren wurde 1839 von Charles Goodyear in den USA entwickelt. Besonders Oldtimer-Fans kennen noch die Weißwandreifen von früher. Bei ihnen werden verschiedene Gummimischungen eingesetzt, teilweise eben ohne den Zusatz von Ruß. Sie haben, wie der Name sagt, einen weißen Streifen auf der Reifenwand. Ihre Lauffläche ist aber auch schwarz. Seit den 1960er-Jahren sind diese Reifen nicht mehr in Mode.
Heute werden sie nur noch von wenigen Marken hergestellt.

Wussten Sie, dass der längste Stau aller Zeiten die unglaubliche Zeitspanne von 12 Tagen gedauert hat?
Diesen Rekord für den am längsten andauernden Stau aller Zeiten halten die Chinesen: Auf der Strecke zwischen Peking und Tibet kam es im Sommer 2010 durch die gleichzeitige Fahrt zu vieler Lastwagen (die übrigens Material für Straßenbauarbeiten geladen hatten) zu einem legendären Stau von ca. 100 Kilometern Länge, welcher bis zu seiner vollständigen Auflösung unglaubliche 12 Tage angedauert haben soll.
Auch an Woodstock war 1969 nicht nur das Festival legendär, sondern vor allem der Verkehr. Rund 500.000 Besucher verursachten einen drei Tage dauernden Stau auf einer Länge von 35 Kilometern. Als sie merkten, dass sie nicht mehr rechtzeitig zum Konzert kommen würden, ließen viele Fahrer ihr Auto einfach im Stau stehen - und kamen erst drei Tage später wieder.
 
Wussten Sie, dass das erste Autoradio mehr als 15 Kilo wog und weit größer als ein Schuhkarton war?
Das erste Radio speziell fürs Auto wurde 1929 erfunden – in Amerika. 1932 war es dann auch in Deutschland soweit: Zur Eröffnung der Funkausstellung wurde der staunenden Öffentlichkeit das erste, röhrenbetriebene Autoradio Europas präsentiert, das „Auto-super AS 5“. Es wog über 15 Kilo und war deutlich größer als ein Schuhkarton und damit natürlich zu groß für einen Einbau im Armaturenbrett. Daher wurde der schwarze Kasten im Fußraum des Beifahrers montiert. Erst nach dem 2. Weltkrieg gelang es, Radios ins Armaturenbrett zu integrieren.
Inzwischen zählen Audioanlagen zur Serienausstattung und haben sich längst vom unhandlichen Röhrenklotz zur integrierten Kommunikations- und Medienzentrale mit GPS-Navigation und Internet entwickelt.
 
Wussten Sie, dass sich schon 1/3 der deutschen Autolenker vorstellen können, auf ein autonom fahrendes Roboter-Auto zu vertrauen?
Die Hände vom Lenkrad, der Fuß vom Gas: Autonomes Fahren mit einem Auto, das die entsprechende Technologie besitzt, ist inzwischen kein unerreichbarer Zukunftstraum mehr – wenn es wohl auch noch einige Jährchen dauern wird, bis die rechtlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen dafür geschaffen sind. Vollständig autonome Fahrtechnologie soll ab 2030 verfügbar sein.
Autonome Fahrzeuge werden von Kameras, Sensoren und Laserscannern gesteuert, die sie dazu veranlassen, von alleine zu bremsen, zu lenken und zu fahren. Die Diskussionen um autonome Fahrzeuge drehen sich derzeit vor allem um die Frage was technisch alles möglich ist.
Und laut einer deutschen Studie kann sich bereits jetzt mehr als ein Drittel der Menschen vorstellen, in einem autonom fahrenden Auto zu sitzen. 34 Prozent der Personen gehen davon aus, dass selbstständig fahrende Autos sogar sicherer und besser fahren als Menschen. Aber die Kontrolle während der gesamten Fahrt und auf allen Straßen abzugeben, damit kann sich derzeit nur ein geringer Teil anfreunden. Und immerhin noch über 20% würden dem Auto die Kontrolle unter keinen Umständen überlassen.
 
Wussten Sie, dass es unter Autos nicht nur „Oldtimer“, sondern auch „Youngtimer“ gibt?
Alte Autos sind in, ganz ohne Zweifel, wenn man etwa an den legendären VW Bulli denkt. Doch nicht nur Oldtimer machen Spaß, sondern auch solche, die nicht mehr ganz neu, aber auch noch nicht so richtig alt sind. Man nennt sie „Youngtimer“.
Doch welche Fahrzeuge haben diesen Begriff wirklich verdient? Mit der Wortschöpfung  „Youngtimer“ bezeichnet man in der Regel ein älteres Auto oder Motorrad, das mindestens 15 Jahre auf dem Buckel hat, aber nicht mehr als 30 Jahre alt ist. Denn dann ist es bereits ein Oldtimer. Youngtimer haben in der Regel gerade die Schwelle vom Alltagsauto zum Liebhaberstück überschritten. Viele, vor allem jüngere Youngtimer, werden oft als Alltagsautos eingesetzt.
 
Wussten Sie, dass der Begriff „Cabriolet“ aus dem Französischen kommt und ursprünglich einen leichten zweirädrigen Pferdewagen bezeichnet hat?
Als „Cabrio“ bezeichnet man üblicherweise ein Fahrzeug mit Stoffdach, das vollständig zurückgeklappt werden kann. „Cabrio“ ist die Abkürzung für das französische „Cabriolet“. Schon lange vor dem Zeitalter des Automobils hat man so einen leichten offenen, einspännigen Pferdewagen oder Ausflugswagen für Schönwettertage gemeint.
Cabrios basieren häufig auf der Coupé-Variante einer Fahrzeugbaureihe. Auch wenn sie den entsprechenden geschlossenen Fahrzeugen ähneln, unterscheiden sie sich stark in der Bauart der tragenden Karosserie. Durch das fehlende Dach als tragende Komponente muss die gesamte Steifigkeit der heute selbsttragenden Karosserie durch eine verstärkte Bodengruppe gewährleistet werden.

Wussten Sie, dass der Durchschnittsautofahrer insgesamt 2 Jahre und 6 Monate seines Lebens hinter dem Steuer verbringt?
So ganz genau will man es ja vielleicht gar nicht wissen, wie viel Zeit unseres kostbaren Lebens wir mit dem Auto durch die Lande fahren – oder auch im Stau stehen. Aber es reicht ja auch der statistische Durchschnitt, um ab sofort und so oft wie möglich auf eine Ausfahrt mit dem geliebten Blech- oder Kunststoff-Gefährten zu verzichten:  Denn zwei Jahre und sechs Monate unseres Lebens sitzen wir in der Regel hinter dem Steuer, haben Experten errechnet. Wenn man noch dazu absolut machtlos im Stau steht, steigt der Blutdruck und man altert auch noch dramatisch schneller..

Wussten Sie, dass es in Los Angeles 15-spurige Autobahnen gibt und fast doppelt so viele Autos wie Haushalte?
Der Verkehr in der kalifornischen Metropole Los Angeles ist die Hölle – und nimmt kein Ende! Die Stadt wird durch die größte Kraftfahrzeugdichte der Welt belastet: Im Durchschnitt besitzt jeder zweite Einwohner ein Auto – und neun von zehn Beschäftigten
fahren mit dem eigenen Auto zur Arbeit. Insgesamt nutzen nur etwa zehn Prozent der Bewohner der Stadt die öffentlichen Verkehrsmittel, denn dafür sind sehr oft die Entfernungen zu groß und der Weg zu kompliziert. 
Resultat: Die täglichen Rush Hours erstrecken sich von ca. 7 bis 10 Uhr und von 15 bis 19 Uhr. Endlose Staus gehören zum Alltag und das obwohl manche Highways bis zu 15 (!) Fahrstreifen haben. Man versucht inzwischen, durch die Einrichtung der sogenannten Diamond Lanes, die Fahrgemeinschaften vorbehalten sind, die Bildung solcher Fahrgemeinschaften zu fördern und somit das Verkehrsaufkommen zu senken –
als Fahrgemeinschaft gelten aber bereits zwei Personen im Auto...
Der Großraum Los Angeles zählte 2007 nach einem Bericht der American Lung Association zum städtischen Gebiet mit der höchsten Luftverschmutzung in den Vereinigten Staaten. Als Hauptursache für die Luftverschmutzung in der Stadt gilt immer noch dieser extrem starke Individualverkehr: Die Schadstoffkonzentrationen sind besonders im morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr am höchsten.
Fußgänger sind übrigens kaum in der City unterwegs.

Wussten Sie, dass sich bereits 7 von 10 Autofahrern vorstellen können, ein Elektroauto zu kaufen?
Bei unseren Nachbarn in Deutschland zeigt die Mehrheit der Menschen großes Interesse an Elektroautos, wie einer aktuellen, repräsentativen Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom zu entnehmen ist. So könnten sich 69 Prozent der Befragten bereits vorstellen, ein solches Auto zu kaufen. Zentrale Voraussetzung ist aber, dass sie mit einer Akkuladung so weit kommen wie mit einer normalen Tankfüllung. Für viele wäre natürlich auch der Preis entscheidend, nämlich für 47% der Befragten: Er sollte nicht höher als der eines herkömmlichen Autos sein. Auf den gewohnten Komfort würden 37 Prozent der Befragten nicht verzichten wollen.
Eine andere Befragung unter 1.500 Autofahrern aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien, die sich in den kommenden zwölf Monaten privat einen Neuwagen anschaffen wollen, zeigt jedoch, dass zumindest Neuwagenkäufer und Elektroautos nach wie vor scheinbar nicht gut zusammenpassen. Zwar sehen 80 Prozent der Neuwagenkäufer es
als vorrangige Aufgabe für die Hersteller, umweltfreundliche Motoren zu entwickeln.
99 Prozent würden aber keines der aktuell erhältlichen Elektroautos kaufen.
Derzeit sind auf Deutschlands Straßen rund 30.000 Elektroautos unterwegs.

Wussten Sie, dass es nur 20 Sekunden dauert, um ein durchschnittliches Auto beim Recycling in faustgroße Stücke zu zerkleinern? Seit den 1970er-Jahren werden große Shredder-Anlagen zur Rückgewinnung von kost-baren Metallen eingesetzt.
Diese extrem kraftvollen Hammermühlen besitzen Rotoren, die bis zu 2 Metern Durchmesser sowie Antriebsleistungen bis zu 3000 PS aufweisen. Sie zerhacken eine vorbehandelte Fahrzeugkarosse tatsächlich in nur 20 Sekunden in faustgroße Stücke.
Ziel dabei ist es, Eisenmetalle zu gewinnen, die in Stahlwerken wiederverwertet werden. Nichteisenmetalle werden in Gießereien erneut eingeschmolzen.

Wussten Sie, dass weibliche Autofahrer in Stresssituationen am Steuer viel gelassener als Männer reagieren?
Frauen werden mit Stress im Straßenverkehr viel besser fertig als Männer! Das ist das Ergebnis einer deutschen Studie, die für den ADAC durchgeführt wurde. Demnach
belastet Stress am Steuer die Männer mehr – sie reagieren dann oft mit aggressivem Fahrstil und gefährden damit sich selbst und andere. Frauen dagegen blieben meist gelassener, sie fahren eher auf „Nummer Sicher“.
Für 75 Prozent der Männer bedeuten unerwartete Staus und dichter Verkehr Stress pur. Bei den Frauen treiben diese Situationen aber nur bei 45 Prozent den Puls in die Höhe – die Mehrheit der Fahrerinnen fügt sich gelassen ihrem Schicksal.
Ein unübersichtlicher Schilderwald sorgt bei über 30% der Männer für totale Verwirrung, bei den Frauen verlieren jedoch nur 17 Prozent den Durchblick. Und auch bei streitenden Kindern auf den Rücksitzen behalten Fahrerinnen der Studie zufolge viel besser
die Nerven.
Für die Untersuchung wurden 60 Frauen und Männer im Alter von 25 bis 60 Jahren befragt und getestet. Im praktischen Teil mussten sie im Berufsverkehr im Raum Heidelberg eine Strecke von 35 Kilometern fahren. Zur Messung der körperlichen Reaktionen waren sie dabei umfangreich „verkabelt“. Die Testpersonen zeigten vor allem im dichten Innenstadtverkehr ausgeprägte Stress-Symptome: Je nach Typ arbeitete das Herz bis zu
40 Schlägen mehr pro Minute.
Der Studie zufolge gibt es auch unterschiedliche Stress-Typen. Besonders problematisch sei der „konfrontative Fahrer“, hieß es. Er suche den Nervenkitzel und sei ein typischer Straßen-Rambo, rase, drängle, hupe und zwänge sich in jede Lücke. Die Männer stellten 70 Prozent dieser Gruppe.
Viele Fahrfehler unterlaufen auch dem zweiten Typ, dem „vermeintlichen Alleskönner“. Er sei viel unterwegs, fahre forsch und risikobetont, überschätze aber sehr seine Fahrkünste. 56 Prozent dieser Gruppe seien Männer.

Wussten Sie, dass Männer beim Auto zum Putzteufel werden und es wesentlich häufiger waschen als Frauen?
Laut einer Umfrage in Deutschland mit 1.400 Befragten waschen fast 40% der Männer ihr Auto mindestens alle zwei Wochen – bei den Frauen schäumen dagegen nur 21% den Wagen so oft ein. Viele Autofahrerinnen (35 %) reinigen ihren Wagen eher nach
Bedarf. Männer erledigen diese Arbeit öfter von Hand als die Frauen; autowaschende Frauen benutzen zu 73% eine Waschanlage, Männer zu 63%.
Rund die Hälfte aller AutofahrerInnen will durch regelmäßige Pflege den Wert des
Wagens erhalten, nur ein Drittel denkt dabei auch an die Sicherheit. Im Winter werden viele Fahrzeuge seltener gewaschen als im Sommer – dies kann durchaus ein Sicher-heitsrisiko darstellen, weil Scheiben und Beleuchtung im Winter schneller verschmutzen.

Wussten Sie, dass die erste Automobil-Rennstrecke der Welt gepflastert war – übrigens mit mehr als 3 Millionen Ziegelsteinen?
Der „Indianapolis Motor Speedway“ in Indianapolis/ USA wurde im Jahr 1909 gebaut und gilt als die erste Automobil-Rennstrecke der Welt.
Als man schon nach den Eröffnungsrennen feststellte, dass der ursprüngliche Belag aus Schotter und Teer das Material zu sehr beanspruchte und auch für die Fahrer eine Gefährdung bedeutet hätte, wurde die Strecke mit 3,2 Millionen Ziegelsteinen gepflastert.
Diesem Umstand verdankte die Strecke den Spitznamen "Brickyard" (Ziegelei). Die meisten dieser Ziegel liegen immer noch unter der heutigen Asphaltdecke.
Später, im Jahr 1935, führte eine Serie von Unfällen dazu, die Ziegelsteinoberfläche durch Asphalt zu ersetzen. Autorennen auf dieser Strecke von Indianapolis entwickelten sich in Folge zu Klassikern – von 1950 bis 1960 wurden hier auch Wettrennen
ausgetragen, die zur Formel-1-Weltmeisterschaft zählten.

Wussten Sie, dass Elektroautos bereits um das Jahr 1900 sehr populär waren und 100km mit einer Batterieladung geschafft haben?
In dieser ersten großen Zeit der Elektroautos, etwa zwischen 1896 und 1912, waren in New York tatsächlich etwa 50% der Fahrzeuge elektrisch betrieben; in den USA fuhren um das Jahr 1900 bereits knapp 34.000 Fahrzeuge elektrisch. 1912 wurden die meisten Elektrofahrzeuge verkauft, danach ging der Marktanteil massiv zurück.
Interessant aus heutiger Sicht ist vor allem auch die Reichweite dieser historischen Fahrzeuge: Sie war mit knapp über hundert Kilometern mit einer Batterieladung beinahe so hoch wie die Leistung vieler Elektroautos in der Gegenwart. 
Zwischen den Jahren 1896 und 1939 registrierte man weltweit unglaubliche 565 unter-schiedliche Marken von Elektroautos.
 
Wussten Sie, dass es früher tatsächlich Plattenspieler für das Auto gab?
In den 1950er und 1960er-Jahren war die Schallplatte ein verbreiteter Tonträger.
Um auch Autofahrern das Hören ihrer Lieblingsplatten zu ermöglichen, präsentierte der niederländische Elektrokonzern Philips im Jahr 1958 das erste Abspielgerät für Schall-platten, das auch im Auto eingesetzt werden konnte – den "Auto-Mignon".
Das vollautomatische Gerät konnte in alle damals gängigen Modelle eingebaut werden und spielte Singles ab. Laut Werbung konnte der „Auto-Mignon“ durch seine besondere Bauweise alle äußeren Bewegungseinflüsse wie Schwingungen und Stöße, aber auch Fliehkräfte durch Kurvenfahren und Schräglage ausgleichen. Wie jeder andere Plattenspieler auch, reagierte er aber natürlich höchst empfindlich auf Erschütterungen.
Schon wenige Jahre später wurde daher (erneut von Philips) das erste Autoradio vorgestellt, das auch Musikkassetten abspielen konnte – und damit auch bei Erschütterungen
normal funktionierte.

Wussten Sie, dass die ersten Autos keine Lenkräder hatten, sondern vom Fahrer mit einem Hebel gesteuert wurden?
Die ersten Autos, die auf den Straßen unterwegs waren, hatten tatsächlich kein Lenkrad, sondern eine sogenannte „Steuerstange“, mit der das Auto in die verschiedenen Richtungen bewegt wurde.
Erst 1894 wird von der Anwendung eines „Steuerrades“ berichtet: Das Fahrzeug von Alfred Vacheron, ein 1893er Panhard 4hp, mit dem Vacheron am berühmten Paris-Rouen-Rennen teilnahm, war mit einem speziellen Lenkrad ausgestattet.
Das war eines der ersten bekannten Anwendungen dieses neuen Lenkprinzips – Vacheron belegte übrigens im Rennen den elften Platz.
Der französische Hersteller Panhard & Levassor führte das Lenkrad 1898 für seine Modelle ein, erst 1901 folgten Packard und Peerless. Danach setzte sich das Lenkrad zunehmend durch. Und schon bald wurde auch eine Ballhupe auf den Lenkradkranz gesetzt. Als in den 1920er Jahren Blinker aufkamen, um die Fahrtrichtung anzuzeigen,  wurden die Schalter dafür oft ins Lenkrad übernommen.

Wussten Sie, dass die ersten Tankuhren in Autos bereits ab 1914 eingebaut wurden?
Verschiedene Quellen berichten, dass bereits 1914 im legendären Studebaker eine Tankuhr eingebaut war. Ab 1922 sind Tankuhren und Gasmessgeräte dann in verschiedenen Modellen dieser Zeit nachweisbar.
Aber noch viele Jahre später gab es auch Fahrzeuge, bei denen man auf eine Tankanzeige verzichtet hatte. Beim VW Sparkäfer und beim berühmten VW Bulli zum Beispiel  sogar bis in die späten 1960er Jahre! Statt der Tankuhr war unten am Tankauslauf ein meist per Fuß umschaltbares Kraftstoffventil montiert, der Reservehahn. Wenn der normale Tank leer war, stand nach dem Umschalten des Hebels noch Benzin für einige Kilometer Weiterfahrt zur Verfügung. Häufiger Fehler war, beim Tanken die Rückstellung des Reservehahns zu vergessen – bei der nächsten längeren Fahrt blieb das Auto dann unvermittelt und ohne Reservekraftstoff liegen.

Wussten Sie, dass das kleinste je in Serie gebaute Auto nur 135 Zentimeter lang und 99 Zentimeter breit ist?
Bis heute ist der Peel P50 eines der seltsamsten Autos, das je konstruiert wurde. Er gilt als das kleinste, in Serie gebaute Auto der Welt, neben ihm erscheint der alte Fiat 500 geradezu als Gigant.
Der britische Dreirad-Zwerg ist 1,35 Meter lang, 99 Zentimeter breit und gerade groß genug für einen Fahrer und eine Einkaufstüte. Das Mini-Auto hatte einen Griff, mit dem sich das 60-Kilo-Kunststoffgebilde anheben und so per Hand in der Parklücke zurechtrücken ließ. Denn einen Rückwärtsgang hatte der Hersteller Peel Engineering Company nicht vorgesehen.
Dem 1961 bis 1964 produzierten Zwerg von der Isle of Man war „der große Durchbruch“ nicht vergönnt. Nur knapp 50 Exemplare wurden auf der Insel zusammengesetzt, der letzte P50 soll Ende Dezember 1964 gefertigt worden sein. Wichtige Aufzeichnungen des Herstellers gelten seither als verschollen. 2010 erhielt er den Eintrag ins "Guinness Buch der Rekorde".

Wussten Sie, dass sich in jedem modernen Auto heute durchschnittlich mehr als 1km elektrische Leitungen befinden?
Mit einem neuen Auto ist man heute im wahrsten Sinne des Wortes „ganz schön auf Draht“. Tatsächlich sind es zumeist sogar weit mehr als 1 km Kabel: Bis zu 3 km an Leitungen unterschiedlichster Art versorgen heute in einem gut ausgestatteten Auto die unzähligen kleinen Elektromotoren, Sensoren, Messgeräte, Bordcomputer, elektronische Einparkhilfen, Kameras, Leuchten, Blinker, Pumpen und weitere moderne technische Hilfen mit Strom.

Wussten Sie, dass die New Yorker Polizei einst Fahrräder benutzte, um zu schnelle Autofahrer zu verfolgen?
In diesen frühen Jahren der Automotorisierung in den USA galten auf den Straßen sehr niedere Geschwindigkeitsbegrenzungen. Dies machte es möglich, dass die New Yorker Polizei noch im Jahr 1898 Fahrräder dazu benutzen konnte, um „Raser“ zu verfolgen. Wobei die Polizisten dabei doch bei guter Kondition sein und manchmal auch ganz ordentlich in die Pedale treten mussten: Lag doch der Geschwindigkeits-Weltrekord zu dieser Zeit immerhin bereits bei 62,78 km/h. Dieser Rekord wurde vom französischen Autorennfahrer Gaston de Chasseloup-Laubat - übrigens mit einem Auto mit Elektroantrieb – aufgestellt.

Wussten Sie, dass Nackenstützen in Autos in Österreich bereits seit über 40 Jahren Pflicht sind?
Kopfstützen in Fahrzeugen dienen der Verminderung von Krafteinwirkungen auf die Halswirbelsäule – ganz besonders schützen sie die Insassen bei Unfällen.
Die zunehmende Verkehrsdichte in den 1960er Jahren hatte zu einer stetig ansteigenden Anzahl von Unfällen und Verletzten im Straßenverkehr geführt, die  Autoindustrie den erhöhten Innovationsbedarf zur Vermeidung von Verletzungen bei einem Unfall erkannt.
So hielt neben dem Sicherheitsgurt auch die Kopfstütze verbreitet Einzug in neue Auto-Modelle. (Das erste bekannte Patent für eine Kopfstütze- bzw. Nackenstütze
im Auto war übrigens bereits fast 50 Jahre früher einem Amerikaner erteilt worden –1921!)
Im Jahr 1969 wurden für US-Neuwagen Nackenstützen auf den Vordersitzen zur Pflicht, in den frühen 1970er Jahren zogen die europäischen Autohersteller nach.
Im österreichischen „Bundesgesetz über das Kraftfahrwesen“ war schon damals zu lesen: „Sitze von Kraftfahrzeugen, die gemäß § 4 Abs. 5 mit Sicherheitsgurten aus-gerüstet sein müssen, müssen, wenn sie an eine äußere seitliche Längswand des Fahrzeuges angrenzen und unmittelbar hinter der Windschutzscheibe gelegen sind, auch mit geeigneten Kopfstützen ausgerüstet sein. Kopfstützen müssen so beschaffen sein, dass eine Gefährdung sowohl der Benützer der Sitze, denen die Kopfstützen zugeordnet sind, als auch der Benützer dahinter gelegener Sitze bei einem Aufprall dieser Personen auf die Kopfstützen nicht zu erwarten ist.“

 
Wussten Sie, dass die ersten Crashtest-Dummys für Autos bereits um 1950 in den USA eingesetzt wurden?
„Crashtest-Dummys“ sind lebensgroße Puppen, mit denen die Auswirkungen von Verkehrsunfällen auf den menschlichen Körper simuliert werden. „Dummy“ stammt aus dem Englischen und steht für Attrappe.
Dummys sind dazu mit zahlreichen Sensoren ausgerüstet, die die Belastungen während eines Crashtests messen. Sie müssen in ihren biomechanischen Eigenschaften mit denen des menschlichen Körpers im Optimalfall übereinstimmen – beispielsweise in den Abmessungen und Massen der einzelnen Körperteile sowie der Steifheit der verschiedenen Gelenke – damit sie die Realität gut simulieren.
Es gibt Dummys, die männliche oder weibliche Körper simulieren, sowie Ausführungen für verschiedene Körpergrößen bzw. Altersstufen. Crashtest-Dummys sind in der letzten Zeit für die Entwicklung nahezu aller Fahrzeuge unentbehrlich geworden und sind in manchen Fällen vorgeschrieben, um die Zulassung eines neuen Fahrzeugmodells zu erwirken.
Der allererste Crashtest-Dummy wurde 1949 für die US-Luftwaffe gebaut und wurde für Tests von Schleudersitzen und Gurten verwendet – z.B. auf Raketenschlitten, bei Geschwindigkeiten von bis zu 1000 km/h. Mit seiner Größe von 1,85 m entsprach er dem „95-Prozent-Mann“, d.h., dass er größer und schwerer war als 95 % aller männlichen Erwachsenen.
Anfang der 1950er wurden dann Dummys entworfen, die erstmals auch für die Automobil-Unfallforschung verwendet werden sollten. Nach mehreren nicht zufrieden-stellenden Anläufen entwickelten Techniker von GM ein Modell, das die Durchschnittswerte in Körpergröße, Gewicht und Körpermaßen der männlichen Bevölkerung hatte, weshalb er „50-Prozent-Mann“ genannt wurde.

 
Wussten Sie, dass die Geschwindigkeit, bei der Aquaplaning auftritt, von Auto zu Auto höchst unterschiedlich sein kann?
Prinzipiell: Autofahren auf nassen Straßen ist vor allem immer dann gefährlich, wenn man mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs ist. Als oberster Grundsatz gilt daher: Fahrweise unbedingt der Witterung und dem Fahrbahnzustand anpassen! Denn auf nassen Straßen haften die Reifen niemals so gut wie auf Trockenen.
Und da das Auftreten von Aquaplaning von der Stärke des Regens und damit der Wassermenge auf der Fahrbahn, den Eigenschaften der Reifen (vorhandene Profiltiefe, Profilgestaltung, Reifenbreite), und dem Fahrzeuggewicht abhängig ist, unterscheidet sich die noch sicher fahrbare Geschwindigkeit von Fahrzeug zu Fahrzeug!
Richtig reagieren bei Aquaplaning: Wenn Aquaplaning erst einmal aufgetreten ist, gibt es keine richtigen Reaktionen, die den Zustand verbessern könnten. Der Lenker kann sich nur darauf beschränken, die Lage nicht durch falsche Reaktionen noch zu verschlimmern. Einziger Tipp: Die Räder dürfen nicht schräg zur Fahrtrichtung stehen oder blockieren, wenn der Wagen wieder "festen Boden unter die Füße bekommt". Sonst kommt es in diesem Moment sehr leicht zum Schleudern.

Wussten Sie, dass der Rückspiegel im Auto bereits 1909 von einer Frau erfunden wurde?
Ziel eines Rückspiegels war und ist es, einen möglichst großen Winkel hinter dem Fahrzeug sichtbar zu machen.
1909 verfasste Mrs. Dorothy Levitt aus London das Büchlein „The Woman and the Car: A Chatty Little Handbook for the Edwardian Motoriste“. Sie schrieb damit eines der ersten Handbücher zum Autofahren und führte darin aus: „Frauen sollten an einem geeigneten Platz im Auto einen kleinen Handspiegel mitführen und ihn von Zeit zu Zeit hoch nehmen, um während der Fahrt im Verkehr nach hinten zu blicken.“ Damit war der Rückspiegel erfunden! Frau Levitt war übrigens eine der ersten Rennfahrerinnen der Automobilgeschichte!
Erste Fahrzeughersteller montierten ab 1914 Rückspiegel in den Automobilen, als Standardausstattung setzten sich die Innen- und Außenspiegel erst in den 1930er und 1940er Jahren durch.
Heute sind die Gehäuse der Spiegel mit Technik vollgestopft. Außenspiegel lassen sich beheizen, für das Rückwärtsrangieren absenken und zum Parken anklappen. Sie warnen per Leuchtsignal vor Verkehr im Toten Winkel und haben teils eine Umfeld-Beleuchtung eingebaut.